Beobachtetes Signal · 4. Mai 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Xiaomi sammelt Nutzerdaten im Inkognitomodus und alarmiert Datenschützer
Ein Sicherheitsforscher hat aufgedeckt, dass Xiaomi-Smartphones Browserdaten an einen von Alibaba gehosteten Server übertragen, darunter den Verlauf und Suchanfragen bei Google und DuckDuckGo – selbst im Inkognitomodus. Betroffen sind laut Untersuchungen von Andrew Tierney neben dem Standardbrowser auch Mi Browser Pro und Mint Browser mit rund 15 Millionen Downloads. Obwohl Xiaomi beteuert, die Daten seien anonymisiert und würden mit Einwilligung erhoben, übermitteln die Geräte einen persistenten Geräteidentifikator sowie die Android-Version, was eine Re-Identifizierung ermöglicht. Forbes machte die Vorwürfe publik. In einer Stellungnahme verteidigte Xiaomi zunächst seine Praktiken, kündigte jedoch nach anhaltender Kritik ein Software-Update an, das die Datenerfassung im Inkognitomodus unterbinden soll. Dieser Vorfall wirft ein kritisches Licht auf bestehende Praktiken im Bereich Identity Management und den Schutz von Nutzerdaten bei mobilen OEM-Browsern.
Die Vorwürfe verdeutlichen gravierende Mängel beim Datenschutz im Inkognitomodus und gefährden das Vertrauen in die Datenerhebung von OEM-Browsern. Dies hat direkte Relevanz für datenschutzkonforme AdTech-Praktiken und das User Consent Management.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Sicherheitsforscher Gabriel Cîrlig wies nach, dass Xiaomi-Geräte Browserdaten inklusive des Inkognitoverlaufs an Alibaba-Server senden.
- Suchanfragen bei Google und DuckDuckGo wurden trotz aktivierten Inkognitomodus übertragen.
- Xiaomi argumentiert mit Anonymisierung und Einwilligung, doch es wurden persistente Geräte-IDs und die Android-Version übermittelt.
- Andrew Tierney bestätigte ähnliche Datenabflüsse beim Mi Browser Pro und Mint Browser mit ca. 15 Millionen Downloads.
- Xiaomi kündigte nach Medienberichten ein Browser-Update an, um die Datenerfassung im Inkognitomodus zu stoppen.
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US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
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