Beobachtetes Signal · 29. Okt. 2025 · Technical Release · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Live-Sport triumphiert trotz AdTech-TID-Turbulenzen
Der AdExchanger-Überblick beleuchtet aktuelle AdTech-Signale und Plattformverschiebungen. Im Fokus steht Prebids geplante Version 10.9 zur Zuweisung eindeutiger TIDs pro SSP und der Gegenwind von The Trade Desk. Dies führte zu einer Kehrtwende, sodass Publisher nun zwischen universellen und verkäuferspezifischen TIDs wählen können, bei einer Adoptionsrate der Version 10.9 von nur rund 1 %. Zudem wird The Trade Desks OpenAds-Wrapper besprochen, der universelle TIDs voraussetzt, sowie die anhaltende Monetarisierung von Live Sports als Reichweitentreiber und das Geschäftsmodell des Startups Clipping. Weitere Themen umfassen eine Klage des Staates Texas gegen Kenvue bezüglich Tylenol-Marketing, die Partnerschaft von PayPal und OpenAI für In-App-Shopping in ChatGPT, Führungswechsel bei The Trade Desk – Jed Dederick verlässt das Unternehmen, Anders Mortensen wird neuer CRO – sowie Googles Chrome-Richtlinienupdate, das bei HTTP-Seiten künftig Nutzerabfragen erfordert.
Die Richtlinienaktualisierung von Google Chrome und parallele AdTech-Signaländerungen bei Prebid entfalten branchenweite Auswirkungen auf Identitätsmanagement und Aussteuerung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Prebid kündigte an, dass Version 10.9 anstelle einer universellen TID pro SSP eindeutige TIDs für jede verkaufende SSP zuweisen wird.
- The Trade Desk hat OpenAds eingeführt, einen Auction Wrapper, der von Publishern die Übermittlung universeller TIDs verlangt.
- Prebid lenkte ein: Künftige Updates erlauben Publishern die Wahl zwischen universellen TIDs und seller-spezifischen TIDs, wobei nur 1 % des Traffics auf Version 10.9 aktualisiert wurde.
- PayPal und OpenAI gaben eine Partnerschaft bekannt, die direkte Bezahlvorgänge für E-Commerce in ChatGPT ermöglicht.
- Ab kommenden Oktober wird Google Chrome die Erlaubnis der Nutzer einfordern, sobald auf Websites via HTTP anstelle von HTTPS zugegriffen wird.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
KI-Agenten verändern Rollen und Geschäftsmodelle im AdTech-Markt
Der Artikel analysiert, wie KI-Agenten und das Advertising Context Protocol (AdCP) das programmatische Werben transformieren. KI-Agenten entwickeln sich von einfachen Chatbots zu autonomen Systemen, die Mediaeinkäufe planen, verhandeln und ausführen können. AdCP bietet eine standardisierte Kommunikationsebene, die Buyer-Agents und Seller-Agents die Interaktion über Plattformen hinweg ermöglicht. Dieser Wandel führt vom plattformzentrierten Media Buying hin zum agentenbasierten Advertising, bei dem Media-Briefings zu ausführbaren Aufgaben für KI-Agenten werden. Der Artikel diskutiert veränderte Rollen für Agenturen, DSPs, SSPs und Publisher und hebt neue KI-native Akteure wie Concord und Apostra hervor. Traditionelle Intermediäre stehen unter Druck, sich zu differenzieren, während der Fokus auf Daten, Integration und Kontext verlagert. Das Fazit: Operative Exzellenz allein genügt nicht mehr; ein tiefes Verständnis von Kunden und Geschäftszielen wird entscheidend.
Konsumgüter-Health-Marken übernehmen CPG-Medienstrategien
Konsumgüter-Health-Marken übernehmen zunehmend CPG-typische Medienstrategien, um sich an verändertes Verbraucherverhalten und regulatorische Änderungen zugunsten von OTC-Arzneimitteln anzupassen. Die OTC-Verkäufe stiegen 2025 auf 58,2 Mrd. US-Dollar, und die FDA signalisierte Offenheit für mehr Umstellungen von verschreibungspflichtigen zu freiverkäuflichen Medikamenten. Opella, ausgegliedert aus Sanofi, ist ein Beispiel: Das Unternehmen investiert stark in Retail Media, Creator Marketing, Paid Social und Search; 60 % der Medieninvestitionen fließen in digitale Kanäle. Intern wurde ein 85-köpfiges Team aufgebaut, das generative KI für die schnelle Erstellung von Werbemitteln nutzt, und Programmatic- und Suchmedia wurden ins Haus geholt, um den ROI zu steigern. Auch andere Unternehmen wie Kenvue und Hims & Hers verfolgen ähnliche Ansätze. Die Veränderung bringt Herausforderungen mit sich, etwa die Navigation durch Retail-Media-Reibungen und die Balance zwischen langfristigem Markenaufbau und messbarer Performance – ein Spagat, der CPG-Vermarktern bereits schwerfällt. Auch KI-Suche wird zum wichtigen Tor zu Gesundheitsinformationen, weshalb Marken LLM-Zitationen überwachen müssen.
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