Beobachtetes Signal · 3. Apr. 2020 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Zoom installierte sich ohne Zustimmung auf Mac-Systemen
Ein umfassender Sicherheits- und Datenschutzbericht über Zoom enthüllte gravierende Bedenken hinsichtlich des macOS-Installers und der Handhabung von Nutzerdaten. Sicherheitsforscher deckten auf, dass der Installer Zoom ohne ausdrückliche Einwilligung der Nutzer vorinstalliert, indem er Vorinstallationsskripte und einen integrierten 7-Zip-Entpackungsprozess missbrauchte, um die Software im Verzeichnis /Applications zu platzieren, sofern der aktuelle Nutzer Administratorrechte besaß. Unabhängig davon wurde bekannt, dass Daten ohne Wissen der Nutzer an Facebook übermittelt wurden, und es gab Vorwürfe, dass Meetings nicht wie beworben Ende-zu-Ende-verschlüsselt waren. Darüber hinaus berichtete die New York Times über eine LinkedIn-Integration, die Namen und E-Mail-Adressen automatisch mit LinkedIn-Profilen abglich, was Zoom zur Entfernung der Funktion veranlasste. CEO Eric S. Yuan äußerte sich via Twitter zu den Vorfällen, und innerhalb weniger Tage folgte ein Update. Zudem wurde eine 90-tägige Pause für neue Funktionsupdates angekündigt, um die Sicherheitsmängel zu beheben.
Datenschutz- und Sicherheitsbedenken rund um die Installationsroutine von Enterprise-Software unterstreichen die fortlaufende, kritische Überprüfung von Datenpraktiken in Consumer- und Business-Anwendungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der macOS-Installer vorinstallierte Zoom ohne Nutzer-Consent durch den Missbrauch von Skripten und einem gebündelten 7-Zip-Prozess.
- Die Installation erfolgte im Verzeichnis /Applications, wenn der Nutzer Administratorrechte besaß.
- Berichte wiesen auf eine unautorisierte Datenweitergabe an Facebook hin.
- Die New York Times deckte eine automatische Verknüpfung von Namen und E-Mail-Adressen mit LinkedIn-Profilen auf, die Zoom daraufhin entfernte.
- Zoom-CEO Eric S. Yuan kündigte Korrekturen an; ein Update folgte zeitnah, flankiert von einem 90-tägigen Stopp neuer Feature-Updates.
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KI treibt Werbung zurück in die physische Welt
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