Beobachtetes Signal · 22. Nov. 2018 · Market Research · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Studie: Partner- und Affiliate-Marketing als strategischer Umsatztreiber
Der Artikel beleuchtet eine globale Studie von WBR Research zur Rolle und zum Geschäftswert von Partnerschaften und Affiliate Marketing. Für die Erhebung wurden rund 300 Teilnehmende pro Region in EMEA, Nordamerika, Australien/Neuseeland und Asien aus den Branchen Retail, Travel und Financial Services befragt. Das Respondentenspektrum ist hochkarätig besetzt: 82 Prozent nahmen Führungspositionen oberhalb des mittleren Managements ein, 40 Prozent waren auf CEO-Ebene oder höher tätig. Die befragten Unternehmen sind überwiegend Großkonzerne (72 Prozent verzeichnen über 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz). Zentrale Ergebnisse zeigen, dass 54 Prozent der Unternehmen mehr als 20 Prozent ihres Gesamtumsatzes über Partnerschaften generieren. Zudem stufen 74 Prozent das Partner- und Affiliate-Marketing als hohe oder sehr hohe Priorität ein, während 69 Prozent erhebliches weiteres Wachstumspotenzial in diesem Channel sehen.
Die wachsende Akzeptanz und der signifikante Umsatzbeitrag von Partnerschaften unterstreichen deren hohe Priorität in den Führungsetagen. Globale Studiendaten belegen den nachhaltigen Branchenimpact dieses Kanals.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Branchenfokus: Befragung von Vertretern aus Retail/Online-Retail, Travel und Financial Services.
- Regionale Verteilung: 301 Teilnehmer in EMEA, 301 in Nordamerika, 298 in Australien/Neuseeland sowie 300 in Asien.
- Führungsebene: 82 Prozent der Befragten besetzten Positionen über dem mittleren Management, 40 Prozent waren auf CEO-Niveau.
- Unternehmensgröße: 72 Prozent der Firmen erwirtschaften über 500 Millionen US-Dollar Umsatz, 38 Prozent über 2 Milliarden US-Dollar.
- Umsatzbeitrag: 54 Prozent generieren mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes durch Partnerschaften; 74 Prozent bewerten den Channel als priorisiert.
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Affiliate-Marketing boomt: Marken erhöhen Partnerschafts-Budgets deutlich
Der aktuelle Global State of Affiliate Marketing Report 2025 von impact.com, für den 818 Marketer, 284 Publisher und 421 Creator in acht Ländern befragt wurden, belegt ein starkes Wachstum der Affiliate-Aktivitäten, da Marken steigenden Customer Acquisition Costs entgegenwirken. Der Studie zufolge haben 74 Prozent der Marken ihre Investitionen im vergangenen Jahr erhöht. Die Budgetallokationen zeigen, dass 30 Prozent der Unternehmen 10 bis 20 Prozent, 38 Prozent 21 bis 30 Prozent, 20 Prozent 31 bis 50 Prozent und 6 Prozent mehr als 50 Prozent ihres Marketingsbudgets in Partnerschaften lenken. Influencer Marketing gewinnt an Priorität, während der Einsatz von KI Kampagnen formt und Partnerschaften messbare Ergebnisse liefern. Im Fokus stehen Umsatzsteigerung, Kosteneffizienz und präzises Audience Targeting. Impact.com definiert fünf Säulen der Reife: diversifiziertes Partner-Portfolio, optimierte Creator-Partnerschaften, strategische Investitionen, intelligenter KI-Einsatz und weiterentwickelte Messmethoden.
Studie: Affiliate Marketing gewinnt in Deutschland an Bedeutung
Der Affiliate and Partner Marketing Circle (APMC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat erstmals konsolidierte Marktdaten für Affiliate- und Partner-Marketing in Deutschland veröffentlicht. Gestützt auf Daten von 13 Netzwerken und Plattformen für die Jahre 2024 bis 2025 verzeichnet der Markt 2025 ein Investitionsvolumen von 932 Millionen Euro, was einem Wachstum von 8,3 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die dadurch generierten Umsätze stiegen um 12 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro. Insgesamt wurden 2025 rund 228 Millionen Online-Transactions über Affiliate-Partnerschaften vermittelt. Fast ein Viertel der analysierten Online-Transactions wies mindestens einen Affiliate-Touchpoint auf, während klassische Last-Click-Modelle lediglich 12.4 Prozent ausweisen. Rund 80 Prozent der Budgets wurden rein erfolgsbasiert (Performance/CPA) vergütet. Der Bericht ist die erste öffentliche Publikation der neu gegründeten APMC-Arbeitsgruppe im BVDW.
Jenseits des Programmlärms: Wie ein Luxusriese 1.400+ Partner konsolidierte
Die Steuerung eines globalen Partnerschaftsprogramms über verschiedene Märkte hinweg führt häufig zu einer unerwartetzten Herausforderung: dem sogenannten Programmlärm. Mit der Zeit häufen sich inaktive oder ertragsschwache Accounts an, wodurch aufgeblähte Datenbanken entstehen, die den Blick auf umsatzstarke Top-Performer verdecken. Um diese Ineffizienzen zu beseitigen, implementierte ein führender globaler Luxus-Retailer eine umfassende Bereinigungs- und Optimierungsstrategie. Durch die systematische Reduzierung von über 1.400 fragmentierten Partnern auf ein fokussiertes, hochperformantes Portfolio konnte nicht nur Komplexität abgebaut, sondern auch die Datenqualität signifikant gesteigert werden. Dieser strategische Ansatz ermöglichte eine präzisere Attribution im Identity Management sowie optimierte Budgets im Bereich Retail Media. Das Resultat dieser Konsolidierung war ein starkes Q4-Wachstum von 38 Prozent, was eindrucksvoll belegt, dass im modernen MarTech-Umfeld Qualität und gezielte Partnerschaften weitaus wertvoller sind als schiere Masse.
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