Beobachtetes Signal · 21. Okt. 2026 · Opinion / Commentary · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
LEONINE-Chef Fred Kogel wünscht sich mehr Zukunftslust
In einem Gastbeitrag für DWDL äußert Fred Kogel, CEO der LEONINE Studios und Vorstandsmitglied der Produktionsallianz, seine Wünsche für die Zukunft der deutschen Medien- und Produktionsbranche. Er reflektiert 45 Jahre Branchenwandel – vom Privatradio bis zu KI – und betont, dass Produzenten Veränderungen annehmen statt fürchten sollten. Er fordert wirksame Investitionsverpflichtungen, wettbewerbsfähige Steueranreize und bessere wirtschaftliche Bedingungen, einschließlich fairer Erlösbeteiligung und Kostendeckung. Kogel plädiert für kurze Entscheidungswege, mehr lokale Autonomie und eine Kultur, die Ausprobieren und entschlossenes Handeln fördert. Er unterstreicht die Bedeutung von Eigenverantwortung, Investitionen in Technologie und Talente sowie Vertrauen als Wettbewerbsvorteil. Zudem hebt er den Wert qualitativ hochwertiger Inhalte und gemeinsamer Erlebnisse in einer fragmentierten Medienlandschaft hervor. Sein zentraler Wunsch: mehr Lust auf Zukunft.
Einblicke eines führenden deutschen Produzenten in Branchenherausforderungen und Forderungen nach Investitionsanreizen, relevant für die Content-Produktion und Medienpolitik.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- LEONINE-Studios-CEO Fred Kogel verfasste einen Gastbeitrag für DWDL.
- Kogel ist seit 45 Jahren in der Medienbranche tätig.
- Er fordert wirksame Investitionsverpflichtungen in Deutschland.
- Er setzt sich für wettbewerbsfähige Steueranreize ein.
- Er betont die Notwendigkeit fairer wirtschaftlicher Bedingungen für Produzenten.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
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Stefan Oelze: Chancen durch Internationalisierung und KI nutzen
In einem Gastbeitrag für die 25-Jahre-Serie von DWDL fordert Stefan Oelze, Geschäftsführer der Rosebank Entertainment AG, die deutsche Film- und TV-Produktionsbranche auf, den größten technologischen und wirtschaftlichen Umbruch ihrer Geschichte zu bewältigen. Er sieht zentrale Chancen in der Internationalisierung, der Nutzung von KI und der Schaffung von Investitionsanreizen wie einem Steueranreizmodell nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Oelze verweist auf das 31-prozentige Wachstum der britischen Spielfilmproduktion auf 3,8 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025, das er auf ausländische Investitionen und günstige Rahmenbedingungen zurückführt. Er fordert, die Werte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verteidigen und sich gleichzeitig an KI-bedingte Veränderungen in Arbeitswelt und Geschäftsmodellen anzupassen. Er betont die Notwendigkeit von Partnerschaften, um die Zukunft der Branche aktiv zu gestalten.
Leonine peilt trotz schwieriger Marktbedingungen 500-Millionen-Umsatzmarke an
Leonine Studios CEO Fred Kogel blickt trotz anhaltender Marktunsicherheiten auf die künftige Geschäftsentwicklung des Medienkonzerns. Im Jahr 2025 steigerte das Unternehmen den Umsatz um knapp sechs Prozent auf 432,3 Millionen Euro, während die Gesamtleistung um fast acht Prozent auf 477,1 Millionen Euro kletterte. Kogel bezeichnet das Jahr 2026 als das bisher herausforderndste seit der Gründung und verweist auf sinkende Senderbudgets, Produktionsverzögerungen sowie veränderte Branchendynamiken. Zusätzliche Sorgen bereiten regulatorische Hürden wie die deutsche Investitionsverpflichtung und das Ausbleiben einer Steuergutschrift sowie Marktkonsolidierungen. Mittelfristig strebt Leonine durch organisches Wachstum einen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro an. Um dieses Ziel zu stützen, expandiert das Unternehmen mit der im Juli gestarteten Einheit Leonine C_ gezielt in die Bereiche Branded Entertainment und Creator Content.
Produzent Moszkowicz wünscht sich Rechte für deutsche Produzenten
In einem Gastbeitrag für DWDL plädiert Martin Moszkowicz, Geschäftsführer der Transcontinental Entertainment Studios, für einen Systemwechsel in der deutschen Film- und TV-Branche. Er kritisiert, dass Produzenten oft nur als Werkvertragsnehmer oder Dienstleister auftreten und Rechte und Erlöse an Sender, Streamer und Verleiher verlieren. Moszkowicz skizziert eine Zukunft, in der Produzenten die Rechte behalten, Inhalte an Sender und Streamer innerhalb definierter Fenster lizenzieren, als Rechteinhaber agieren und eine direkte Beziehung zum Publikum aufbauen. Er betont die Bedrohung durch KI und globale Plattformen, die Produzenten ohne Rechte und Daten zu austauschbaren Zulieferern machen könnten. Als Vorbilder nennt er Frankreich, Großbritannien und Skandinavien, wo Produzenten ihre Stoffe besitzen. Sein Wunsch: In 25 Jahren sollte einer deutschen Produktionsfirma etwas gehören.
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