Beobachtetes Signal · 16. Juli 2026 · Technical Advisory · Quelle: DEV Community · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
SAML-Replay-Risiko durch unsignierte Response-Envelopes bei Identity Management
Der Artikel beleuchtet eine Replay-Schwachstelle in SAML SSO, bei der zahlreiche Identity Provider lediglich das <Assertion>-Element signieren, die umgebende <Response>-Hülle samt des darin enthaltenen InResponseTo-Attributs jedoch untern signiert belassen. Da Replay-Abwehrmechanismen häufig an dieses ungesicherte InResponseTo-Attribut gekoppelt sind, können Angreifer es aus einer abgefangenen, gültigen SAML-Response entfernen und die signierte Assertion als IdP-initiierten Login erneut einspielen. Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, den Einmaligkeits-Schutz direkt auf die signierte Assertion-ID (Assertion@ID) zu stützen, gesehene IDs bis zu deren NotOnOrAfter-Ablauf zu cachen und das Anforderungs-Binding sowie den InResponseTo-Abgleich lediglich als Defense-in-Depth-Maßnahme zu nutzen. Dies betrifft auch Plattformen im Bereich Identity Management.
SAML SSO ist im Enterprise-Umfeld weit verbreitet; die beschriebene Replay-Schwachstelle ermöglicht unautorisierte Logins, sofern nicht signierte Assertion-Felder als Schutz herangezogen werden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Viele IdPs (darunter Entra und Okta) signieren standardmäßig das <Assertion>-Element, lassen jedoch das umgebende <Response>-Envelope unsigniert.
- Das InResponseTo-Attribut befindet sich in der unsignierten <Response>, sodass ein Entfernen die Gültigkeit der Signatur unberührt lässt.
- Angriffspfad: Abfangen einer echten signierten Response, Löschen von InResponseTo und mehrfaches Einspielen der Assertion für wiederholte Logins.
- Behebung: Replay-Schutz an die signierte Assertion@ID koppeln (IDs bis NotOnOrAfter cachen) und weitere Prüfungen als Defense-in-Depth beibehalten.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Entra, Okta, most of the field sign the `<Assertion>` element and leave the `<Response>` envelope around it unsigned....”
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