Beobachtetes Signal · 8. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: Horizont · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Der Ausschluss eines großen Technologieunternehmens wie Microsoft vom H-1B-Visaprogramm könnte den Talentpool in der Tech- und AdTech-Branche beeinträchtigen und Innovationen sowie Betriebsabläufe beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die US-Regierung hat Microsoft vom Daueraufenthaltsprogramm für H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft ihm Missbrauch vor.
- Vizepräsident JD Vance sagte, Microsoft habe letztes Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber 6.300 H-1B-Visainhaber beschäftigt.
- Das Arbeitsministerium wird keine neuen Anträge auf Daueraufenthalt von Microsoft, Adobe und mehreren Beratungsfirmen annehmen.
- Die Maßnahme erfolgt wenige Wochen vor den US-Parlamentswahlen im November.
- Microsoft-CEO Satya Nadella und Google-CEO Sundar Pichai besaßen einst H-1B-Visa.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Microsoft hat in diesem Jahr für fast 3.700 Mitarbeitende ein H-1B-Visum beantragt...”
“Genauso gehe die Regierung auch gegen mehrere Beratungsunternehmen sowie den Photoshop-Entwickler Adobe vor....”
“Auch Google-Chef Sundar Pichai arbeitete einst damit....”
Ontologie & Marktkonzepte
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US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
Microsoft unterstützt Anthropic und fordert einstweilige Verfügung gegen Pentagon-Sperre
Microsoft hat einen gerichtlichen Schriftsatz zur Unterstützung von Anthropic eingereicht und drängt auf eine einstweilige Verfügung gegen die Einstufung des KI-Unternehmens als Lieferkettenrisiko durch das US-Verteidigungsministerium. Das Pentagon verlangt von Verteidigungslieferanten den Nachweis, keine Anthropic-Modelle zu nutzen. Anthropic klagt gegen diese Maßnahmen, da sie bestehende Verträge massiv gefährden. Microsoft argumentiert, eine einstweilige Verfügung sei notwendig, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten, Unterbrechungen bei der militärischen Nutzung fortschrittlicher KI zu verhindern und abrupte Produkt- und Vertragsanpassungen bei Cloud-Anbietern zu vermeiden. Zuvor hatte Microsoft bis zu fünf Milliarden US-Dollar in Anthropic investiert. Konkurrenten wie Amazon und Google betonten unterdessen, dass Anthropic-Produkte für zivile Workloads weiterhin auf ihren Cloud-Plattformen verfügbar bleiben.
Microsoft bietet erstmals in 51-Jahre-Geschichte freiwilliges Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter
Microsoft hat ein einmaliges, freiwilliges Vorruhestands- und Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter angekündigt – ein historischer Schritt in der 51-jährigen Unternehmensgeschichte. Rund 7 % der US-Belegschaft sind berechtigt, sofern sie sich auf der Ebene Senior Director oder darunter befinden und die Summe aus Alter und Dienstjahren mindestens 70 beträgt; Vertriebsmitarbeiter mit Provisionsplänen sind ausgeschlossen. Details erhalten Betroffene und Manager am 7. Mai. Zudem reformiert Microsoft seinen jährlichen Vergütungsprozess: Aktienpakete werden von Barboni getrennt, um Managern mehr Flexibilität zu geben, und die Leistungsbeurteilungen von neun auf fünf Optionen vereinfacht. Diese Maßnahmen folgen auf frühere Entlassungswellen und massive Investitionen in Rechenzentren für generative AI-Workloads.
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