Beobachtetes Signal · 17. Juli 2026 · Forecast · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Schulausgaben-Prognose erreicht historische Höchstwerte
Eine gemeinsam von der National Retail Federation (NRF) und Prosper Insights & Analytics durchgeführte Umfrage prognostiziert für das Jahr 2026 Rekordwerte bei den Ausgaben für das neue Schuljahr: 43,3 Milliarden US-Dollar für den K-12-Bereich und erstmals über 100 Milliarden US-Dollar – konkret 103,5 Milliarden US-Dollar – für Studierende. Dem Bericht zufolge hatten 62 % der Verbraucher bereits Anfang Juli mit den Einkäufen begonnen, wobei viele Käufer ihre Anschaffungen aus Sorge um die Erschwinglichkeit aufschieben oder verteilen. Händler wie Target, Kohl's und Walmart reagierten mit frühen Werbeaktionen und Preisnachlässen. Über die Hälfte der Befragten gab an, Schulmaterialien während großer Verkaufsevents wie den Target Circle Deal Days, Walmart Deals und dem Amazon Prime Day erworben zu haben. NRF-Ökonom Mark Mathews betonte, dass die Erschwinglichkeit für Familien und den Einzelhandel oberste Priorität habe.
Prognosen zu saisonalen Konsumausgaben beeinflussen die Bestandsplanung im Retail, Werbeaktionen und Ad-Spend-Budgets, stellen jedoch keine Plattform- oder Richtlinienänderung mit weitreichenden AdTech-Implikationen dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die NRF und Prosper Insights & Analytics prognostizieren die K-12-Schulausgaben für 2026 auf 43,3 Milliarden US-Dollar nach 39,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.
- Die Ausgaben für Studierende werden für 2026 auf 103,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert und übersteigen damit erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar.
- 62 % der Verbraucher hatten bereits Anfang Juli 2026 mit den Einkäufen für das neue Schuljahr begonnen, verglichen mit 67 % im Vorjahr.
- 54 % der Befragten gaben an, Schulbedarf während großer Sales-Events wie Target Circle Deal Days, Walmart Deals und Amazon Prime Day gekauft zu haben.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“In June, Target debuted back-to-school offers and refreshed more than half of that inventory with new apparel, dorm decor, school supplies a...”
“Earlier this month, Kohl’s promoted its own back-to-school discounts, with “thousands of products” priced below $25....”
“This week, Walmart marked down select items to 25 cents and reduced prices on its 14 most popular school supplies to their “lowest prices si...”
“Over half (54%) of respondents to the NRF’s survey said they bought their school supplies during sales such as Target Circle Deal Days, Walm...”
“Earlier this month Deloitte forecast that back-to-school spending would stay flat this year, as parents of K-12 students look for value....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
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Back-to-School-Saison: Konsumenten setzen auf Massenmärkte und Preiswertigkeit
Eine Deloitte-Studie unter über 1.200 Eltern zeigt, dass die Ausgaben für die Back-to-School-Saison weitgehend stagnieren, da Budgetbewusstsein und Erschwinglichkeit das Einkaufsverhalten bestimmen. Eltern planen durchschnittlich 557 US-Dollar pro Kind auszugeben, was inflationsbereinigt einem Rückgang von rund sechs Prozent entspricht. Während Käufer im stationären Handel 521 US-Dollar einplanen, liegen die Online-Ausgaben bei 614 US-Dollar. Massenmärkte vereinen rund 80 Prozent der geplanten Budgets auf sich, gefolgt von Onlineshops, Großhandelsclubs und Kaufhäusern. Das gesamte Marktvolumen wird auf 30,4 Milliarden US-Dollar beziffert. Angesichts einer verhaltenen Konsumstimmung – 57 Prozent erwarten eine Verschlechterung der Wirtschaft – verschieben viele Eltern ihre Käufe auf den Spätsommer. Während Bekleidungsausgaben steigen dürften, sinken die Investitionen in Tech-Hardware. Die Nutzung von generativer KI geht derweil mit höheren geplanten Ausgaben einher.
Back-to-School-Saison: Konsumausgaben laut Circana allenfalls moderat
Ein Bericht von Circana prognostiziert für das Back-to-School-Geschäft 2026 eine bestenfalls verhaltene Entwicklung. Haupttreiber sind eine sinkende Stückzahlnachfrage sowie Margendruck durch Preisgestaltungen. Im Juli sanken die gesamten Einzelhandelsumsätze im Vorjahresvergleich um 1 %, während die abgesetzten Einheiten um 2 % zurückgingen. Bei diskretionären Konsumgütern verringerte sich der Umsatz in den vier Wochen bis zum 1. August um 4,3 % bei einem Mengenrückgang von 3,9 %. Laut Circana konzentriert sich das Ausgabenwachstum primär auf einkommensstärkere Haushalte, die gezielt priorisieren. Ergänzende Daten von Omnisend belegen eine wachsende finanzielle Belastung von Eltern sowie eine verstärkte Nutzung von Buy-Now-Pay-Later-Lösungen. Demgegenüber prognostizieren NRF und Prosper Insights für den K-12-Sektor dennoch Gesamtausgaben von bis zu 43,3 Milliarden US-Dollar, getrieben durch anhaltende Teuerungsraten.
Frühzeitiger Prime Day verlängert Back-to-School-Saison in den Sommer
Durch die Verlegung des Prime Day auf den 23. bis 26. Juni 2026 haben Amazon und andere große Retailer wie Walmart und Target ihre Werbekampagnen deutlich vorgezogen. Dies dehnt das saisonale Back-to-School-Shopping auf den gesamten Sommer aus und zwingt Marken, ihre Rabattphasen anzupassen. Laut NRF-Umfragen begannen 2026 bereits 67 Prozent der Käufer im frühen Juli mit ihren Besorgungen, verglichen mit 55 Prozent im Jahr 2024. Coresight-Daten zeigen zudem, dass Walmart bei den geplanten Einkäufen mit 59 Prozent vor Target und Amazon liegt, wobei der stationäre Handel weiterhin stark nachgefragt wird. Um preisbewusste Familien anzusprechen, setzen Händler auf verlängerte Aktionsfenster, gezielte Rabatte und flexible Zahlungsoptionen, was die Retail-Marketingbudgets und Werbestrategien für die gesamte Branche nachhaltig verändert.
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