Beobachtetes Signal · 8. Okt. 2025 · Regulation · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Richterin Brinkema bleibt im Google-Kartellverfahren unnachgiebig
Bundesrichterin Leonie Brinkema leitet das Kartellverfahren des US-Justizministeriums gegen das Publisher-Ad-Tech-Geschäft von Google und zeigt sich skeptisch bezüglich der vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen. Die Plädoyers werden für Mitte November erwartet, sofern keine Einigung erzielt wird. Google strebt Berufung an und bevorzugt verhaltensbezogene Änderungen, während das Justizministerium strukturelle Reformen wie die Veräußerung des AdX Publisher Ad Servers fordert. Das Verfahren hat zudem Folgeklagen von Supply-Side-Plattformen wie OpenX, PubMatic und Magnite ausgelöst. Unterdessen positioniert sich Microsoft Invest als bevorzugter Migrationspartner für die Amazon DSP, und Amazons SSP erhält den Status eines 'Preferred SSP' in der Certified Supply Exchange. Zudem kündigt Mozilla an, programmatische Werbung auf der Firefox-New-Tab-Seite zu integrieren, wobei das Inventar über Index Exchange PMP-Deals bezogen wird. Eine neue Gesetzgebung in Kalifornien verpflichtet Streaming-Dienste zudem zur Absenkung der Lautstärke bei Werbeinhalten.
Regulatorische und plattformspezifische Entwicklungen im Ad-Tech-Markt, getrieben durch ein wegweisendes Kartellverfahren und strategische Partnerschaften.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Bundesrichterin Leonie Brinkema leitet das DOJ-Kartellverfahren gegen das Google Ad Tech-Geschäft; Plädoyers sind für Mitte November angesetzt.
- Google bevorzugt verhaltensbezogene Änderungen und plant Berufung, während das DOJ strukturelle Maßnahmen inklusive der Veräußerung des AdX Publisher Ad Servers fordert.
- Microsoft Invest agiert als bevorzugter Migrationspartner für die Amazon DSP, und die Amazon SSP sichert sich den Status als 'Preferred SSP'.
- Mozilla bringt programmatische Werbung auf die Firefox New Tab-Seite, vermarktet über Index Exchange PMP-Deals.
- Kalifornische Gesetzgebung erfordert künftig eine Begrenzung der Lautstärke bei Streaming-Werbeinhalten.
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Richterin wägt Googles Ad-Tech-Zukunft nach Plädoyers im Kartellverfahren ab
Die Schlussplädoyers im US-Kartellverfahren gegen Google im Bereich Ad Tech sind abgeschlossen, und Richterin Leonie Brinkema entscheidet über das Schicksal von Googles Sell-Side Ad-Tech-Geschäft AdX. Das DOJ drängt auf eine strukturelle Maßnahme in Form einer Entflechtung von AdX und argumentiert, dass rein verhaltensbezogene Auflagen Google Spielraum lassen würden, das Urteil zu unterminieren. Google hingegen hält Vertrauen für den Kern der Angelegenheit und hält eine vollständige Trennung für unnötig. Googles Anwältin Karen Dunn verwies auf das Google Search-Kartellverfahren und plädierte für mildere Auflagen. Die Richterin äußerte Bedenken hinsichtlich der Umsetzungsgeschwindigkeit von Abhilfemaßnahmen angesichts der rasanten Innovation im Ad-Tech-Sektor. Ein potenzieller Käufer wie Microsoft wurde ins Gespräch gebracht, allerdings ohne konkreten Interessenten, und eine Entflechtung könnte weitere kartellrechtliche Prüfungen nach sich ziehen. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet, wobei Berufungen als wahrscheinlich gelten.
DOJ und Google streiten im Kartellverfahren über AdTech-Abhilfemaßnahmen
Das US-Justizministerium (DOJ) und Google haben im laufenden Kartellverfahren bezüglich Googles AdTech-Stack aktualisierte Schriftsätze zu den geplanten Abhilfemaßnahmen eingereicht und ihre Positionen vor den Plädoyers geschärft. Google argumentiert, dass eine Veräußerung der sell-side AdX zeitaufwendig und unnötig sei, und schlägt stattdessen vor, Prebid für Display-Anzeigen im Open Web in AdX zu integrieren, während für Video-, Connected TV- und In-App-Formate sowie bestimmte programmatische Verpackungen Ausnahmen gelten sollen. Das DOJ fordert dagegen strukturelle Maßnahmen zur Wiederherstellung des Wettbewerbs, darunter die mögliche Abtrennung von AdX und DFP sowie einen Treuhandfonds zur Entschädigung von Publishern. Zudem wurden die Offenlegung der Ad-Server-Logik und Vorkehrungen für Publisher vorgeschlagen. Die Richter Brinkema und Mehta äußerten Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität und der Auswirkungen auf Publisher, was die laufenden Verhandlungen über Durchsetzungsmaßnahmen maßgeblich prägt.
Google und DOJ reichen vorgeschlagene Maßnahmen im Ad-Tech-Fall ein
Google und das Justizministerium haben konkurrierende Vorschläge für die endgültigen Maßnahmen im Ad-Tech-Kartellverfahren eingereicht. Das 41-seitige Dokument enthält Maßnahmen wie die Verpflichtung von Google, AdX mit Prebid zu verbinden, Bid-Anfragen von Nicht-Google-Ad-Servern zu akzeptieren und DFP- und AdX-Verträge zu trennen. Beide Seiten stimmen in den Kernmaßnahmen überein, streiten jedoch über Details wie Umsetzungsfristen, Datenzugriffsbedingungen und die Auswahl und Befugnisse eines Compliance-Monitors. Das DOJ fordert schnellere globale Umsetzung und stärkere Datenrechte, während Google mehr Zeit und schwächere Überwachungssprache verlangt. Richterin Brinkema muss die Streitigkeiten nun beilegen, bevor sie eine endgültige Anordnung erlässt.
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