Beobachtetes Signal · 18. Dez. 2025 · Forecast · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Rechtliche Schritte gegen KI gelten 2026 als aussichtslos
VideoWeek hat sechs Analysten beauftragt, Prognosen für das Jahr 2026 in den Bereichen Medien, Video und TV-Advertising zu erstellen. Online-Video positioniert sich dabei als Wachstumsmotor, wobei Abonnements mit rund 90 Prozent das Fundament des Premium-Streamings bleiben, während ad-supported Tiers unter 10 Prozent ausmachen. Die Rolle von KI in Planung, Kreation und Measurement wird sich ausweiten, begleitet von einem pragmatischen Wandel: Rechtliche Versuche, KI in kreativen Prozessen oder beim IP-Training zu stoppen, dürften als aussichtslose Schlachten wahrgenommen werden, was den Fokus auf die Monetarisierung KI-gestützter Workflows lenkt. Die Diskussion prognostiziert zudem anhaltende M&A-Aktivitäten (darunter mögliche Deals zwischen Sky und ITV sowie Warner Bros. Discovery und Netflix oder Paramount), das Wachstum von Datenpartnerschaften und datenschutzkonformen Taktiken wie Clean Rooms und KI-gestütztem Marketing Mix Modelling (MMM). Breitere Themen umfassen Data Governance, Trusted AI und transparente Supply-Path Optimization im AdTech-Ökosystem.
Branchenweite KI-Auswirkungen und potenzielle M&A-Aktivitäten prägen die strategische Entwicklung im AdTech-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- VideoWeek befragte sechs Analysten nach Prognosen für 2026 in den Bereichen Medien, Video und TV-Advertising.
- Online-Video-Advertising gilt 2026 als der grosse Wachstumsbereich, angeführt von Google und Meta.
- Omdia prognostiziert, dass ad-supported Streaming weniger als 10 Prozent des Premium-Streaming-Umsatzes ausmachen wird, während Abonnements bei rund 90 Prozent liegen.
- Ein pragmatischer Wandel wird erwartet: Rechtliche Schritte gegen KI könnten als aussichtslos gelten, weshalb der Fokus auf der Monetarisierung von KI-Prozessen liegt.
- Mögliche Fusionen am Horizont umfassen Sky–ITV und Warner Bros. Discovery–Netflix (oder Paramount).
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CTV und KI als Wachstumstreiber; Publisher setzen auf Video gegen KI-Traffic-Verluste
Der aktuelle IAB Europe 'Attitudes to Digital Advertising'-Report identifiziert Connected TV und künstliche Intelligenz als primäre Wachstumsbereiche: 76 % der Agenturen, 54 % der Publisher und 81 % der AdTech-Anbieter nennen CTV, während 60 % der Werbetreibenden KI als Wachstumsmotor sehen. Laut Reuters Institute intensivieren Publisher ihre Video-Aktivitäten, um Traffic-Einbrüchen durch KI-generierte Suchergebnisse entgegenzuwirken. Parallel prognostiziert Ampere Analysis, dass die weltweiten Content-Investitionen 2026 um 2 % auf 255 Mrd. USD steigen werden. Dieses Wachstum wird maßgeblich vom Streaming-Sektor getrieben, dessen Ausgaben um 6 % auf 101 Mrd. USD zulegen, während traditionelle Broadcaster stagnieren oder Einbußen verzeichnen. 'CoComelon' dominierte derweil die Streaming-Charts zum Jahresende. An den Aktienmärkten verzeichnete unter anderem die New York Times ein Kursplus von rund 36 % im Jahresvergleich.
BGH kippt Amazons Prime-Preiserhöhung
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Preiserhöhung von Amazon Prime aus dem Jahr 2022 für unwirksam erklärt, da die Vertragsklauseln intransparent seien. Amazon wird den Mitgliedsbeitrag für Kunden, die vor dem 15. September 2022 beigetreten sind und deren Mitgliedschaft seitdem ununterbrochen besteht, vorübergehend anpassen. Betroffene können zudem für bis zu drei Jahre Rückzahlungen verlangen oder sich einer Sammelklage der Verbraucherzentrale NRW anschließen, bei der bereits rund 145.000 Menschen registriert sind. Das Urteil hat Signalwirkung für ähnliche Verfahren gegen andere Streaming-Dienste wie Netflix, Apple TV+ und Wow.
GVTLabs launcht AskGVT, um Videoinhalte durchsuchbar zu machen
GVTLabs, gegründet von InfoSum-Gründer Nick Halstead, kommt aus der Stealth-Phase mit AskGVT, einem KI-Produkt, das Videoinhalte durchsuchbar macht. Das Tool ermöglicht es Nutzern, den Video-Feed eines Creators zu durchsuchen und textbasierte Antworten sowie relevante Videoclips zu erhalten. Es unterscheidet sich dadurch, dass die Antworten ausschließlich aus den eigenen Videos des Creators stammen, wodurch deren Stimme und Expertise erhalten bleiben. Creators können Zugang zu ihrer AskPage über Tages-, Wochen- oder Monatspässe anbieten, steuern, welche Videos durchsuchbar sind, und ein Studio für die Content-Planung nutzen. Zu den Enterprise-Produkten gehören GVTLabs Studio, Roster und Channels für Medienunternehmen und Rechteinhaber, um ihre Archive zu durchsuchen. Das Unternehmen hat Rhys McLachlan, ehemals ITV-Direktor für Addressable Advertising, zum Head of Media Partnerships ernannt.
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