Beobachtetes Signal · 11. Juni 2024 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
EU AI Act: Juristen klären auf über GPT-4 als Hochrisiko-Anwendung
In einem Interview erläutern die Rechtsexperten Alexandra Ciarnau und Axel Anderl von DORDA Rechtsanwälte den schrittweisen Zeitplan des EU AI Act. Nach der Billigung durch den EU-Rat am 21. Mai 2024 treten die Bestimmungen gestaffelt in Kraft: Verbote und KI-Kompetenzvorgaben gelten nach 6 Monaten, Regeln für General-Purpose AI nach 12 Monaten sowie Vorgaben für Hochrisiko-KI nach 24 beziehungsweise 36 Monaten. Zu den Hochrisiko-Anwendungen zählen Emotionserkennung am Arbeitsplatz, autonome Fahrzeuge und automatisiertes Bonitätsscoring. Zudem besteht eine Kennzeichnungspflicht für synthetische Inhalte. Der Einsatz von Modellen wie GPT-4 im Recruiting kann als Hochrisiko eingestuft werden, während die Nutzung für Marketingzwecke unkritisch ist. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des globalen Jahresumsatzes. Die Anwälte betonen, dass Copyright-Schutzmaßnahmen von Microsoft und Google nur begrenzten Schutz bieten, und empfehlen umfassende KI-Schulungen für Mitarbeiter.
Der EU AI Act ist ein wegweisender Regulierungsrahmen für alle KI-Implementierungen, der auch den MarTech- und AdTech-Sektor direkt betrifft. Die klaren Fristen und Compliance-Vorgaben bestimmen maßgeblich, wie generative KI-Modelle künftig in datengetriebenen Geschäftsprozessen eingesetzt werden dürfen.
Marktsignale zu OpenAI in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der EU AI Act wurde am 21. Mai 2024 vom EU-Rat offiziell verabschiedet.
- Die Umsetzungsfristen reichen von 6 Monaten für Verbote bis zu 36 Monaten für bestimmte Hochrisiko-Kategorien.
- Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
- Die Nutzung von GPT-4 für Personalrekrutierung kann als Hochrisiko-KI eingestuft werden.
- Anbieter von synthetischen Inhalten sind zur transparenten Kennzeichnung verpflichtet.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Mentioned as the provider of GPT-4, used by companies via API....”
“Mentioned as provider of Gemini AI and offers 'Copyright Shields' to customers....”
“Mentioned as provider of open-source model Llama 3....”
“Mentioned as offering 'Copyright Shields' to users of its AI applications....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
KI-Aktien fallen nach OpenAI-Umsatzbericht
Die Aktien von Nvidia, Oracle, CoreWeave und anderen KI-Unternehmen fielen am Donnerstag, nachdem Details zu den Umsätzen von OpenAI bekannt wurden. OpenAI teilte Investoren mit, dass es Ende September einen annualisierten Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar erreicht habe, niedriger als die weit verbreitete Zahl von 68 Milliarden US-Dollar. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, die 68-Milliarden-Zahl habe Bruttoumsätze von Partnern enthalten, was einen direkteren Vergleich mit Anthropic ermögliche. OpenAI hob außerdem ein Gesamtwachstum von 77 % im dritten Quartal und ein Wachstum von 107 % im Enterprise-Geschäft hervor. Das Unternehmen bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor, mit einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar, und führt frühe Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde von rund 30 Milliarden US-Dollar.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
USA suspendieren Microsoft und Adobe vom Green-Card-Programm
Das US-Arbeitsministerium hat die Suspendierung von Microsoft und Adobe vom Programm zur dauerhaften Arbeitszertifizierung angekündigt, zusammen mit Cognizant, Infosys, Capgemini, Tata, Wipro und HCL. Minister Keith Sonderling nannte aktive Bundesuntersuchungen als Grund für Microsoft und Adobe und kritisierte, dass diese Unternehmen amerikanischen Arbeitnehmern Arbeitsplätze wegnähmen. Vizepräsident JD Vance warf Microsoft konkret vor, entlassene Mitarbeiter durch H-1B-Visuminhaber ersetzt zu haben. Microsoft verteidigte seine Einstellungspraktiken und betonte, dass die Mehrheit seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und die meisten H-1B-Anträge für bestehende Mitarbeiter gestellt würden. Die Ankündigung erfolgte während eines Gipfels im Weißen Haus zur Bekämpfung von H-1B-Betrug, zeitgleich mit der Verleihung der National Medal of Science an mehrere Tech-CEOs durch Präsident Trump.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
