Beobachtetes Signal · 7. Nov. 2025 · Earnings Report · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
The Trade Desk wächst im Q3: Vision für das Open Internet
The Trade Desk hat starke Q3-Zahlen vorgelegt und verzeichnete einen Umsatz von 739 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 18 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Nettogewinn stieg um 16 Prozent auf 116 Millionen US-Dollar. Damit übertrifft der Demand-Side Platform-Riese im zweiten Quartal in Folge die Erwartungen, nachdem es im vierten Quartal 2024 zu Abweichungen gekommen war. CEO Jeff Green betonte die zentrale Rolle des Unternehmens im Open Internet und hob Unified ID 2.0 sowie OpenRTB als Industriestandards hervor. Mit einer Verarbeitung von rund 20 Millionen Ad Impressions pro Sekunde positioniert sich The Trade Desk als größte unabhängige Third-Party-Nachfragequelle für Publisher. Green skizzierte eine ehrgeizige Vision, in der unabhängige DSPs langfristig Marktanteile von den großen Walled Gardens wie Google, Meta und TikTok erobern werden, gestützt auf Connected TV und datenschutzkonforme Identitätsdienste.
Der Q3-Finanzbericht zeigt ein robustes Umsatzwachstum und liefert strategische Einblicke in den anhaltenden Wettbewerb zwischen dem Open Internet und den Walled Gardens.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Umsatz von The Trade Desk im Q3 2025 lag bei 739 Millionen US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent im Jahresvergleich.
- Der Nettogewinn im Q3 2025 betrug 116 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 16 Prozent entspricht.
- Es ist das zweite Quartal in Folge, in dem The Trade Desk die Gewinnerwartungen nach der Verfehlung im Q4 2024 erfüllt.
- CEO Green hob Unified ID 2.0 und OpenRTB-Felder als durch Innovationen etablierte Industriestandards hervor.
- The Trade Desk verarbeitet rund 20 Millionen Ad Impressions pro Sekunde und fungiert als größte globale Third-Party-Nachfragequelle für viele Publisher.
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4 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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