Beobachtetes Signal · 16. Juni 2026 · Market Research / Survey · Quelle: techcrunch · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Umfrage: 60 % empfinden KI in der Markenkommunikation als abschreckend
Ein aktueller Report von WordPress VIP zeigt eine wachsende Skepsis von US-Verbrauchern gegenüber künstlicher Intelligenz in der Markenkommunikation. Demnach finden 60 % der Befragten Marken abschreckend, die den Begriff „KI“ in ihren Botschaften verwenden. Zudem vertrauen 86 % KI-Inhalten nicht vollständig und ziehen Originalquellen vor. 42 % gaben an, dass KI-generierte Antworten ohne klare Quellenangabe weniger vertrauenswürdig sind als Fluggebühren, undurchsichtige Datenschutzrichtlinien oder Arztrechnungen. Fast drei Viertel empfinden das Internet als unpersönlicher als vor zehn Jahren. Gleichzeitig verzeichnen Unternehmen steigende Zugriffe durch AI Search und Answer Platforms: 60 % meldeten mehr Traffic aus KI-Suchen, und 74 % stufen KI-Auffindbarkeit sowie Attribution als strategische Priorität ein. Dies verdeutlicht den Spagat zwischen technischer Sichtbarkeit (GEO) und dem Erhalt von Verbrauchervertrauen und Transparenz im modernen Marketing.
Die Studie verdeutlicht die Diskrepanz zwischen wachsendem Verbrauchermiststrauen gegenüber KI-Botschaften und dem strategischen Fokus von Unternehmen auf KI-Auffindbarkeit (GEO) — relevant für Brand Strategy, Marketing und SEO.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Report von WordPress VIP (Automattic) basierend auf einer April-Umfrage unter 2.000 Befragten (800 Enterprise-Entscheider/CMOs und 1.200 US-Verbraucher).
- 60 % der US-Verbraucher empfinden Marken, die mit „KI“ werben oder kommunizieren, als abschreckend.
- 86 % der Befragten vertrauen KI nicht vollständig und fordern den Zugriff auf Originalquellen.
- 42 % der Verbraucher vertrauen unbelegten KI-Antworten weniger als versteckten Airline-Gebühren oder komplexen Datenschutzbestimmungen.
- 60 % der Unternehmen verzeichnen mehr Traffic durch KI-Suchmaschinen; 74 % priorisieren KI-Auffindbarkeit (GEO) und Attribution.
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61 % der Verbraucher können keine Marken mit guter KI-Nutzung nennen
Eine von WordPress VIP für den Bericht „Future of the Web 2026“ durchgeführte Umfrage unter über 2.000 Enterprise-Entscheidern und Verbrauchern offenbart eine weit verbreitete Skepsis gegenüber dem KI-Einsatz von Marken. Den Ergebnissen zufolge können 61 % der Befragten keine Marke nennen, die KI im Messaging sinnvoll einsetzt, während 16 % angeben, dass dies keiner einzigen Marke gelingt. Zudem empfinden 60 % den Einsatz von KI in der Markenkommunikation eher als abstoßend, und nach rund 40 Minuten setzt bei Verbrauchern eine sogenannte „Bot-Müdigkeit“ ein. Der Artikel positioniert WordPress VIP als KI-fähige Enterprise-Content-Plattform mit namhaften Kunden und bewirkt eine Sensibilisierung für die bestehende Vertrauenslücke beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in MarTech- und Content-Strategien.
Marketer vor der Vertrauenskrise in der KI-gestützten Suche
KI-gestützte Suche beeinflusst zunehmend Kaufentscheidungen, leidet jedoch unter einem massiven Vertrauensdefizit. Laut Yelp nutzten 65 % der US-Verbraucher in den letzten sechs Monaten KI-Suche, aber nur 15 % vertrauen ihr stark. Im B2B-Bereich berichten 53 % der Einkäufer laut G2 von höherer Produktivität bei der Software-Recherche, was Anbieter-Discovery und Abschlüsse beschleunigt. Criteo-Präsidentin Sherry Smith warnt davor, dass KI-Referrals Konsumenten oft direkt auf Produktdetailseiten leiten – laut Criteo-Daten rund 70 % der Nutzer –, was klassische Touchpoints und Discovery Journeys verkürzt. Zudem zeigt eine Quad/Graphics-Studie, dass 75 % der Amerikaner das Vertrauen verlieren würden, wenn KI-Shopping-Ergebnisse gesponsert wären. Für Marken entsteht hierbei die doppelte Herausforderung, Sichtbarkeit in schrumpfenden Funnels zu sichern und gleichzeitig glaubwürdige, transparente KI-Erlebnisse zu etablieren.
KI-generierte Werbung mindert das Markenvertrauen bei jedem Dritten
Eine repräsentative Censuswide-Umfrage unter 2.000 Bundesbürgern im Auftrag der Verve Group zeigt gemischte Reaktionen auf KI in der Werbung: 35 % der Befragten gaben an, einer Marke weniger zu vertrauen, wenn sie wissen, dass eine Anzeige KI-generiert ist. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen steigt dieser Wert sogar auf 45 %. Gleichzeitig können sich 69 % vorstellen, basierend auf der Empfehlung eines KI-Chatbots zu kaufen. Zudem bevorzugen 80 % werbefinanzierte App-Vorteile gegenüber Gebühren, äußern jedoch Datenschutzbedenken und ergreifen Schutzmaßnahmen wie Cookie-Ablehnung. Die Ergebnisse sind besonders vor dem Hintergrund von Artikel 50 des EU AI Act relevant, der ab dem 2. August 2026 eine Kennzeichnungspflicht für KI-Werbung vorschreibt. Laut Verve-CEO Remco Westermann akzeptieren Konsumenten KI im Hintergrund, verlieren jedoch bei sichtbarem Einsatz Vertrauen – mit direkten Folgen für Creative Strategy, Compliance und Kennzeichnungspraktiken.
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