Beobachtetes Signal · 24. Nov. 2021 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Der „Alle ablehnen“-Button: Keine Universallösung für Consent Management
Der Beitrag beleuchtet, dass die Implementierung eines nach TTDSG geforderten „Alle ablehnen“-Buttons in Cookie-Bannern die Komplexität des Consent Managements oft nicht löst und durch wiederholte Abfragen die User Experience beim Online-Shopping beeinträchtigen kann. Als Referenz dient Frankreich, wo die CNIL-Richtlinien von 2020 ein symmetrisches Design der ersten Ebene mit gleichwertigen Optionen sowie Alternativen wie „Continuer Sans Accepter“ vorschreiben. Analysen von Didomi aus dem Jahr 2021 zeigen rückläufige Zustimmungsraten nach diesen CNIL-Änderungen: Die Gesamt-Consent-Rate sank von 94 Prozent im Februar auf 86 Prozent im April, während die Akzeptanz von „Continuer Sans Accepter“ von 87 Prozent im April auf 73 Prozent im Oktober fiel. Laut France Médias Monde schadete die Ablehnungsfunktion dem Geschäftserfolg indes nicht. Angesichts weiterer regulatorischer Weichenstellungen wie Google Chrome-Restriktionen, ePrivacy, dem Digital Services Act und dem Digital Markets Act unterstreicht der Artikel, dass erfahrene Dienstleister für ein effektives Consent Management unverzichtbar bleiben.
Regulatorische Veränderungen und strengere Vorgaben für das Consent Management und datenschutzkonforme Praktiken im AdTech-Ökosystem erfordern strategische Anpassungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das TTDSG trat am 1. Dezember 2021 in Kraft und beeinflusst seither das Design von Consent-Bannern, etwa durch die Integration eines „Alle ablehnen“-Buttons.
- Die CNIL-Richtlinien für Cookies in Frankreich (Oktober 2020) machten einen symmetrischen „Refuser & Fermer“-Button auf der ersten Ebene sowie die Alternative „Continuer Sans Accepter“ verpflichtend.
- Didomi-Analysen zu den CNIL-Änderungen von 2021 zeigten einen Rückgang der Gesamt-Consent-Rate von 94 % (Februar) auf 86 % (April); die Option „Continuer Sans Accepter“ fiel von 87 % (April) auf 73 % (Oktober).
- Paul Grandclement Chaffy von France Médias Monde erklärte, dass die neue Ablehnungsfunktion keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse hatte.
- Regulatorische Entwicklungen wie Google Chrome-Restriktionen, ePrivacy sowie der Digital Services Act und Digital Markets Act prägen weiterhin das Consent Management.
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