Beobachtetes Signal · 16. März 2026 · Product Launch · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Disney+ startet mit ‚Verts‘ einen vertikalen Video-Feed für Mobile
Disney+ hat ‚Verts‘ eingeführt, einen wischbaren, vertikalen Video-Feed, der nahtlos in die Navigation der Mobile App integriert ist. Er zeigt Clips aus dem Entertainment-Katalog, lässt Nutzer Watchlists ergänzen oder direkt in die Wiedergabe springen. Das Feature, das im August bereits auf ESPN gestartet war, soll das tägliche Mobile Engagement durch Social-Style-Kurzvideos in einer brand-safe Streaming-Umgebung steigern. Auf der CES kündigte Disney zudem eine Brand Impact Metric an, um cross-format Kampagnen rund um dieses Inventar zu messen. Die Streaming-Branche setzt zunehmend auf diesen Trend: Netflix, Tubi und Peacock entwickeln oder testen ebenfalls vertikale Mobile Feeds. Dies wirft die Frage auf, wie schnell dieses neue Inventar monetarisiert werden kann und welche Ad Tech sowie Measurement-Systeme es im großen Stil unterstützen werden.
Die Einführung eines mobile-integrierten, vertikalen Video-Feeds durch Disney+ schafft neues, First-Party-Werbeinventar im Social-Style und etabliert spezifische Messstandards. Dies wird das Angebot an Premium-Kurzvideo-Ads massiv ausweiten und die Monetarisierungsstrategien im gesamten Streaming-Sektor prägen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Disney+ launcht ‚Verts‘ als wischbaren, vertikalen Video-Feed in der Mobile App (angekündigt am 16.03.2026).
- Verts wurde im August zuvor bereits auf ESPN ausgerollt.
- Disney kündigte auf der CES eine Brand Impact Metric zur Messung cross-format Kampagnen für vertikales Inventar an.
- Netflix-Co-CEO Greg Peters bestätigte, dass vertikale Videos das Redesign der Mobile App im Laufe des Jahres prägen werden.
- Weitere Streaming-Dienste wie Tubi und Peacock entwickeln ähnliche Kurzvideo-Feeds für Mobile, was eine Branchenkonvergenz zeigt.
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Disney+ Launches TikTok-Style Verts for Short-Form Engagement
Disney+ has begun rolling out Verts, a TikTok-style vertical short-form video feed, to U.S. users of its mobile app. Verts surfaces scenes and moments from Disney+ movies and TV shows via a new navigation icon; users can swipe through clips, add titles to their watchlist, or jump directly into full content. Disney says Verts aims to boost daily engagement, reach mobile-first viewers and improve discovery across its catalog, and that the feature will later include creator content and additional formats. The company reported that August tests on Disney+ and ESPN showed Verts drove incremental engagement and attributed personalization to an "advanced algorithm" powering recommendations. The rollout follows other streamers exploring vertical clips (Netflix launched a vertical feed last year) as platforms pursue younger, mobile-native audiences.
Streaming-Plattformen setzen auf Vertical Video, Monetarisierung bleibt unklar
Große Streaming-Dienste integrieren Vertical-Video-Funktionen, um im Wettbewerb mit TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels zu bestehen. Disney hat den Feed 'Verts' für Disney+ gestartet, Netflix rollt Ende des Monats einen ähnlichen Feed aus, Peacock erweitert sein Angebot um einen Bravo-Tab, und Paramount hat seine Mobile App überarbeitet. Bislang bieten die Plattformen in diesen Feeds keine Werbeplätze an, sondern nutzen sie vor allem als Discovery-Engines, um Nutzer zu Long-Form Content zu leiten. Zudem gewinnen Microdramas – vertikal gedrehte, episodische Kurzformate aus China – an Aufmerksamkeit. Neue Anbieter wie VeYou setzen dabei auf Markensponsorings und Product Placement statt auf klassische Werbeblöcke. Branchenbeobachter bezweifeln jedoch, dass große Studios die Dynamik von Social-Media-Plattformen ökonomisch sinnvoll kopieren oder schnell monetarisieren können.
Vertikales Video: Eine Akquisitionsstrategie für die Breitbandlücke
Der Artikel argumentiert, dass die Einführung vertikaler Video-Feeds auf Streaming-Plattformen zu Unrecht mit TikTok verglichen wird. Stattdessen dienen diese Features als Akquisitionsstrategie für 16,7 Millionen US-Haushalte, die ausschliesslich mobil via Smartphone und ohne Festnetz-Breitband das Internet nutzen – eine Lücke laut US-Zensusdaten. Haushalte mit niedrigerem Einkommen weisen eine deutlich geringere Festnetz-Breitband-Penetration auf, was Marken aus CPG, QSR, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation über mobile-first vertikale Erlebnisse in Premium-Streaming-Apps adressieren können. Beispiele sind Disney+ Verts, der vertikale Bravo-Feed von Peacock und das mobile Redesign von Netflix. Die Conversion von vertikalen Clips zu Live-Streams (Peacock meldete 20% während der Olympischen Winterspiele 2026) sowie First-Party-Verhaltenssignale bei Scroll-Sessions gelten als kommerzieller Hebel, allerdings fehlen noch standardisierte Messungen und Preise. Media-Buyer sollten vor den anstehenden Upfront-Verhandlungen vertikale Video-Strategien entwickeln.
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