Beobachtetes Signal · 16. Feb. 2026 · Policy Update · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Großbritannien reguliert KI-Chatbots im Rahmen des Online Safety Act
Die britische Regierung hat Maßnahmen zur Schließung einer Gesetzeslücke im Online Safety Act angekündigt, wodurch KI-Chatbots explizit den Vorschriften unterliegen, illegale Inhalte zu verhindern, widrigenfalls drastische Geldstrafen oder Websperren drohen. Premierminister Keir Starmer nannte Dienste wie OpenAI’s ChatGPT, Google’s Gemini und Microsoft Copilot als betroffen von diesen erweiterten Pflichten. Dieser Schritt folgt auf eine verstärkte Prüfung des X-Chatbots Grok sowie auf Untersuchungen durch Ofcom und die Europäische Kommission im Zusammenhang mit sexuell expliziten Inhalten. Zu den diskutierten neuen Befugnissen gehören Mindestaltergrenzen für Social Media, Einschränkungen bei schädlichen Funktionen wie Infinite Scrolling, die Begrenzung des Zugangs von Minderjährigen zu KI-Chatbots und VPNs sowie Aufbewahrungspflichten für Online-Daten verstorbener Kinder.
Eine behördliche Ausweitung des Online Safety Act auf KI-Chatbots verschärft die Compliance-Risiken und Moderationspflichten für Betreiber großer Plattformen im Bereich der generativen KI und stellt eine fundamentale regulatorische Veränderung für das Tech-Ökosystem dar.
Marktsignale zu Microsoft in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die britische Regierung weitet den Online Safety Act explizit auf KI-Chatbots aus.
- Premierminister Keir Starmer nannte Chatbots wie OpenAI's ChatGPT, Google's Gemini und Microsoft Copilot als Adressaten der Neuregelung.
- Plattformen, die ihren Pflichten bezüglich illegaler Inhalte nicht nachkommen, drohen Geldstrafen oder Websperren.
- Die Maßnahmen folgen auf behördliche Untersuchungen von Ofcom und EU-Kommission gegen X und den Chatbot Grok wegen sexuell expliziter Bilder.
- Zu den vorgeschlagenen Befugnissen gehören Altersgrenzen, Einschränkungen von Infinite Scrolling, VPN-Beschränkungen für Kinder und Datenaufbewahrungspflichten.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Soziale Medien im Fokus: Jugendverbote vernachlässigen KI-Chatbot-Risiken
Regierungen weltweit schränken die Nutzung socialer Medien für Jugendliche ein, doch laut CNBC übersehen diese Maßnahmen ein wachsendes Risiko: KI-Chatbots. Etwa die Hälfte der US-amerikanischen Teenager nutzt Anwendungen wie ChatGPT, Copilot oder Character.AI, wobei Forscher zunehmend emotionale Abhängigkeiten von diesen Systemen beobachten. Experten wie Kaitlyn Regehr vom University College London und Sonia Livingstone von der LSE kritisieren, dass aktuelle Gesetze zum Kinderschutz unvollständig sind und die Förderung sozialer Abhängigkeit sowie kognitiver Entwertung durch Chatbots ignorieren. Während das britische Verbot lediglich kurz auf „romantische Begleit“-Chatbots eingeht, hat das US-Repräsentantenhaus den KIDS Act zur Beschränkung von KI-Chatbot-Interaktionen mit Kindern verabschiedet, der nun auf seine Zustimmung im Senat wartet. Zudem wurden Unternehmen wie Meta und YouTubes Mutterkonzern Google in diesem Jahr in Los Angeles wegen unzureichender Warnungen vor Plattformrisiken für fahrlässig befunden.
EU verschärft DSA-Auflagen für ChatGPT, Reddit und Roblox
Die Europäische Kommission hat ChatGPT (OpenAI), Reddit und Roblox strengeren Vorgaben unter dem Digital Services Act (DSA) unterworfen, nachdem alle drei Plattformen die Schwelle von durchschnittlich 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern überschritten haben. Den Anbietern verbleiben vier Monate, um die erweiterten Pflichten in den Bereichen Jugendschutz, Entfernung illegaler Inhalte und Transparenz umzusetzen. ChatGPT, das bereits durch den EU AI Act reguliert wird, wurde im Rahmen des DSA zusätzlich als sehr große Online-Suchmaschine (VLOSE) eingestuft. Der DSA ist seit Februar 2024 vollständig in Kraft. Die Kommission hat bereits Verfahren gegen Akteure wie TikTok, Meta und Snapchat eingeleitet und empfindliche Millionenstrafen gegen Plattformen wie X, Temu sowie AliExpress verhängt.
Großbritannien prüft Social-Media-Verbot für Minderjährige
Die britische Regierung hat eine dreimonatige Konsultation zu Online-Sicherheitsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche auf Social Media, in KI-Chatbots sowie auf Gaming-Plattformen eingeleitet. Im Fokus stehen neben einem potenziellen Mindestalter für den Zugang zu Social Media auch weniger drastische Interventionen wie die Deaktivierung stark suchterzeugender Funktionen, nächtliche Nutzungsverbote sowie strengere Vorgaben für die Altersverifikation. Die Initiative knüpft an den unter der Vorgängerregierung verabschiedeten Online Safety Act an und zielt darauf ab, Minister bei rasanten technologischen Entwicklungen mit schnelleren Handlungsbefugnissen auszustatten. Zur Teilnahme aufgerufen sind Eltern, Jugendliche, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Industrie. Der britische Werbeverband ISBA signalisierte Unterstützung für eine verhältnismäßige Regulierung zum Schutz von Minderjährigen und der Brand Safety.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
