Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · Policy Update · Quelle: t3n · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv

Galaxus löscht 380.000 Bewertungen wegen Manipulation

Zusammenfassung des Signals

Der Schweizer Online-Händler Galaxus hat einen Bewertungsschnitt durchgeführt und rund 380.000 Produktbewertungen – etwa vier Prozent des Gesamtbestands – gelöscht. Gleichzeitig wurden die Richtlinien verschärft: Künftig dürfen nur noch Kunden Bewertungen abgeben, die das Produkt tatsächlich über Galaxus oder die Schwestermarke Digitec erworben und erhalten haben. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf wiederholte Manipulationsversuche durch Hersteller und deren Umfeld. So hatten Nicht-Käufer und Mitarbeiter ein Sicherheitsprodukt mit Fünf-Sterne-Wertungen versehen, während verifizierte Käufer es deutlich kritischer bewerteten. Durch die strengeren Regeln für verifizierte Käufe will Galaxus Lobhudelei und sachfremde Frustbewertungen, etwa zu Lieferverzögerungen, reduzieren. Trotz des Verlusts historischer Daten erwartet das Unternehmen eine Steigerung der Glaubwürdigkeit. Bereits in der Vergangenheit hatte der Retailer im Zuge von Transparenzinitiativen Rückgabe- und Reparaturmetriken veröffentlicht.

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Hohe Konfidenz

Änderungen bei der Verifizierung von Bewertungen beeinflussen das Vertrauen im E-Commerce und die Zuverlässigkeit von Produkt-Ratings, was direkte Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit von Retail Media und Marktplatz-Moderationspraktiken hat.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Galaxus hat rund 380.000 Produktbewertungen gelöscht, was etwa 4 % des Gesamtbestands entspricht.
  • Künftig dürfen ausschließlich Kunden eine Bewertung abgeben, die das Produkt über Galaxus oder Digitec gekauft und erhalten haben.
  • Die Maßnahme erfolgte als Reaktion auf Manipulationsversuche, bei denen Mitarbeiter und das Umfeld von Herstellern überhöhte Fünf-Sterne-Wertungen abgaben.
  • Bisher durften alle registrierten Nutzer bewerten; obwohl der Kaufstatus markiert wurde, flossen auch unverifizierte Bewertungen in die Gesamtwertung ein.
  • Galaxus veröffentlicht im Rahmen von Transparenzinitiativen bereits Retourenquoten, Garantiefälle und durchschnittliche Reparaturdauern.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: t3n•Veröffentlicht: 10. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Galaxus zieht die Reißleine und löscht 380.000 Bewertungen – das ist der Grund”

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Retailer & Marketplace8. Juni 2026

Digitec Galaxus löscht 380.000 Produktbewertungen zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit

Am 8. Juni 2026 kündigte Digitec Galaxus die Löschung von rund 380.000 Produktbewertungen an – dies entspricht etwa 4 % aller Bewertungen auf den Plattformen. Künftig sind Rezensionen ausschließlich auf Kunden beschränkt, die ein Produkt nachweislich über Digitec oder Galaxus erworben und erhalten haben. Dieser Schritt folgt auf Entdeckungen, wonach Mitarbeiter von Herstellern und deren Netzwerke positive Bewertungen ohne echten Kauf abgegeben hatten. Ziel der Maßnahme ist es, Manipulationen zu minimieren, die Verlässlichkeit der Bewertungen zu steigern und durch Lieferschwierigkeiten ausgelöste Frustbewertungen zu vermeiden. Das Migros-Tochterunternehmen und größte Schweizer E-Commerce-Unternehmen verzeichnete 2025 ein kombiniertes Umsatzwachstum von 17 % auf fast 3,8 Milliarden Schweizer Franken.

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Search & Reputation4. Mai 2026

Google zeigt Anzahl gelöschter Bewertungen zur Stärkung des Vertrauens

Google hat in Deutschland ein neues Transparenzfeature eingeführt, das anzeigt, wie viele Kundenrezensionen im vergangenen Jahr nach Beschwerden wegen Schmähkritik oder Rufschädigung gelöscht wurden. Ausgenommen sind Bewertungen, die nach erfolgreichem Widerspruch wiederhergestellt wurden. Die Zählungen erfolgen in Spannen wie „1“, „2–5“ oder „mehr als 250“. Laut Google hat diese Anzeige keinen Einfluss auf das Suchranking. Medienberichte zeigen jedoch, dass einige Unternehmen über 250 Löschungen aufweisen, was die kommerzielle Dimension professioneller Reputationsmanagement-Dienste verdeutlicht. Die Maßnahme soll zwar das Vertrauen in Online-Bewertungen wiederherstellen, birgt jedoch das Risiko, ehrliche Kritiker abzuschrecken, und wirft Fragen bezüglich der Glaubwürdigkeit von Unternehmen auf, die massiv Löschservices in Anspruch nehmen.

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Der Artikel beleuchtet strukturelle Defizite bei Google Reviews, wo Reputationsmanagement-Agenturen häufig kritische, aber rechtlich zulässige Kundenbewertungen löschen lassen. Als Gegenmaßnahme rollt Google eine neue Benutzeroberfläche aus, die auf Basis des deutschen Rechts ausweist, wie viele Rezensionen nach Beschwerden wegen Verleumdung im Laufe des letzten Jahres entfernt wurden. Dabei werden nur endgültige Löschungen erfasst. Die angezeigten Kennzahlen variieren von vereinzelten Fällen bis hin zu Spalten von über 250 gelöschten Einträgen, was den lukrativen Markt für Lösch-Services verdeutlicht. Laut Google haben diese Löschzahlen keinen direkten Einfluss auf das Suchranking. Dennoch warnt der Bericht vor einem schleichenden Vertrauensverlust bei Nutzern und rät Unternehmen zu konstruktiven, öffentlichen Antworten statt zu aggressiven Löschkampagnen im Rahmen ihrer Brand Reputation.

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