Beobachtetes Signal · 17. Sept. 2026 · Client Win · Quelle: Digiday · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
WPP gewinnt Coca-Cola Global Media, Publicis fokussiert sich auf PepsiCo
WPP steht kurz vor dem Gewinn des globalen Media-, Daten- und Technologie-Etats von Coca-Cola – ein entscheidender Erfolg für CEO Cindy Rose im Rahmen des Turnaround-Kurses der Holding. Publicis, der einzige verbliebene Konkurrent, zog sich frühzeitig zurück, um sich auf den globalen Media-Pitch von PepsiCo zu konzentrieren, wodurch WPP ohne direkten Wettbewerb blieb. Trotz Spitzenplatzierungen in den New-Business-Rankings von JP Morgan verzeichnete WPP im ersten Halbjahr einen organischen Nettoumsatzrückgang von 4,7 %. Zudem bestehen weiterhin Fragen bezüglich der Effizienz der KI-Plattform WPP Open. Die Analyse beleuchtet WPPs strategische Entscheidungen, darunter den Verzicht auf Coca-Colas Nordamerika-Geschäft, im Vergleich zu Publicis' komfortabler Marktposition. Trotz juristischer Herausforderungen bietet dieser Etatgewinn WPP die Chance, die operative Wende einzuleiten, wenngleich strukturelle und kulturelle Hürden bestehen bleiben.
Der Gewinn dieses globalen Prestigemandats verschiebt die Machtverhältnisse im Agenturmarkt und markiert einen kritischen Meilenstein für WPPs Turnaround-Strategie im Wettbewerb mit Publicis.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- WPP sichert sich das globale Media-, Daten- und Tech-Geschäft von Coca-Cola.
- Publicis stieg aus dem Coca-Cola-Pitch aus, um den globalen Media-Etat von PepsiCo zu gewinnen.
- WPPs organischer Nettoumsatz (like-for-like) sank im ersten Halbjahr um 4,7 %.
- WPP führte das Net-New-Business-Ranking von JP Morgan für Q2, H1 und den 10-Monats-Zeitraum an.
- Coca-Colas weltweite Media-Spendings liegen bei 2,5 bis 2,6 Mrd. Dollar, wovon rund 800 Mio. Dollar auf Nordamerika entfallen.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“WPP steht vor dem Gewinn des globalen Media-, Daten- und Tech-Etats von Coca-Cola.”
“Publicis verfuhr bei Coca-Cola ähnlich und lehnte den Etat ab, um stattdessen das weltweite Media-Geschäft von PepsiCo zu gewinnen.”
“Publicis war die einzige verbleibende Agenturgruppe im Rennen und zog sich vor Abschluss des Prozesses zurück.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Omnicom sichert sich Coca-Cola Nordamerika; WPP behält globalen Etat
Omnicom hat den Media-Etat von Coca-Cola für die USA und Kanada gewonnen, der auf 700 bis 800 Millionen US-Dollar pro Jahr geschätzt wird. Dies folgt dem Wechsel von PepsiCo von Omnicom zu Publicis. WPP behält seinen globalen Media-, Daten- und Tech-Auftrag für Coca-Cola, mit Ausnahme von Japan und Südkorea, die bei Dentsu verbleiben. Omnicom-CEO John Wren versprach ein maßgeschneidertes Team und nutzte die Größenvorteile aus der IPG-Übernahme. Der Wechsel beginnt am 1. Dezember.
WPP-Turnaround unter CEO Cindy Rose nach erstem Jahr ungewiss
Nach ihrem ersten Jahr als CEO von WPP hat Cindy Rose mit der Restrukturierungsstrategie „Elevate28“ die Vereinfachung des Betriebsmodells der Advertising Holding eingeleitet. Der Plan bündelt die Geschäftsbereiche in vier Hauptsäulen – Media, Creative, Production und Enterprise Solutions – zentriert um die Daten- und KI-Plattform WPP Open. Zwar verzeichnete WPP bei Pitches positive Dynamiken und gewann 2026 Media-Neugeschäft im Wert von über 3 Milliarden US-Dollar (darunter Estée Lauder, Henkel und Waymo), kämpft jedoch weiterhin mit historischen Umsatzeinbrüchen, niedrigen operativen Gewinnmargen im Wettbewerbsvergleich und einem Schuldenberg von 3,3 Milliarden US-Dollar. Rose straffte die Organisation durch den Abbau von 1.260 Stellen im Frühjahr 2026, während fundamentale Strukturentscheidungen wie der Verkauf von Non-Core-Assets wie Kantar, Burson oder Kreativnetzwerken angesichts anstehender Media-Etats wie Coca-Cola vorerst aufgeschoben wurden.
Publicis gewinnt globales Media-Budget von PepsiCo und verlässt Coca-Cola-Pitch
Die Publicis Groupe wurde nach einem umfassenden Capabilities-Review zur exklusiven globalen Media-Agentur von PepsiCo ernannt. Das Mandat basiert auf einem neuen KI- und datengetriebenen Modell namens „One PepsiCo“ und umfasst über 200 Märkte. Publicis löst damit OMD (Omnicom) ab, die das Media-Konto über zwei Jahrzehnte hielten; Omnicom verbleibt jedoch für Kreation, Sports und PR im Roster. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, zog sich Publicis binnen 24 Stunden aus dem laufenden globalen Media-Pitch von Coca-Cola zurück – obwohl die Agentur das nordamerikanische Coca-Cola-Budget im Wert von 700 Millionen US-Dollar hält. Der Schritt befeuert die Debatte über oft veraltete Exklusivitätsregeln im Agenturgeschäft, während Publicis gestützt auf Epsilon und CoreAI demonstriert, wie daten- und technologiebasierte Infrastrukturen die moderne Betreuung globaler FMCG-Giganten neu definieren.
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