Beobachtetes Signal · 1. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: Mobilegamer.biz · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Video Games Europe wehrt sich gegen EU-Behörde wegen IAP-Praktiken
Das EU-Verbraucherschutz-Kooperationsnetzwerk (CPC Network) hat koordinierte Durchsetzungsmaßnahmen gegen große Spieleunternehmen wie King, Supercell, Mojang, Riot Games, Activision Blizzard, Ubisoft, Crytek, InnoGames, Plarium Europe und PLR Worldwide Sales eingeleitet, wegen ihrer Praktiken bei virtuellen Währungen im Spiel. Das CPC Network behauptet, diese Unternehmen hätten nach der Veröffentlichung seiner 'Key Principles' im März 2025 keine wesentlichen Änderungen vorgenommen, insbesondere in Bezug auf Lootboxen, Dark Patterns und Praktiken, die Kinder zum Geldausgeben animieren. Die Handelsverbände Video Games Europe und die European Game Developers Federation haben sich gewehrt, die rechtliche Einordnung von In-Game-Währungen als digitale Wertdarstellung bestritten und auf ein EuGH-Urteil zu Runescape verwiesen. Sie schlagen sechs Verpflichtungen vor, darunter klarere Echtgeldpreise, Rückerstattungen für ungenutzte Bundles innerhalb von 48 Stunden, 30-tägige Kündigungsfristen vor Inhaltsentfernung und verbesserte Kinderschutzmaßnahmen, abhängig von der Lösung der rechtlichen Unsicherheit.
Diese regulatorische Maßnahme der EU gegen große Spieleunternehmen könnte die Monetarisierungspraktiken der gesamten Gaming-Branche beeinflussen, einem wichtigen Segment des AdTech-Ökosystems. Das Ergebnis könnte Präzedenzfälle für die Regulierung virtueller Währungen und In-Game-Käufe in der EU schaffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das EU-CPC-Netzwerk hat koordinierte Durchsetzungsmaßnahmen gegen Spieleunternehmen wie King, Supercell, Mojang, Riot Games, Activision Blizzard, Ubisoft, Crytek, InnoGames, Plarium Europe und PLR Worldwide Sales eingeleitet.
- Das CPC-Netzwerk veröffentlichte am 30. September eine gemeinsame Erklärung, in der es auf die Nichteinhaltung seiner 'Key Principles' zu In-Game-Währungen vom März 2025 verwies.
- Video Games Europe und die European Game Developers Federation veröffentlichten am 30. September eine Erwiderung, in der sie die rechtliche Einordnung von In-Game-Währungen bestritten.
- Die Handelsverbände schlugen sechs Verpflichtungen vor, darunter 48-Stunden-Rückerstattungen für ungenutzte Bundles und eine 30-tägige Kündigungsfrist vor Entfernung gekaufter Inhalte.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“One of the game companies targeted by the CPC Network....”
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Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
EU-Verbraucherschützer prüfen Spielefirmen wegen virtueller Währungen
Das europäische Netzwerk für Verbraucherkooperation (CPC) hat koordinierte Maßnahmen gegen zehn große Spieleunternehmen eingeleitet, darunter Activision Blizzard, King, Supercell und Mojang, wegen möglicher Verstöße gegen seine 'Kernprinzipien' zu virtuellen Währungen in Spielen. Die CPC untersucht Spiele wie Candy Crush Saga, Minecraft und Clash of Clans auf Praktiken, die die tatsächlichen Kosten von Mikrotransaktionen verschleiern und gefährdete Verbraucher, insbesondere Kinder, ausnutzen könnten. Nach den letztjährigen Leitlinien und umfangreichen Gesprächen behauptet die CPC, dass viele Unternehmen keine wesentlichen Änderungen vorgenommen haben. Die Untersuchung könnte zu Durchsetzungsmaßnahmen nach EU-Verbraucherrecht führen, obwohl die Prinzipien nicht rechtsverbindlich sind. Der Fall könnte einen Präzedenzfall schaffen, der den kommenden Digital Fairness Act beeinflusst.
EU verschärft Vorgehen gegen In-Game-Währungen
Das EU-Netzwerk für Verbraucherschutz (CPC) hat koordinierte Maßnahmen gegen neun Videospielunternehmen wegen virtueller In-Game-Währungen eingeleitet. Im Fokus stehen Preistransparenz, Widerrufsrechte, Kaufmechanismen und der Schutz junger oder gefährdeter Spieler. Bereits 2025 hatte das CPC-Netzwerk Leitlinien für Transparenz und Fairness bei virtuellen Währungen veröffentlicht, doch der Dialog mit der Branche brachte nicht genug. Nach einer Marktprüfung sollen die Anbieter nun darlegen, wie ihre Systeme mit EU-Verbraucherschutzanforderungen vereinbar sind. Parallel läuft eine separate Maßnahme gegen Activision Blizzard UK Limited zu Diablo Immortal und Call of Duty Mobile. Die EU will keine Verbote, sondern die Einhaltung des geltenden Verbraucherrechts durchsetzen.
Video Games Europe warnt vor pauschalen Restriktionen durch EU KIDS Act
Die Europäische Kommission hat den Entwurf für den EU KIDS Act vorgelegt. Dieser sieht verpflichtende Altersverifikations-Tools für App Stores, strengere Regulierungen von Gamification-Features wie Push-Notifications und Streaks sowie verschärfte Beschränkungen beim Zugang zu nicht altersgerechten Inhalten vor. Der Branchenverband Video Games Europe (VGE) signalisiert grundsätzliche Unterstützung für den Jugendschutz, warnt jedoch vor unverhältnismäßigen, flächendeckenden Alterskontrollen, die jedes Spiel und jeden Nutzer betreffen würden. VGE plädiert dafür, etablierte Systeme wie PEGI und die USK als De-facto-Standard anzuerkennen, betont die zentrale Rolle elterlicher Verantwortung und fordert eine umfassende öffentliche Konsultation. Die Gaming-Industrie hat angekündigt, sich konstruktiv in den weiteren Gesetzgebungsprozess einzubringen.
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