Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2024 · Analysis · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Gen Z wendet sich von Google ab: Der Wandel des Suchverhaltens
Eine von Business Insider zitierte Analyse von Bernstein Research zeigt, dass jüngere Generationen zunehmend den Begriff des „Googelns“ ablegen und stattdessen generisch „suchen“. Dies spiegelt einen breiteren Wandel wider, der durch Plattformen wie TikTok, ChatGPT und Perplexity angetrieben wird. Trotz Googles dominanter Marktposition von über 90 Prozent und jüngsten kartellrechtlichen Gerichtsentscheidungen, die ein Monopol feststellten, zeigt der „State of Search 2024“-Report von Claneo und Appinio, dass 81 Prozent der Befragten Google mindestens alle zwei bis drei Tage nutzen, während 71 Prozent für die Videosuche auf YouTube vertrauen. Dennoch prognostiziert Gartner einen potenziellen Rückgang des klassischen Suchvolumens um 25 Prozent bis 2026. Marken reagieren bereits auf diese veränderte Suchlandschaft, in der KI-gestützte Suchwerkzeuge zunehmend als echte Alternativen zu Google an Bedeutung gewinnen.
Der Trend verdeutlicht eine fundamentale Verschiebung im Suchverhalten hin zu alternativen Plattformen und KI-Tools, was langfristig Auswirkungen auf Googles Marktdominanz haben kann. Die Branchenrelevanz wird als moderat eingestuft.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Bernstein Research und Business Insider berichten, dass jüngere Zielgruppen zunehmend „suchen“ statt „googeln“.
- Ein US-Bundesrichter stufte Google im Rahmen von Kartellverfahren als Monopolisten ein.
- Der „State of Search 2024“-Report (Claneo & Appinio) verzeichnet, dass 81 Prozent Google mindestens alle zwei bis drei Tage nutzen.
- Laut demselben Report greifen 71 Prozent der Befragten für die Videosuche auf YouTube zurück.
- Gartner prognostiziert einen möglichen Rückgang des klassischen Suchvolumens um 25 Prozent bis zum Jahr 2026.
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Zero-Click-Suche verlagert Marketing in den Social Feed
Die Verlagerung von Google hin zu KI-generierten Antworten reduziert traditionelle Suchreferral-Traffic, wobei Zero-Click-Suchen nun 68% aller Suchanfragen ausmachen. Dieser Artikel argumentiert, dass sich der Marketingfokus auf soziale Medien-Feeds verlagern muss, die sowohl als Suchmaschinen als auch als Quellmaterial für KI-Antworten dienen. Die New York Times verzeichnete einen Rückgang des organischen Suchtraffics von 44% auf 36,5% in drei Jahren. Vermarkter benötigen neue Tools zur Analyse von Videoinhalten, die auf Plattformen wie YouTube (84% Erwachsenenreichweite) und TikTok dominieren, da herkömmliche textbasierte Listening-Tools Tonfall und visuellen Kontext nicht erfassen. Der Artikel betont die Überwachung echter Publikumsreaktionen als Schlüssel zur Markenwahrnehmung.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
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