Beobachtetes Signal · 23. Juli 2026 · Hiring · Quelle: Horizont · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Franziska von Lewinski: Agenturen sollten mehr ins Risiko gehen
In einem Interview am Strand von Fehmarn forderte Franziska von Lewinski, Managing Partner von The Observatory International in Deutschland, Agenturen auf, mehr erfolgsbasierte Risiken einzugehen und die Geschäftsmodelle ihrer Kunden tiefgehend zu verstehen. Sie betonte, dass werbetreibende Unternehmen zunehmend eine erfolgsabhängige Vergütung fordern und viele Agenturdefizite auf ein mangelndes Verständnis der Kundenprozesse zurückzuführen sind. Zudem gab von Lewinski Empfehlungen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und skizzierte, wie sie heute eine Agentur aufbauen würde. Das Gespräch führte Mirko Kaminski, CEO von Achtung und Videoreporter für HORIZONT. Von Lewinski übernahm ihre Position bei The Observatory International im Frühjahr 2024 nach vorherigen Führungspositionen bei Interone, Fischer-Appelt und Syzygy.
Das Interview beleuchtet einen branchenrelevanten Trend hin zu erfolgsbasierter Vergütung und geforderter Kundennähe, bietet jedoch primär strategische Einschätzungen und Personalaspekte mit begrenztem branchenweitem Disruptionseffekt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Kunden fordern von Agenturen verstärkt eine erfolgsbasierte Vergütung.
- Franziska von Lewinski empfiehlt Agenturen, mehr kommerzielles Risiko einzugehen und die Geschäftsmodelle der Kunden tiefgreifend zu verstehen.
- Von Lewinski berät Agenturen zum strategischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
- Mirko Kaminski, CEO von Achtung, führte das Interview als Videoreporter für HORIZONT auf Fehmarn.
- Von Lewinski ist seit Frühjahr 2024 Managing Partner bei The Observatory International in Deutschland nach Stationen bei Interone, Fischer-Appelt und Syzygy.
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3 verknüpfte Unternehmen“She then moved to Syzygy as CEO....”
“She explains this to Mirko Kaminski, Achtung CEO and video reporter for HORIZONT....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Agenturen müssen Partnerschaften über klassische Honorarmodelle stellen
Eine hochkarätig besetzte ADWEEK-Paneldiskussion mit Branchengrößen wie Nadja Bellan-White, Coltrane Curtis und Kern Schireson fordert die grundlegende Neuausrichtung traditioneller, honorarbasierter Agenturmodelle. Angesichts schrumpfender Kundenbudgets und durch Künstliche Intelligenz transformierter Arbeitsabläufe plädiert das Gremium für erfolgsorientierte Partnerschaften mit gemeinsamer Verantwortung. Zu den diskutierten Praxisstrategien gehören die Integration von Test-and-Learn-Budgets, die Ausrichtung an KPIs auf Vorstandsebene, der Einsatz agiler Tiger-Teams sowie ein „Three Ideas Framework“ zum Risikomanagement und Vertrauensaufbau. Die Experten betonen, dass tiefgreifende Spezialisierung, empathische Kundenbeziehungen und menschliche Nähe unerlässlich sind, um resiliente, leistungsstarke Partnerschaften in einem sich rasant wandelnden Marketingumfeld zu etablieren.
Agenturen unter Druck: Neukalibrierung zwischen KI-Disruption und M&A-Welle
Im Rahmen eines Kamingesprächs auf den Cannes Lions betonten Andreas Roell, Gründer und CEO der Evros Group, und ADWEEK-CEO Will Lee die Notwendigkeit für Agenturen, ihre Geschäftsmodelle angesichts rasanter KI-Fortschritte und anhaltender Konsolidierungswellen neu zu kalibrieren. Parallel dazu stellte ADWEEK eine neue M&A-Sparte in Kooperation mit der Evros Group vor. Roell hinterfragte den tatsächlichen Mehrwert vieler aufkommender agentischer KI-Marketing-Tools und betonte, dass der entscheidende Gradmesser die Verbesserung der Kundenbindung sei. Vor allem traditionelle Agenturmethoden und proprietäre Inhouse-Daten bleiben laut Roell zentrale Differenzierungsmerkmale gegenüber Large Language Models. Die Diskussion spiegelt die breitere Debatte wider, wie Agenturen ihr Serviceangebot, ihren Technologieeinsatz und ihre M&A-Strategien anpassen müssen, um in einer von künstlicher Intelligenz geprägten Marktlandschaft nachhaltigen Mehrwert zu sichern.
Frühzeitiges Eingreifen zur Sicherung von Agenturen gefordert
Yvonne van Bokhoven von TEAM LEWIS argumentiert, dass viele Agenturpleiten heute auf strukturelle kommerzielle und finanzielle Veränderungen statt auf schwache kreative Leistungen zurückzuführen sind. Kunden schichten Budgets um, der Beschaffungsdruck und die Preissensibilität haben zugenommen, während steigenende Talentkosten und KI-getriebene Veränderungen das Dienstleistungsportfolio transformieren. Starre Fixkosten oder Schulden können Konjunkturabkühlungen schnell in Solvenzkrisen verwandeln. Van Bokhoven empfiehlt ein früheres, messbares Eingreifen, das sich auf Cashflow-Monitoring, Kundenkonzentration und Stresstests für Delivery-Modelle konzentriert. Sie versteht Intervention als strategische Maßnahme und verweist auf die Initiative Catalyst von TEAM LEWIS. Diese verbindet Kapital mit praktischer operativer Unterstützung – etwa finanziellem und rechtlichem Triage, Technologie-Support sowie Fachwissen –, um den Wert von Agenturen zu erhalten.
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