Beobachtetes Signal · 15. Feb. 2023 · Technical Release · Quelle: Quo Vadis News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Tipp #2: Custom Algos im programmatischen Werbemarkt
Der Beitrag beleuchtet Custom Algos als maßgeschneiderte, maschinengesteuerte Optimierungsansätze für einzelne Werbetreibende jenseits herkömmlicher DSP-Parametrisierungen. Ein privater Drittanbieter-Algorithmus kann die klassische Entscheidungsfindung einer Demand-Side Platform übersteuern und über zahlreiche Stellhebel wie Creatives, Werbemittelformate, Audiences, Devices und Inventory hinweg priviligierte Strategien ermitteln. Das Konzept stützt sich auf das Multi-Armed-Bandit-Problem, um zu veranschaulichen, wie der Algorithmus diverse Kombinationen testet, um Ergebnisse bei reduziertem manuellem Aufwand zu maximieren. Während DSPs üblicherweise eine Tech Fee von rund 10 Prozent erheben, schlägt ein privater Custom Algo mit weiteren etwa 10 Prozent zu Buche, was die Disintermediation in der Supply Chain verstärken kann. Der Text kontrastiert den ressourcenintensiven, manuellen Ansatz mit algorithmischer Präzision und analysiert, ob sich Komplexität und Mehrkosten lohnen. Zudem werden die Umweltauswirkungen programmatischer Redirects angesprochen und ein Ausblick auf Tipp #3 zu Working-Media-Kosten-Wasserfällen gegeben.
Einordnung von Custom Algos und deren Marktauswirkungen als Erklärstück abseits von Plattform-Launches oder Quartalszahlen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Custom Algos sind maßgeschneiderte Lösungen für Werbetreibende jenseits standardmäßiger DSP-Parameter.
- Ein privater Drittanbieter-Algorithmus kann den Bidding-Prozess der Demand-Side Platform disintermediieren.
- Das Multi-Armed-Bandit-Framework dient als veranschaulichendes Optimierungsmodell für Custom Algos.
- Zu den üblichen DSP-Tech-Fees von rund 10 Prozent addieren sich bei privaten Custom Algos weitere ca. 10 Prozent.
- Die zunehmende Disintermediation erhöht die Komplexität der Supply Chain und erfordert validierende Tests.
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pubX erhält 5 Mio. USD Series A und übernimmt Compliant
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Remakes, Remaster, Sequels: Sicherer Hafen, aber Gefahr für Innovation
Der Artikel diskutiert den wachsenden Trend von Videospiel-Remakes, Remastern und Fortsetzungen, die als sichere Bank für die Branche gelten, aber auch kritisiert werden, weil sie Innovation ersticken. Er zitiert Daten, die zeigen, dass die Branche seit der Pandemie stark von Entlassungen betroffen ist und dass die meistverkauften Spiele in Deutschland meist Fortsetzungen oder Remaster sind. Der Autor argumentiert, dass Nostalgie ein mächtiges Marketinginstrument ist, das von großen Publishern wie Microsoft, EA und Ubisoft genutzt wird, warnt aber davor, dass eine übermäßige Abhängigkeit von Nostalgie der Kreativität der Branche langfristig schaden könnte. Der Artikel schlägt vor, dass Indie-Spiele frische Erlebnisse bieten können, während sie gleichzeitig Nostalgie wecken, und fordert die Spieler auf, offener für neue Ideen jenseits von Fotorealismus zu sein.
Disney strukturiert TV-Bereich um Streaming um
Walt Disney plant eine umfassende Umstrukturierung seines Fernsehgeschäfts und verlagert den Fokus von traditionellen Kabel- und Rundfunksendern hin zu einer streaming-zentrierten Organisation. Unter der Leitung von Debra O'Connell, Chairman von Disney Entertainment Television, sollen Divisionen wie ABC Entertainment, 20th Television, Hulu Originals und andere zusammengeführt werden, um Doppelrollen zu reduzieren und Budgets an Streaming-Kennzahlen zu koppeln. Der Schritt folgt auf sinkende Affiliate-Gebühren und Cord-Cutting und ist Teil der breiteren Initiative von CEO Josh D'Amaro, das Unternehmen zu vereinheitlichen. Hunderte Stellenstreichungen werden erwartet, weitere Kürzungen in Recht, HR und IT sind geplant. Die Umstrukturierung, die vor Ende 2026 nicht abgeschlossen sein soll, spiegelt den branchenweiten Trend zu Streaming-First-Strategien wider.
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