Beobachtetes Signal · 22. Okt. 2026 · Research · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv

Umfragen: Bevölkerung sieht SRG als Faktenprüferin

Zusammenfassung des Signals

Zwei aktuelle Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung von der SRG erwartet, aktiv gegen Falschinformationen im Internet vorzugehen. Eine von der SRG in Auftrag gegebene YouGov-Studie (Frühjahr, 1256 Befragte) ergab, dass 88% es wichtig finden, dass SRF, RTS und RSI als verlässliche Quellen online Falschinformationen entgegenwirken, 60% sogar sehr wichtig. Eine Studie des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich (September) identifizierte die Faktenprüfung ebenfalls als wichtigste neue Aufgabe (68% wichtig, 11% unwichtig). Die Studien unterscheiden sich jedoch bei der Bedeutung der Online-Präsenz: In der SRG-Studie finden 77% die Online-Angebote wichtig, beim Fög sind es nur 47% für Websites/Apps und 35% für Social Media. Auch bei Generationsunterschieden weichen sie ab: Das Fög sieht eine Kluft, insbesondere bei Social Media.

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Hohe Konfidenz

Der Artikel betrifft die Meinung der Schweizer Bevölkerung zur Rolle der SRG als Faktenprüferin. Er ist für die Medien- und Werbebranche relevant, da er die Strategie des öffentlichen Rundfunks und das Vertrauen betrifft, hat jedoch begrenzte direkte Auswirkungen auf AdTech/MarTech-Operationen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • YouGov-Umfrage (1256 Befragte, Frühjahr 2026) im Auftrag der SRG: 88% finden es wichtig, dass die SRG online Falschinformationen entgegenwirkt.
  • Fög-Studie (September 2026) der Universität Zürich: 68% der Befragten befürworten den Ausbau der Faktenprüfung als neue SRG-Aufgabe.
  • SRG-Umfrage: 77% finden die Online-Angebote der SRG wichtig für Information und Meinungsbildung; Fög: nur 47% für Websites/Apps und 35% für Social Media.
  • Das Fög stellt einen Generationengraben bei Social Media fest: Fast 70% der 18-24-Jährigen finden die SRG-Präsenz wichtig, bei den über 55-Jährigen nur etwa ein Viertel.

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Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 22. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Umfragen: Bevölkerung sieht SRG als Faktenprüferin”

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Media Policy18. Sept. 2026

Fög-Studie: Junge Schweizer fordern SRG-Präsenz auf Social Media

Eine Studie des Forschungsbereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich zeigt, dass eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung öffentlich-rechtliche Medien wie die SRG unterstützt, die Erwartungen an die Online-Präsenz je nach Altersgruppe jedoch stark divergieren. Während 69,9 Prozent der 18- bis 24-Jährigen eine SRG-Präsenz auf Social Media fordern, sind es bei den über 55-Jährigen lediglich 23,8 Prozent. Generell schätzt die Bevölkerung die eigenen Kanäle der SRG: 69,6 Prozent betonen die Präsenz im Fernsehen und 47 Prozent nennen Websites beziehungsweise Apps. Die Untersuchung soll in die neue SRG-Konzession ab 2029 einfließen, in der der Bund plant, Online-Aktivitäten stärker auf Audio und Video zu fokussieren. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Rückzug von Drittplattformen vor allem jüngere Zielgruppen treffen würde, weshalb die Autoren pauschale Regulierungen für bestimmte Online-Formate ablehnen.

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Media Trust26. Okt. 2026

Studie: 53% der Schweizer sehen Medien als Desinformationsquelle

Eine neue Studie zum Jahrbuch Qualität der Medien zeigt, dass 53% der Schweizer Bevölkerung journalistische Medien als Quelle von Desinformation betrachten. Daniel Vogler, Co-Direktor des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft, ordnet die Ergebnisse ein und betont, dass das Vertrauen in die Medien nicht klar abnimmt, aber ein erheblicher Teil der Bevölkerung skeptisch ist. Die Studie zeigt auch hohe Zustimmungswerte für Verschwörungstheorien, einschließlich antisemitischer Narrative und 5G-Gesundheitsbehauptungen. Vogler plädiert dafür, dass der Journalismus seine Rolle als Faktenprüfer stärkt, und schlägt eine gemeinsame Infrastruktur für Faktenchecks sowie ein Leistungsschutzrecht vor, damit Plattformen und KI-Anbieter für journalistische Inhalte zahlen und so den Journalismus im Kampf gegen Desinformation unterstützen.

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Broadcasting regulation and public broadcaster oversight20. Juli 2026

Rechtsbürgerliche Kräfte erhöhen den Druck auf die SRG

Eine Untersuchung des Magazins Republik belegt den wachsenden politischen Druck auf die SRG trotz eines klaren Votums gegen die Halbierungsinitiative. Der neu gegründete Verein SVFAB analysierte angeblich rund 30'000 SRF-Sendungen mittels Künstlicher Intelligenz auf eine linkslastige Schlagseite hin und übergab die Daten an die neue Bakom-Direktorin Gianna Luzio. Der SVFAB fordert die Schaffung eines unabhängigen Mediengerichts mit Sanktionsbefugnissen und Bussen von bis zu 500'000 CHF. Medienminister Albert Rösti unterstützt die Debatte über eine angeblich unausgewogene Berichterstattung und erwägt, der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) ebenfalls Bussenkompetenzen zu verleihen, was eine Gesetzesänderung erfordern würde. Medienexperten kritisieren die SVFAB-Methodik als intransparent und wissenschaftlich nicht haltbar. Die Diskussion verlagert sich zunehmend auf strukturelle Hebel wie Konzessionsbedingungen, Aufsichtsstrukturen und die künftige Finanzierung.

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