Beobachtetes Signal · 28. Apr. 2023 · Hiring · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Salesforce und Amazon streichen Tausende Stellen im Tech-Sektor
Salesforce plant den Abbau von rund zehn Prozent seiner Belegschaft, was über 7.000 Mitarbeiter betrifft und auch Büroschließungen in bestimmten Märkten umfasst. CEO Marc Benioff begründete dies mit einem schwierigen Marktumfeld, pandemiebedingten Übereinstellungen sowie zurückhaltenden Kunden. Das Unternehmen rechnet im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2023 mit Restrukturierungskosten zwischen 1,4 und 2,1 Milliarden US-Dollar. Unabhängig davon kündigte Amazon an, mehr als 18.000 Arbeitsplätze zu streichen – die bisher größte Entlassungswelle der Unternehmensgeschichte, von der nun auch europäische Standorte betroffen sind. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund von Inflation, einer drohenden Rezession, sinkender Werbenachfrage und einer branchenweiten Entlassungswelle im Technologiesektor. Bei Amazon sank die Gesamtzahl der Beschäftigten im Zuge dieser Entwicklung von 1,62 Millionen im ersten Quartal 2022 auf rund 1,54 Millionen im darauffolgenden September.
Prominente Massenentlassungen bei Salesforce und Amazon verdeutlichen die anhaltende Konsolidierung im Technologiesektor und signalisieren weitreichende Auswirkungen auf die Werbe- und MarTech-Ökosysteme.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Salesforce plant den Abbau von rund 10 % seiner Belegschaft (über 7.000 Mitarbeiter) und schließt Büros in ausgewählten Märkten.
- Die Restrukturierungskosten von Salesforce belaufen sich voraussichtlich auf 1,4 bis 2,1 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal von GJ 2023.
- Amazon streicht mehr als 18.000 Stellen (inklusive Europa) – die größte Entlassungswelle der Unternehmensgeschichte.
- Der weltweite Personalbestand von Amazon sank von 1,62 Millionen (Q1 2022) auf rund 1,54 Millionen im September desselben Jahres.
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Amazon baut Stellen im Retail-Bereich ab
Amazon baut in seinem Stores-Geschäft eine kleine Anzahl von Stellen ab, was Hunderte von Mitarbeitern betrifft. Das Unternehmen erklärte, es passe seine Teamstrukturen an, um Prioritäten besser umsetzen zu können, nannte aber keine konkreten betroffenen Rollen. Dies folgt auf die Ankündigung von Amazon im Oktober 2025, die Unternehmensbelegschaft um rund 14.000 Stellen zu reduzieren. Trotz eines 15-prozentigen Umsatzanstiegs im Online-Handel im Q2 auf rund 70,4 Milliarden US-Dollar konzentriert sich Amazon zunehmend auf wachstumsstarke Bereiche wie Amazon Web Services, dessen Umsatz im Q2 um 37% auf knapp über 42 Milliarden US-Dollar stieg.
Amazon-Entlassungen verschärfen sich durch KI-getriebene Restrukturierung
Amazon hat Anfang 2026 im Rahmen einer umfassenden, seit 2022 laufenden Verkleinerung erneut massiv Stellen abgebaut, darunter rund 16.000 Mitarbeiter im Januar. Betroffene berichten von erheblichen Schwierigkeiten bei der Jobsuche in einem durch Automatisierung und KI veränderten Arbeitsmarkt. Das Beratungsunternehmen Challenger, Gray & Christmas verzeichnet im laufenden Jahr bereits etwa 140.000 abgebauten Stellen im US-Techniksektor, wobei KI bei rund 23 Prozent der Entlassungsmeldungen als Faktor genannt wird. Amazon begründet die Maßnahmen mit dem Abbau von Bürokratie und der Beschleunigung von Arbeitsprozessen, während gleichzeitig in strategischen Bereichen weiter rekrutiert wird. Diese Entwicklung verdeutlicht den massiven Strukturwandel in der Tech-Branche, bei dem traditionelle Rollen zugunsten von KI-Investitionen weichen und den Talentepool vor neue Herausforderungen stellen.
Personalabbau bei Meta und Microsoft signalisiert KI-getriebene Arbeitsmarktwandel
Microsoft hat Pläne für sein erstes freiwilliges Frühruhestandsprogramm für US-Mitarbeiter gestartet, wie aus einem internen Memo hervorgeht. Das einmalige Programm richtet sich an US-Angestellte bis zur Ebene des Senior Director, deren Alter und Dienstjahre zusammen mindestens 70 ergeben. Rund 7 Prozent der US-Belegschaft von Microsoft qualifizieren sich dafür; frühere Berichte schätzten, dass dies etwa 8.750 Abgänge bedeuten könnte. Die von Chief People Officer Amy Coleman intern angekündigte Maßnahme soll nach massiven Investitionen in Rechenzentren die Kosten senken und folgt auf frühere Entlassungen. Zudem kündigte das Unternehmen Vergütungsänderungen für Manager an und strich die Verknüpfung von Aktienpaketen mit Barboni. Große Technologieplattformen wie Meta und Microsoft investieren parallel stark in KI-Infrastruktur und reduzieren gleichzeitig Personal, was strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und bei künftigen Personalmodellen verdeutlicht.
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