Beobachtetes Signal · 31. März 2026 · Investigation · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Großbritannien startet Kartellprüfung zu Microsofts Unternehmenssoftware
Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat eine Untersuchung zum Status eines strategischen Marktes (SMS) für das Enterprise-Software-Ökosystem von Microsoft eingeleitet. Betroffen sind Kernprodukte wie Windows, Word, Excel, Teams sowie die KI-Plattform Copilot. Die im Mai beginnende Prüfung fokussiert sich auf Lizenzierungspraktiken in Cloud-Umgebungen und potenzielle Marktmacht durch die Integration von KI in Geschäftsanwendungen. Die CMA wandte den SMS-Status zuvor bereits auf Google und Apple im Mobilbereich an. Ein Cloud-Marktbericht vom Juli bezifferte den Marktanteil von Microsoft und AWS im IaaS-Bereich jeweils auf rund 30 bis 40 Prozent. Microsoft kündigte eine konstruktive Zusammenarbeit an. Die SMS-Einstufung stellt kein Fehlverhalten fest, erlaubt der Behörde jedoch die Durchsetzung neuer Regeln gegen den Missbrauch einer dominanten Marktstellung.
Eine bedeutende Wettbewerbsbehörde untersucht einen führenden Technologiekonzern formal hinsichtlich Unternehmenssoftware und Cloud-Lizenzierung. Die Ergebnisse könnten den Wettbewerb im Cloud-Sektor, die Lizenzierung, Interoperabilität sowie die KI-Integration in Enterprise- und MarTech-Stacks maßgeblich verändern.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die britische Wettbewerbsbehörde CMA kündigte eine SMS-Untersuchung zu Microsofts Unternehmenssoftware an, die im Mai startet.
- Zu den von der CMA genannten Produkten gehören Windows, Word, Excel, Teams und die KI-Plattform Copilot, die von Hunderttausenden britischen Unternehmen und öffentlichen Institutionen genutzt werden.
- Der SMS-Status ermöglicht der CMA die Durchsetzung von Regeln bezüglich Lizenzierungspraktiken in Cloud-Märkten, stellt jedoch kein formelles Fehlverhalten fest.
- Im Juli berichtete die CMA, dass Microsoft und AWS jeweils einen Marktanteil von etwa 30 bis 40 Prozent am IaaS-Markt halten.
- Google und Apple wurden von der CMA im Oktober bereits wegen ihrer Mobilplattformen mit dem SMS-Status belegt.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
Musk's Grok Bot nutzt künftig Claude und andere Konkurrenz-KI
Elon Musk hat angekündigt, dass der KI-Agent Grok Bot nicht mehr ausschließlich auf die hauseigenen Grok-Modelle setzen wird, sondern für jede Aufgabe das beste Backend-Modell verwenden soll. Als Beispiele nannte er Claude Opus 5.5 von Anthropic, den Bildgenerator Midjourney und den Musikgenerator Suno. Die Ankündigung, die zuerst von The Information berichtet wurde, markiert eine strategische Wende für Musks KI-Einheit, die Milliarden in das Training eigener Modelle investiert hat. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend des Model-Routings wider, wie ihn Microsoft mit Anthropic-Modellen in Copilot und Perplexity mit der Auswahl von Modellen demonstriert. Die Entscheidung erfolgt nach Nutzerbeschwerden über die Erreichbarkeit der Grok-App. Musks KI-Einheit, die nun Teil von SpaceX ist und kürzlich umbenannt wurde (SpaceXAI, dann SpaceXSI), scheint damit anzuerkennen, dass die eigenen Modelle nicht in allen Bereichen führend sind, da Claude Opus 5.5 im Artificial-Analysis-Ranking vor der Konkurrenz liegt.
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