Beobachtetes Signal · 30. Mai 2022 · Research Report · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
HRW-Bericht wirft EdTech-Apps Datenschutzverstöße bei Kindern vor – Schoolfox kontert
Human Rights Watch (HRW) hat einen Bericht veröffentlicht, wonach 146 von 164 untersuchten EdTech-Produkten (89 Prozent) während der COVID-19-Pandemie die Privatsphäre von Kindern gefährdet oder verletzt haben. Die zwischen März und August 2021 in 49 Ländern analysierten Lern-Tools sollen personenbezogene Daten von Kindern an 196 Drittunternehmen, überwiegend aus dem Bereich der AdTech-Branche, übermittelt haben. Laut HRW ermöglichten Tracking-Technologien wie die Android Advertising ID die Erstellung von Nutzerprofilen von 86,9 Millionen Kindern. Das österreichische Startup SchoolFox, eine GoStudent-Tochter, die an bayerischen Schulen weit verbreitet ist, gehörte zu den genannten Apps. SchoolFox wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Google Firebase Cloud Messaging ausschließlich für Push-Nachrichten zu nutzen und keine Android Advertising ID zu erheben oder zu übertragen. HRW fordert einen sofortigen Stopp der Datenerhebung in Schul-Apps sowie die Löschung aller bei AdTech-Unternehmen gespeicherten Kinderdaten.
Eine aufsehenerregende Menschenrechtsuntersuchung, die EdTech-Plattformen vorwirft, Kinderdaten mit AdTech-Unternehmen zu teilen, erhöht das regulatorische und reputationsbezogene Risiko für die Werbeindustrie und könnte die Gesetzgebung zum Schutz von Kinderdaten beschleunigen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Human Rights Watch untersuchte zwischen März und August 2021 insgesamt 164 EdTech-Produkte in 49 Ländern.
- Dem Bericht zufolge gefährdeten oder verletzten 146 von 164 (89 Prozent) EdTech-Produkten die Datenschutzrechte von Kindern.
- Kinderdaten wurden an 196 Drittunternehmen, vorwiegend aus der AdTech-Branche, weitergegeben oder zugänglich gemacht.
- SchoolFox, eine Tochtergesellschaft von GoStudent, wies die Vorwürfe zurück und erklärte, keine Android Advertising ID zu erheben oder zu übertragen.
- HRW fordert EdTech- und AdTech-Unternehmen auf, die Verarbeitung von Kinderdaten zu Werbezwecken einzustellen und erhobene Daten zu löschen.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen“Provider of Firebase Cloud Messaging, which SchoolFox says it embeds as an SDK for push notifications....”
“Mentioned among the digital tools examined by HRW....”
“Mentioned via WhatsApp and Facebook among the digital tools examined by HRW....”
“Mentioned via Minecraft and Microsoft Teams among the digital tools examined by HRW....”
“Mentioned via Cisco WebEx among the digital tools examined by HRW....”
“Mentioned among the digital tools examined by HRW....”
“Mentioned among the digital tools examined by HRW....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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