Beobachtetes Signal · 11. Feb. 2026 · Industry Report · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
UK-Programmatic 2025: Mehr Impressions, sinkende Erlöse
Der Pubstack State of Programmatic UK 2025 zeichnet das Bild eines Marktes, in dem höhere Impression-Volumina die Publisher-Erlöse nicht schützen konnten. Im Jahr 2025 stiegen die programmatischen Ad Impressions in UK im Jahresvergleich um 10,51 %, während der programmatische Umsatz um 2,29 % sank – angetrieben durch einen Einbruch des eCPM um 10,54 %. Der Umsatzrückgang konzentrierte sich vor allem auf das vierte Quartal, das einen Rückgang von 13,55 % im Jahresvergleich verzeichnete. Zudem dokumentiert der Bericht eine Verschiebung beim Demand-Mix: Googles Anteil sank um 3,64 Prozentpunkte, während Prebid um 3,79 Prozentpunkte zulegte. Laut Pubstack glichen Publisher den Druck über Volumenwachstum aus, sahen sich jedoch mit starkem Preisdruck konfrontiert. Der Bericht dient britischen Premium-Publishern als Benchmarking-Tool zur Identifikation von Einbußen bei Preisen, Qualität, Demand-Mix oder Auktions-Effizienz.
Der Bericht dokumentiert einen strukturellen Wandel im britischen Programmatic-Markt hin zu mehr Volumen bei sinkenden eCPMs und Umsätzen sowie veränderten Nachfragestrukturen. Dies signalisiert anhaltenden kommerziellen Druck auf die programmatische Monetarisierung und dient Publishern wie Einkäufern als wichtiger Benchmark.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Pubstack hat die UK-Ausgabe des State of Programmatic 2025 veröffentlicht.
- Die programmatischen Ad Impressions in UK stiegen 2025 im Jahresvergleich um +10,51 %.
- Der programmatische Umsatz sank 2025 um -2,29 % im Jahresvergleich; der eCPM fiel um -10,54 %.
- Im Q4 2025 ging der programmatische Umsatz im Jahresvergleich um -13,55 % zurück.
- Wandel beim Demand-Mix: Google-Anteil sank um -3,64 Prozentpunkte, Prebid stieg um +3,79 Prozentpunkte.
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Publisher-Werbeinventar sank im Q2 2026 um bis zu 40 Prozent
Benchmarking-Daten von Ozone verdeutlichen, dass das Volumen von Werbeanfragen im zweiten Quartal 2026 stark eingebrochen ist. KI-gestützte, klickfreie Suchfunktionen und veränderte Nutzungsmuster reduzierten den Referral-Traffic im Open Web drastisch. Ozone analysierte rund 20 Milliarden Impressions und verzeichnete in den USA einen Rückgang der Ad-Request-Volumina um 32 bis 37 Prozent im Jahresvergleich, in Großbritannien sogar um 39 bis 41 Prozent. Trotz geringerer Inventarmengen stiegen die durchschnittlichen eCPMs im Juni (in Großbritannien um rund 30 Prozent, in den USA um 7 Prozent), weshalb die Budgets in einigen Märkten weniger stark sanken. Der gesamte Programmatic Spend der US- und UK-Publisher von Ozone sank im ersten Halbjahr 2026 um 30,6 Prozent. Der Trend unterstreicht eine strukturelle Verlagerung hin zu Walled Gardens, kostenpflichtigen Abonnements und Log-in-Produkten, während Apps und In-Stream Video widerstandsfähiger agierten.
KI-Suche setzt UK- und US-Publisher unter Druck: Weniger Inventar und höhere TKPs
Eine auf der Analyse von rund 20 Milliarden Premium-Ad-Impressions basierende Ozone-Auswertung zeigt, dass KI-gestützte Suche und Zero-Click-Antworten den Referral-Traffic sowie das programmatische Ad Supply im Open Web massiv reduzieren. Im Q2 2026 sanken die Ad Requests im Jahresvergleich in den USA um ca. 32–37 % und in UK um 39–41 %. Gleichzeitig filtern Publisher minderwertige Bid Requests gezielt aus, was das verfügbare Inventar weiter verknappt. Trotz sinkender Volumina stiegen die durchschnittlichen eCPMs im Juni an (in UK um ca. 30 %, in den USA um ca. 7 %) und federten Umsatzeinbußen teilweise ab; die programmatischen Gesamtausgaben sanken im H1 2026 dennoch um rund 31 %. Dieser Wandel zwingt Publisher und Buy-Side dazu, Inventarqualität, First-Party Data, kontextuelle Signale und Attention Metrics stärker zu priorisieren.
Yapily-Chef hält sich bei Open-Banking-Konsolidierung zurück
Yapily, ein britisches Open-Banking-Infrastruktur-Startup mit Lakestar-Beteiligung, meldete verbesserte Finanzzahlen für 2025: Der Umsatz stieg von 6,7 Mio. £ auf 16,7 Mio. £, und der Verlust von 16,2 Mio. £ wandelte sich in einen Gewinn von 355.000 £. CEO Stefano Vaccino führt das Wachstum auf eine schlanke Organisation und höhere Einnahmen von Bestandskunden wie Revolut, Intuit, Adyen und Google zurück. Das seit 2025 profitable Unternehmen hatte zuletzt 2021 eine Series-B-Finanzierung über 51 Mio. $ unter Führung von Sapphire Ventures erhalten. Angesichts der erwarteten Konsolidierung im Open-Banking-Sektor erklärte Vaccino, man wolle sich vorerst zurückhalten und auf organisches Wachstum setzen. Er verwies auf kommende Treiber wie Commercial Variable Recurring Payments (CVRPs) und das EU-Regelwerk Financial Data Access (FiDA) sowie auf jüngste Übernahmen wie Paypoints Kauf von obconnect und TrueLayers Übernahmen von in3 und Zimpler.
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