Beobachtetes Signal · 10. Feb. 2016 · Funding · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Improve Digital investiert 12 Millionen Euro in Wachstum und Europa-Expansion
Improve Digital, ein europäischer Anbieter von Monetarisierungs-Technologie für Publisher, kündigt eine Investition von 12 Millionen Euro zur Weiterentwicklung seiner 360 Platform und für die europäische Expansion an. Die Mittel fließen in die technologische Entwicklung – insbesondere im Bereich Video – sowie in die Eröffnung neuer Lokalbüros, um die Zusammenarbeit mit Kunden in Märkten wie DACH, Skandinavien, Frankreich und Italien zu stärken. Das Unternehmen, das 2015 profitabel arbeitete und ein Umsatzwachstum von über 60 Prozent verzeichnete, baut zudem sein Führungsteam aus und ernennt Marc Roos mit Wirkung zum 1. Februar 2016 zum COO. Roos bringt zwei Jahrzehnte Branchenerfahrung von Unternehmen wie imgZine und der Telegraaf Media Group ein. Mit Hauptsitz in Amsterdam und bestehenden Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Belgien und Spanien festigt Improve Digital seine Position als führender Technologiepartner für europäische Medienhäuser im programmatischen Ökosystem.
Die signifikante Investition und europäische Expansion unterstreichen das starke Wachstum und die anhaltende Konsolidierung im Bereich der AdTech-Monetarisierungstechnologien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Improve Digital investiert 12 Millionen Euro in die 360 Platform und die europäische Expansion.
- Marc Roos übernimmt zum 1. Februar 2016 die Position des COO.
- Das Unternehmen war 2015 profitabel und verzeichnete ein Umsatzwachstum von über 60 Prozent.
- Geplante Eröffnung neuer Büros in den Märkten DACH, Skandinavien, Frankreich und Italien.
- Hauptsitz in Amsterdam sowie Niederlassungen in Deutschland, UK, Belgien und Spanien zur Betreuung von über 250 Top-Publishern.
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Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Swisscom startet Kinderschutz-App mit Ohana-Technologie
Swisscom, der größte Telekomanbieter der Schweiz, hat eine neue App namens Kids Security auf den Markt gebracht, die auf Technologie des österreichischen Startups Ohana basiert. Ohana liefert und betreibt die White-Label-Plattform, die Swisscom unter eigener Marke anbietet. Die App bietet Funktionen wie Bildschirmzeitverwaltung, App-Überprüfung auf Altersfreigabe, einen Lernmodus zur Reduzierung von Ablenkungen, Standortfreigabe und Nutzungsstatistiken mit Empfehlungen von Experten. Der Service kostet 4,90 Franken pro Monat (rund 5,20 Euro), im ersten halben Jahr die Hälfte, und gilt für beliebig viele Kinder und Geräte, sofern mindestens ein Haushaltsmitglied ein Swisscom-Mobilabo hat. Ohana-CEO Christian Orgler betont die Einbindung der Kinder und sieht den Deal als großen Schritt im B2B-Geschäft. Ohana hat zudem eine Partnerschaft mit dem österreichischen Telekomanbieter Drei, aber der Swisscom-Deal ist das erste White-Label-Angebot. Das Startup sieht sich Konkurrenz durch die integrierten Kinderschutzfunktionen von Apple und Google sowie anderen Parental-Control-Apps gegenüber.
Mona und Mateo inszenieren Swisscom-Jugendkampagne mit Split-Screen-Mechanik
Die Zürcher Kreativagentur Mona und Mateo hat die Launch-Kampagne für den neuen Swisscom-Jugendrabatt „Young Benefit“ entwickelt. Die breit angelegte Kampagne bespielt in der gesamten Schweiz die Kanäle OOH, DOOH, Kino, Online sowie Social Media. Das zentrale visuelle und konzeptionelle Element bildet ein Split-Screen-Motiv, das den Kontrast zwischen halbem Preis und vollem Netz abdunkelt. Diese Mechanik wurde kanalspezifisch adaptiert: Im Kino wird der Split-Screen akustisch und visuell über die beiden Hälften des Kinosaals ausgespielt, während im Audiospot die Stimmen gezielt auf den linken und rechten Audiokanal verteilt werden. Die Kampagne zielt darauf ab, das Angebot zielgruppengerecht an junge Menschen zu kommunizieren, die über ein begrenztes Budget, jedoch über hohe Erwartungen an die Konnektivität verfügen.
Schweizer Marken agieren bei ChatGPT-Werbung vorerst abwartend
OpenAI hat ChatGPT-Werbung rund zehn Tage vor Redaktionsschluss in 31 europäischen Märkten, darunter der Schweiz, freigeschaltet. Grosse Werbetreibende wie McDonald's, Aldi und Denner planen derzeit jedoch keine Schaltungen, während Swisscom, Coop und Migros die Formate und Preise noch evaluieren. Mediaagenturen verzeichnen zwar hohes Interesse, aber kaum konkrete Buchungsanfragen. Omnicom und Havas, beide Partner von OpenAI, betonen, dass zunächst Brand-Safety- und Compliance-Richtlinien finalisiert werden müssen, bevor Budgets fliessen. Experten erwarten kurzfristig keine grossen Umschichtungen der Werbeausgaben, auch aufgrund der starken Distribution von Google und dessen AI-Mode-Ads. Ein Forschungsinstitut schätzt, dass der US-Chatbot-Werbemarkt bis 2030 ein Volumen von 5,4 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Agenturen sehen ChatGPT vor allem für performance-orientierte, beratungsintensive Kategorien als geeignet an, während Luxusgüter oder B2B-Kampagnen, die Spitzenverdiener ansprechen, ungeeignet erscheinen, da Werbung nur in kostenlosen und günstigen ChatGPT-Tiers ausgespielt wird.
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