Beobachtetes Signal · 14. Aug. 2024 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
LinkedIn testet TikTok-ähnlichen „Videos For You“-Feed für mobile Nutzer
LinkedIn pilotiert exklusiv in der mobilen App ein neues Video-Discovery-Feature namens Videos For You. Dieses im TikTok-Stil gehaltene Format präsentiert mehrere Videoclips in einem Karussell, durch das Anwender wischen können, während sich Inhalte im Vollbildmodus öffnen lassen. Dieser Test, der auf eine mögliche breitere Einführung hindeutet, flankiert LinkedIns stark gestiegenen Fokus auf Video-Inhalte. Laut dem 2024 B2B Marketing Benchmark Report verzeichnen LinkedIn-Video-Uploads einen Zuwachs von 45 Prozent im Jahresvergleich. Parallel zu diesem neuen Bereich existiert bereits ein dedizierter Video-Feed, und das TheWire-Programm erprobt derzeit In-Stream Video Ads für Marken. Sollten signifikante Teile der über eine Milliarde LinkedIn-Mitglieder regelmäßig relevante Videos konsumieren, könnte dies die Sichtbarkeit von Creatorn und Marken sowie die Verweildauer auf der Plattform signifikant steigern. Dies eröffnet potenziell neue Werbe- und Engagement-Möglichkeiten, wenngleich konkrete Zeitpläne für einen roll-out noch ausstehen.
Der begrenzte Test eines neuen Video-Discovery-Formats auf einer führenden professionellen Plattform hat das Potenzial, Nutzendengagement und Werbeumsätze maßgeblich zu beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- LinkedIn-Video-Uploads stiegen laut dem 2024 B2B Marketing Benchmark Report im Jahresvergleich um 45 %.
- Ein dedizierter Video-Bereich namens Videos For You wird im mobilen Feed getestet.
- Nutzer wischen horizontal durch ein Karussell, um Videos anzusehen, und können diese im Vollbildmodus öffnen.
- LinkedIns Wire-Programm testet derzeit In-Stream Video Ads für Marken.
- LinkedIn verfügt über mehr als 1 Milliarde registrierte Mitglieder.
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AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
Ambition, Entlassung und Risiko bei Changemakers
Auf der Changemakers-Konferenz der Marketing Society ging es um Karriere-Resilienz, Ambition und Scheitern. Laura Brown, ehemalige Chefredakteurin der InStyle, sprach über ihre Entlassung und die Bedeutung persönlicher Eigenständigkeit gegenüber Jobtiteln. Sofia Hernandez, Ex-TikTok-Führungskraft, erzählte von ihrem Ausstieg aus gesundheitlichen Gründen und dem schnellen Verlust von Status. Wendy Kula, jetzt CMO bei Saucony, nahm sich nach einer Umstrukturierung bei Nike ein Jahr Auszeit gegen Burnout. Maryam Banikarim, frühere Hyatt-CMO, zog sich mit 50 zurück, um Prioritäten zu setzen. Sam Tomlinson, CEO von MediaSense, plädierte für eine 'Learn-fast'-Kultur und kritisierte übertriebenes Risikomanagement. Im Fokus stand die Neudefinition von Erfolg jenseits von großen Titeln.
Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
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