Beobachtetes Signal · 3. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
EU stuft ChatGPT als Suchmaschine ein: Marken benötigen AI-SEO und GEO-Tools
Die Europäische Kommission hat ChatGPT offiziell als „Very Large Online Search Engine“ gemäß dem Digital Services Act eingestuft und damit regulatorisch mit Google und Bing gleichgestellt. Angesichts von über einer Milliarde wöchentlich aktiven Nutzern unterstreicht dieser Schritt die Verlagerung der Product Discovery hin zu KI-generierten Antworten. Eine Analyse der Plattform Azoma zeigt, dass KI-Agenten wie ChatGPT, Gemini oder Amazon Rufus stark divergierende Quellenstrukturen nutzen, weshalb standardisierte SEO-Ansätze nicht mehr greifen. Für Marken reicht klassisches SEO allein nicht mehr aus, da KI-Systeme synthetisierte Empfehlungen liefern, bevor Nutzer Markenwebsites überhaupt besuchen. Erforderlich werden daher spezialisierte GEO-Tools, die Sichtbarkeit auf Prompt-Ebene, Zitationsanalysen, Wettbewerbs-Benchmarking sowie Workflows zur gezielten Optimierung von Inhalten und Produktdaten über multiple KI-Engines hinweg abbilden.
Die offizielle Einstufung von ChatGPT als Suchmaschine durch die EU legitimiert KI-gestützte Suche endgültig und zwingt Marken zur Neuausrichtung ihrer Discovery-Strategien auf AI-SEO und Generative Engine Optimization.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission hat ChatGPT am 31. August 2026 unter dem Digital Services Act als Very Large Online Search Engine eingestuft.
- ChatGPT verzeichnete im August 2026 weltweit mehr als eine Milliarde wöchentlich aktive Nutzer.
- Laut Azoma-Analyse (Q2 2026) variieren Zitationsmuster deutlich: ChatGPT zitiert zu 41 % Earned Media und 37 % Retailer, Gemini hingegen 41 % Retailer und 37 % Earned Media.
- Azoma ermöglicht Prompt-Level-Tracking über ChatGPT, Gemini, AI Overviews, Perplexity, Amazon Rufus, Alexa for Shopping und Walmart Sparky.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“placing it alongside Google and Bing; Google Gemini is among the AI agents tracked....”
“ChatGPT has surpassed one billion weekly active users globally (OpenAI, August 2026)....”
“Amazon Rufus is listed as one of the AI shopping agents....”
“Bing is mentioned as a search engine alongside ChatGPT and Google....”
“Walmart Sparky is listed as one of the AI shopping agents....”
“Perplexity is listed among the AI platforms covered by Azoma....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Azoma analysiert GEO-Tools gegen Traffic-Verluste durch KI-Suchantworten
Die Plattform für Agentic Commerce Optimisation, Azoma, hat Kriterien für die Auswahl von Tools zur Generative Engine Optimisation (GEO) vorgestellt. Hintergrund ist ein Adobe-Bericht, wonach über KI vermittelte Retail-Besucher andere Kanäle bei Engagement und Conversion deutlich übertreffen. Azomas Analyse zeigt, dass unterschiedliche KI-Shopping-Agents wie ChatGPT, Gemini oder Walmarts Sparky stark variierende Quellen zitieren, was ein agentenspezifisches Tracking erfordert. Die Plattform von Azoma bietet Prompt-Level-Tracking über führende KI-Assistenten, Zitationsquellen-Analysen sowie Workflows zur Behebung von Sichtbarkeitslücken. Da Produkte, die in generierten KI-Antworten fehlen, bei finalen Kaufempfehlungen systematisch ignoriert werden, gewinnen integrierte GEO-Lösungen zur Sichtbarkeitsoptimierung massiv an Bedeutung. Azoma arbeitet bereits mit Enterprise-Konzernen wie L'Oréal, Unilever, Mars, Beiersdorf und Reckitt zusammen.
EU stuft ChatGPT unter dem Digital Services Act als Suchmaschine ein
Die EU-Kommission hat ChatGPT im Rahmen des Digital Services Act offiziell als sehr große Online-Suchmaschine eingestuft. Diese Entscheidung verleiht den Forderungen des Verbands Schweizer Medien (VSM) nach einer Urheberrechtsreform neuen Auftrieb. Der VSM argumentiert, dass generative KI-Chatbots zunehmend direkte Antworten statt weiterführender Links liefern, wodurch Publishern essenzieller Traffic und Werbeeinnahmen entzogen werden – über 99 % der Nutzer klicken bei KI-Antworten nicht mehr auf die Quell-Links. Der Verband fordert daher ein technologieneutrales Leistungsschutzrecht, das KI-Anbieter zur Vergütung journalistischer Inhalte verpflichtet. Flankiert wird diese Entwicklung durch die deutsche Medienanstalt ZAK, die das Medienrecht auf KI-Suchdienste anwendet und bereits Beschlüsse gegen Google und Perplexity fasste. Zeitgleich prüft das Schweizer Parlament die Auswirkungen von KI auf Suchmaschinen und Plattformen.
Generative Engine Optimization etabliert sich im Mainstream
Eine Benchmark-Studie von CiteLens analysierte 320 transaktionsorientierte Suchanfragen über vier führende AI Answer Engines hinweg – Google AI Mode, Perplexity, Claude und ChatGPT – und verglich die Zitationen mit den organischen Rankings von Google und Bing. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Divergenzen: Google AI Mode (93 %) und Perplexity (89 %) zitieren überwiegend Quellen aus den Top-10-Google-Ergebnissen, was eine starke Korrelation mit klassischem SEO belegt. Claude bezog 53 % der Zitationen aus den Google-Top-10 und favorisierte etablierte Brands mit Wikipedia-Präsenz (58 %). ChatGPT hingegen generierte nur 30 % seiner Quellen aus Googles Top-10 und verwies verstärkt auf Nischendomains; weniger als 4 % stammten aus den Top-10 von Bing. CiteLens schlussfolgert daraus, dass es kein einheitliches „AI SEO“ gibt, und stellt ein Leaderboard sowie Tooling zur Messung der enginespezifischen AI-Sichtbarkeit bereit.
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