Beobachtetes Signal · 8. Juli 2026 · Layoffs · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
SRF: Wachsender Protest gegen Entlassungen von Sprachexperten
Ein offener Protestbrief gegen die Entlassung von vier Sprach- und Präsentationstrainern beim SRF hat inzwischen 612 Unterschriften erreicht, nach zuvor 572 bei der Einreichung an SRG-Generaldirektorin Susanne Wille. Die neuen Unterzeichner machen etwa 20 Prozent der SRF-Belegschaft aus. Die betroffenen Trainer – einige davon mit über 30 Dienstjahren – wurden Ende Juni im Rahmen des Sparprogramms „Enavant“ freigestellt. Unterzeichner und die Gewerkszeit SSM fordern die Wiedereinstellung der Trainer sowie Kritik an der Art und Weise der Entlassungen. SRG-HR-Chefin Severine Schori-Vogt wies den Vorwurf zurück, Mitarbeiter seien sofort vor die Tür gesetzt worden; sie seien lediglich freigestellt, aber nicht zur sofortigen Abgabe von Ausweisen gezwungen worden. Die SRG hält an den Kürzungen fest, wobei künftige Schulungen wie bei RTS und RSI durch eine Kombination aus internem und externem Coaching abgedeckt werden sollen.
Betrifft die Personalstruktur und Ausbildungskapazität eines öffentlich-rechtlichen Senders und signalisiert Sparmaßnahmen bei der SRG, bleibt jedoch ein lokaler Medienpersonalstreit ohne breitere Auswirkungen auf die Werbetechnologie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ein Protestbrief gegen die Entlassung von vier Sprachtrainern beim SRF wurde von 612 Mitarbeitern unterzeichnet (zuvor 572).
- Rund 20 Prozent der SRF-Belegschaft haben den Protestbrief unterzeichnet.
- Die vier Trainer wurden Ende Juni im Rahmen des SRG-Sparprogramms „Enavant“ freigestellt.
- Unterzeichner und die Gewerkschaft SSM fordern die Wiedereinstellung und kritisieren die Entlassungsmethoden.
- SRG-HR-Chefin Severine Schori-Vogt wies Vorwürfe eines sofortigen Hausverbots zurück und sprach von einer regulären Freistellung.
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6 verknüpfte Unternehmen“Den Protestbrief gegen die Entlassung von vier Sprechausbildnern bei SRF haben laut CH Media inzwischen 612 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter...”
“Künftig sollen interne und externe Sprechtrainings kombiniert werden, wie es bei RTS und RSI bereits Praxis ist....”
“Den Protestbrief gegen die Entlassung von vier Sprechausbildnern bei SRF haben laut CH Media inzwischen 612 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter...”
“Die SRG hält trotz der Kritik am Stellenabbau fest. (sda/cbe)...”
“Beim Versand des Briefs an SRG-Generaldirektorin Susanne Wille in der vergangenen Woche seien es noch 572 gewesen....”
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SRF entlässt Sprechtrainer im Rahmen von Sparprogramm
Der Schweizerische Radio- und Fernsehsender SRF hat im Zuge des SRG-Sparprogramms „Enavant“ vier langjährige, festangestellte Sprech- und Präsentationstrainer fristlos entlassen. Die SRF-Medienstelle bestätigte die Einsparungen und erklärte, dass Sprechtrainings künftig bedarfsorientiert intern oder extern beschafft werden. Intern wird der Schritt damit begründet, SRF an die Sprachregionen RTS und RSI anzugleichen, die keine festangestellten Sprechtrainer beschäftigen. Die Gewerkskunft SSM sowie betroffene Mitarbeitende protestierten bei SRG-Generaldirektorin Susanne Wille und argumentierten, dass externe Anbieter nicht günstiger seien und die Entlassungen—teilweise kurz vor der Pensionierung—ungerecht seien. Die SRG will bis 2029 rund 270 Millionen Franken einsparen und plant im Rahmen von „Enavant“ den Abbau von etwa 900 Vollzeitstellen.
Schweizer Mediengewerkschaft SSM fordert Kündigungsstopp beim öffentlich-rechtlichen Sender SRF
Die Schweizer Mediengewerkschaft SSM übt scharfe Kritik an dem angekündigten Abbau von 38 Vollzeitstellen beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und fordert die SRG auf, von Kündigungen abzusehen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Mitbestimmungsrechte der Mitarbeitenden beim Sparprogramm ,Enavant' unzureichend gewürdigt zu haben. Insbesondere kritisiert das SSM die Situation von Führungskräften, die sich auf tarifgebundene Stellen mit Gehaltskürzung bewerben können und wegen der Freiwilligkeit möglicherweise keine Sozialplanleistungen erhalten. Zudem bemängelt die Gewerkschaft die ungenügende Einbindung der Personalvertretung. SRF plant im Rahmen der SRG-weiten Einsparungen bis 2027 Kürzungen in Höhe von 9,7 Millionen Schweizer Franken, wobei die Hälfte durch natürliche Fluktuation aufgefangen werden soll. Die Gewerkschaft argumentiert, die Finanzlage rechtfertige keine Entlassungen und warnt vor sinkender Programmqualität.
SRF-Stellenabbau trifft Informationsressort durch Sparprogramm am stärksten
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) setzt im Rahmen ihres Programms „Enavant“ drastische Sparmaßnahmen um, die durch staatlich verordnete Kürzungen der Medienabgabe ausgelöst wurden. Betroffen sind SRF, RTS und RSI. Auf den obersten drei Führungsebenen streicht die SRG über 20 Prozent der Stellen und erzielt 2027 Einsparungen von 80 Millionen Franken, was zu einem Gesamteinsparvolumen von 270 Millionen Franken bis 2029 beiträgt. Allein das SRF baut bis 2027 insgesamt 38 Vollzeitstellen ab und spart 9,7 Millionen Franken, wobei das Informationsressort am härtesten getroffen wird. RTS plant Einsparungen von 8,1 Millionen Franken und den Abbau von 25 Stellen durch sprachregionalen Schulterschluss. RSI reduziert das Budget um 3,4 Millionen Franken und streicht 8 bis 12 Stellen primär über Fluktuation und Frühpensionierungen. Alle Einheiten forcieren KI-gestützte Produktionen und den Streaming-Fokus.
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