Beobachtetes Signal · 28. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: Cord Cutters News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
KI-Ängste gefährden Web-Historie: Internet Archive blockiert
In einem Essay für The Atlantic warnt Internet-Archive-Gründer Brewster Kahle, dass Publisher, die die Wayback Machine aus Sorge vor KI-Scraping blockieren, Lücken im historischen Gedächtnis hinterlassen könnten, ohne KI-Unternehmen vom Datensammeln abzuhalten. Eine Pew-Studie ergab, dass 25 % der von 2013 bis 2023 erfassten Webseiten bis Oktober 2023 nicht mehr zugänglich waren. Das Internet Archive bewahrt zwar viele gelöschte Seiten, aber nur 16 % der verschwundenen URLs sind zugänglich. Beispiele sind Paramounts Entfernung von MTV-News-Inhalten und die Abschaltung der Cartoon-Network-Website durch Warner Bros. Discovery. Beide Unternehmen gehören nun zu Skydance, nachdem Paramount die Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen hat. Kahle argumentiert, dass die Blockierung des Archivs das KI-Scraping nicht stoppt, aber die historische Aufzeichnung ausdünnt. Publisher wie The New York Times und The Guardian haben den Zugriff eingeschränkt. Der Artikel unterstreicht die Bedeutung der Bewahrung für Forscher und normale Nutzer.
Der Artikel beleuchtet einen Trend, bei dem Publisher das Internet Archive wegen KI-Scraping-Bedenken blockieren, was zum Verlust historischer Webinhalte führen könnte – relevant für Vermarkter und Medienunternehmen, die für Recherche und Markensicherheit auf Webarchive angewiesen sind.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Internet-Archive-Gründer Brewster Kahle warnt, dass Publisher, die die Wayback Machine aus Sorge vor KI-Scraping blockieren, Lücken im historischen Gedächtnis hinterlassen könnten.
- Eine Pew-Studie ergab, dass 25 % der von 2013 bis 2023 erfassten Webseiten bis Oktober 2023 nicht mehr zugänglich waren.
- Nur 16 % der verschwundenen URLs aus der Pew-Studie waren über die Wayback Machine zugänglich.
- Paramount entfernte im Juni 2024 Tausende MTV-News-Artikel; Warner Bros. Discovery stellte im August 2024 die Website von Cartoon Network ein.
- Paramount schloss die Übernahme von Warner Bros. Discovery im Oktober 2026 ab und brachte sie unter Skydance.
- The New York Times und The Guardian haben den Zugriff des Internet Archive aufgrund von KI-Scraping-Bedenken eingeschränkt.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“Paramount entfernte Tausende MTV-News-Artikel und Interviews aus dem Jahr 1996 sowie Inhalte anderer Netzwerk-Websites.”
“Warner Bros. Discovery stellte die Website von Cartoon Network ein und leitete Besucher auf HBO Max um.”
“Paramount schloss die Übernahme von Warner Bros. Discovery Anfang dieses Monats ab und brachte Studios, Netzwerke und Streaming-Dienste unte...”
“Einige große Nachrichtenorganisationen, darunter The New York Times und The Guardian, haben den Zugriff des Internet Archive auf ihre Inhalt...”
“Einige große Nachrichtenorganisationen, darunter The New York Times und The Guardian, haben den Zugriff des Internet Archive auf ihre Inhalt...”
“Einige große Nachrichtenorganisationen, darunter The New York Times und The Guardian, haben den Zugriff des Internet Archive auf ihre Inhalt...”
“Microsoft stellte 2025 seinen Movies & TV Store für neue Käufe ein.”
“Sony kündigte im Juni die Entfernung zuvor gekaufter Filme aus einigen PlayStation-Bibliotheken aufgrund von Lizenzänderungen an.”
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Ad-Blocker im KI-Zeitalter: Publisher stehen vor existenzieller Krise
Shirley Marschall beleuchtet die Evolution von Ad-Blockern von frühen digitalen Formaten bis hin zu modernen Datenschutz-Browsern, VPNs und netzwerkweiten Lösungen. Sie argumentiert, dass intrusive Werbung zu dieser Entwicklung beigetragen hat, wobei Blockierungstechnologien längst nicht mehr nur Werbung, sondern auch essenzielle Publisher-Funktionen wie Analytics, Paywalls und Consent-Management-Prozesse unterbrechen. Im Zeitalter der generativen KI verschärft sich die Lage drastisch: Tools wie Comet und LLM-Crawler ignorieren Werbeplätze standardmäßig und crawlen Inhalte ohne Monetarisierung. Infolgedessen entsteht massiver Traffic- und Umsatzverlust für Publisher. Zudem bleibt sogenannter Dark Traffic von über einer Milliarde Nutzern, was etwa 18 Prozent des gesamten Internet-Traffics entspricht, vollständig ungemessen. Die offizielle Empfehlung des FBI zur Nutzung von Ad-Blockern zum Schutz vor Betrug in Search Ads verdeutlicht den anhaltenden Zielkonflikt zwischen Nutzersicherheit und digitaler Monetarisierung, während KI-gestützte Blockierungs- und Scraping-Methoden das Werbeökosystem grundlegend verändern.
Studie: Fast die Hälfte der Top-Medien blockiert KI-Crawler
Eine Hotwire-Studie mit dem Titel „The AI Coverage Gap“ zeigt, dass 48 Prozent der 100 reichweitenstärksten deutschen Onlinemedien für KI-Crawler gar nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Die im Juni 2026 durchgeführte Untersuchung analysierte den Zugriff von zehn KI-Bot-Anbietern wie OpenAI, Anthropic und Perplexity auf die Domains dieser Verlage. Während Publikationen wie „Bild“, „Der Spiegel“ und „Focus Online“ den Zugriff weitgehend sperren, gewähren nationale Tageszeitungen wie die „Süddeutsche Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine“ und „Die Zeit“ grundsätzlich Einblick. Dies verdeutlicht das strategische Dilemma zwischen Sichtbarkeit in LLM-generierten Antworten und dem Schutz eigener Inhalte vor kommerzieller Ausbeutung. Cloudflare bietet inzwischen Schutzsysteme und Preismodelle für Content-Scraping an, während gleichzeitig strukturelle Anpassungen bei Technologieanbietern laufen. Hotwire empfiehlt Unternehmen, die KI-Signale und -Sichtbarkeit künftig fest in ihre Kommunikations-KPIs zu integrieren.
Barrierefreiheit-Paradoxon: Web-Accessibility erleichtert KI-Scraping und wirft rechtliche Fragen auf
Der Artikel beleuchtet, wie Verbesserungen der Web-Barrierefreiheit wie semantisches HTML, beschreibende Alt-Texte und klare Strukturen unbeabsichtigt dazu beigetragen haben, dass KI-Systeme öffentliche Inhalte als Trainingsdaten einfacher abgreifen können. Als zentrales Beispiel dient das LAION-5B-Dataset, das Common-Crawl-Bilder mit Alt-Texten verknüpft und als Fundament für Bildgenerierungsmodelle dient. Gleichzeitig verdeutlicht der Beitrag, dass technische Abwehrmaßnahmen von Publishern wie CAPTCHAs und Bot-Erkennung Nutzer mit Behinderungen oft unverhältnismäßig stark beeinträchtigen. Angesichts wegweisender Rechtsstreitigkeiten wie The New York Times gegen OpenAI und Microsoft sowie Getty Images gegen Stability AI, die die Grenzen zwischen öffentlichem Zugang und kommerzieller Nachnutzung neu definieren, fordert der Artikel neue rechtliche und technische Lösungsansätze. Diese müssen Urheber schützen, ohne die Barrierefreiheit und Inklusion im Web zu gefährden.
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