Beobachtetes Signal · 18. Okt. 2023 · Product Launch · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
XING positioniert sich als reines Jobnetzwerk mit über einer Million Stellen
XING vollzieht einen strategischen Neustrukturierungsprozess und fokussiert sich künftig verstärkt als dediziertes Jobnetzwerk anstelle einer allgemeinen Karriereplattform. Ein umfassendes Redesign von Website und App rückt über eine Million Stellenangebote sowie mehr als 20.000 Recruiter in den Vordergrund, womit sich New Work SE strategisch von der breiten Vernetzung distanziert. Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu wächst im Zuge dieser Neuausrichtung weiter. XING strebt damit eine stärkere Differenzierung gegenüber LinkedIn an, lässt die Netzwerkmöglichkeiten für die rund 22 Millionen Mitglieder jedoch bestehen. Zu den neuen Funktionen zählen personalisierte Job-Wünsche für passgenaues Matching sowie die Integration von Lebenslauf.com zur automatischen CV-Generierung. Ein integriertes Insights-Hub liefert Markttrends und Expertentipps. Erste Tests verzeichneten eine Verdopplung des Job-Traffics, eine Vervierfachung der Bewerbungen auf Top-Stellenanzeigen sowie ein um rund 50 Prozent gestiegenes Antwortverhalten von Recruitern.
Moderater Einfluss auf AdTech- und MarTech-Recruitingkanäle; die Plattform-Neuausrichtung besitzt Branchenrelevanz, stellt jedoch keinen fundamentalen Marktwandel dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- XING restrukturiert sich zum spezialisierten Jobnetzwerk mit über 1 Million Stellenangeboten und mehr als 20.000 Recruitern.
- New Work SE lenkt den Fokus weg vom generellen Business-Netzwerk hin zum Recruiting; kununu profitiert vom Strategiewechsel.
- Die Funktion Job-Wünsche ermöglicht personalisiertes Matching nach Gehalt, Wochenarbeitszeit, Wunschunternehmen und Berufsbezeichnung.
- Redesignte Plattform verzeichnet verdoppelten Job-Traffic, rund 4x höhere Bewerberzahlen bei Top-Stellenanzeigen und 50% mehr Recruiter-Antworten.
- Lebenslauf.com-Integration für automatisierte CVs; uneingeschränkte Jobsuche ohne Registrierung seit 2023; intelligente Suche und Gehaltschecks geplant.
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
Ad Awareness zurück in der Effektivitätsplanung
Eine neue Studie von Thinkbox, Ebiquity, WPP Media und Gain Theory, präsentiert auf der IPA Effectiveness Conference, analysiert 1.478 Marken und 328.000 Beobachtungen und argumentiert, dass Ad Awareness ein wertvoller Frühindikator in der Werbeeffektivität ist, nicht nur eine veraltete Metrik. Die Forschung zeigt, dass Ad Awareness 17% der Markenerwägung erklärt, davon nur 6% direkt, während 11% indirekt über verbesserte Markenwahrnehmungen wirken. Sie berichtet auch über kategoriespezifische Auswirkungen, z.B. 69% bei QSR-Lieferung und 62% bei Lotterien. Der Autor Andrew Tindall empfiehlt Vermarktern, Ad Awareness wieder als KPI einzuführen und sie mit Aufmerksamkeit und Emotion in der Effektivitätsplanung zu balancieren.
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