Beobachtetes Signal · 15. Apr. 2026 · Regulation · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Große Plattformen ignorieren laut Audit Global Privacy Control Signale
Eine aktuelle Prüfung zeigt, dass Microsoft, Meta und Google Global Privacy Control (GPC) Opt-Out-Signale häufig ignorieren und damit teilweise gegen staatliche Datenschutzvorgaben verstoßen. Google berücksichtigte GPC-Signale demnach in rund 14 Prozent der Fälle, Meta in etwa 31 Prozent, während Microsoft in etwa der Hälfte der Fälle trotz Verbot weiter Tracking-Aktivitäten durchführte. Alle drei Konzerne weisen die Ergebnisse zurück und verweisen auf technische Notwendigkeiten oder ein angeblich missverstandenes Produktverhalten. Der Datenschutzforscher Timothy Libert schlug unterdessen eine einzeilige Code-Änderung vor, um Cookies nach einem Opt-Out zuverlässig zu unterbinden. Der Beitrag beleuchtet zudem algorithmische Trend-Simulationen von Chaotic Good Projects, Anpassungen bei der Meta-Moderation sowie diverse AdTech-Marktaktivitäten wie die Series-B-Finanzierung von Bluefish, die Instaleap-Übernahme durch Instacart, Entlassungen im Disney-Marketingbereich, neue YouTube-Livestream-Werbeformate und bevorstehende Durchsetzungsmaßnahmen von Google gegen Browser-Back-Button-Hijacks.
Die Erkenntnisse, dass große Plattformen standardisierte Opt-Out-Signale mutmaßlich ignorieren, beeinträchtigen die Consent-Durchsetzung, regulatorische Compliance, Publisher-Monetarisierung sowie Targeting und Messung im gesamten Werbeökosystem. Etwaige regulatorische Maßnahmen oder geänderte Richtlinien würden weitreichende Branchenfolgen nach sich ziehen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ein Audit ergab, dass Google Global Privacy Control (GPC) Signale in nur 14 Prozent der Fälle berücksichtigte.
- Laut dem Bericht honorierte Meta GPC-Einwilligungssignale in 31 Prozent der Fälle.
- Microsoft setzte das Tracking trotz GPC-Untersagung in etwa der Hälfte der Fälle fort; das Unternehmen widerspricht der Darstellung und verweist auf operationell notwendige Cookies.
- Timothy Libert, ehemaliger Leiter für Cookie-Richtlinien und Compliance bei Google sowie Gründer von webXray, schlug eine einfache Code-Modifikation zur Unterbindung von Cookies nach einem Opt-Out vor.
- Der Artikel berichtet ferner über algorithmische Manipulationstaktiken von Chaotic Good Projects zur Beeinflussung von TikTok- und YouTube-Algorithmen sowie über Änderungen an Metas internen Community-Standards bezüglich des Begriffs "antifa".
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