Beobachtetes Signal · 28. Jan. 2026 · Market Research Report · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Mediaocean-Report: Advertiser priorisieren AI und Connected TV, aber Tech-Stack hinkt hinterher
Ein aktueller Branchenreport von Mediaocean zeigt, dass Advertiser ihre Budgets massiv in Richtung Connected TV, digitales Video, Social Media und AI-getriebene Medien verschieben, dabei jedoch auf eine signifikante Execution Gap stoßen. Fragmentierte Technologie und mangelhafte Datenqualität bremsen die Umsetzung. Laut dem Report planen 63 Prozent der Marken höhere Budgets für Connected TV und digitales Video ein, während die Adoption von AI-getriebenen Medien bei über 50 Prozent liegt. Zwar gilt generative AI als wichtigster Verbrauchertrend, doch nur 43 Prozent der Marketer nutzen AI für strategische Recherchen und lediglich 19 Prozent für die Campaign Orchestration. Über 40 Prozent beklagen unzureichende Datenqualität und Integrationsprobleme. 86 Prozent priorisieren zwar eine kanalübergreifende Orchestrierung, aber nur rund 10 Prozent verfügen über einheitliche Systeme. Auch Nachhaltigkeits-Tracking gewinnt an Bedeutung und wird von rund einem Sechstel der Befragten berücksichtigt.
Der Report dokumentiert eine massive Budgetverschiebung hin zu Connected TV und AI, deckt jedoch gravierende AdTech- und Datenmängel auf, die für Media-Planer, AdTech-Anbieter und Measurement-Dienstleister von hoher Relevanz sind.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Mediaocean veröffentlichte einen Branchenreport zu Trends und Technologie-Lücken im Marketing.
- 63 Prozent der Marken planen für 2026 höhere Investitionen in Connected TV und digitales Video.
- Generative AI ist der Top-Trend: 43 Prozent nutzen AI für Recherchen, aber nur 19 Prozent für Campaign Orchestration.
- Über 40 Prozent nennen schlechte Datenqualität und System-Silos als zentrale Hürden.
- 86 Prozent fordern Cross-Channel-Orchestrierung, aber nur ca. 10 Prozent besitzen einheitliche Systeme; rund 1 von 6 trackt den CO2-Fußabdruck.
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Marketer setzen auf KI und CTV, doch eine Ausführungslücke droht
Ein von State of Streaming (5. Februar 2026) hervorgehobener Mediaocean-Bericht zeigt, dass Werbetreibende ihre Budgets für Connected TV (CTV) und KI-gesteuerte Medien im Jahr 2026 erhöhen. Dennoch verhindert eine gravierende Ausführungslücke durch fragmentierte AdTech und silobasierte Systeme, dass Marken den vollen Wert dieser Investitionen ausschöpfen. Laut dem Bericht erhöhen 63 % der Werbetreibenden ihre Ausgaben für CTV und Digital Video, über die Hälfte steigert die Budgets für KI-gesteuerte Medien, während mehr als ein Drittel die Ausgaben für klassisches TV reduziert. Über die Hälfte nennt Fragmentierung als Hauptsorge; während über 40 % KI für die Datenanalyse nutzen, setzen weniger als 20 % sie für die Kampagnenorchestrierung ein, und nur zehn Prozent verfügen über einen wirklich vereinheitlichten AdTech-Stack. Fast 40 % priorisieren inzwischen die Orchestrierung zur Tool-Integration – ein Wandel, der laut Mediaocean-CMO Aaron Goldman Wettbewerbsvorteile sichern wird.
Marketer zögern beim KI-Einsatz im Influencer- und CTV-Marketing
Laut Umfragen von Digiday+ und Modern Retail+ unter über 100 Branchenexperten im ersten Quartal 2026 adaptieren Marketer KI in Social Media und Retail Media deutlich schneller als im Influencer- und Connected TV (CTV)-Bereich. Lediglich 25 % der Befragten nutzen KI für Influencer-Marketing – primär für Datenanalyse (75 %), Content Creation (63 %) und Outreach (56 %). Im Bereich CTV verzichten sogar 82 % auf KI-Tools. Die verbleibenden 18 % setzen KI vor allem zur Datenanalyse (69 %) sowie für Content Creation und Ad Buying (54 %) ein. Marken und Agenturen nennen Bedenken hinsichtlich Authentizität und Verbrauchervertrauen gegenüber virtuellen Influencern als zentrale Hürde. Der Report beleuchtet Aktivitäten von Akteuren wie Beekman 1802, Bezel, Later und POP.STORE, Tool-Entwicklungen von Amazon und Roku sowie Forschungsfortschritte wie VOID, ein KI-Videotool für erweitertes Editing und Objektenfernung.
Digitales Video-Ad-Spend wächst durch KI und optimiertes Targeting
Der Interactive Advertising Bureau (IAB) zufolge soll das US-Werbebudget für Social Video im Jahr 2026 um 13 Prozent steigen und damit das Wachstum von Connected TV (11 Prozent) übertreffen, was eine Verschiebung hin zu Feed-basierten Plattformen verdeutlicht. Die IAB-Erhebung unter 360 US-Marketingverantwortlichen prognostiziert ein Gesamtvolumen der US-Digitalvideoausgaben von 80 Milliarden US-Dollar für 2026. Als Haupttreiber gelten sinkende Produktionskosten durch generative KI-Tools, verbesserte Targeting-Optionen für kleinere Werbetreibende sowie steigende Nutzerzahlen im Videobereich – so verzeichnete Meta im ersten Quartal 2026 ein um acht Prozent höheres Videokonsumvolumen, während die YouTube-Werbeumsätze um 10,7 Prozent auf 9,88 Milliarden US-Dollar stiegen. Programmatic CTV und qualitative Umfelder bleiben zwar weiterhin attraktiv, jedoch nannten fast 49 Prozent der befragten Marken das Targeting als wichtigstes Investitionskriterium, was einem Zuwachs von 23 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Branchenexperten betonen in diesem Zusammenhang die budgetäre Verschiebung von klassischem CTV hin zu Social Video.
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