Beobachtetes Signal · 10. Juli 2026 · Research Study · Quelle: Cord Cutters News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Studie: 5,7 Milliarden US-Dollar Umsatz im nicht-streamenden Film- und TV-Markt
Eine Untersuchung von Worldpanel by Numerator und Predictionist zeigt, dass US-Verbraucher zwischen Oktober 2025 und März 2026 rund 5,7 Milliarden US-Dollar für Filme und TV-Inhalte außerhalb von Streaming-Abos ausgaben. Kinos machten dabei 65 % der Ausgaben aus, wobei etwa 25 % der US-Amerikaner Kinos besuchten (im Schnitt 4,1 Besuche in sechs Monaten). Digitale Leihen und Käufe bleiben bedeutsam: 9 % kauften einen digitalen Film, 10 % leihen einen aus, und TV-Serienkäufe liegen bei durchschnittlich 18 US-Dollar pro Transaktion. Predictionist prognostiziert, dass anhaltende Ticketpreissteigerungen von jährlich 8,9 % den US-Durchschnittspreis bis 2036 auf 38 US-Dollar treiben könnten. Der Bericht beleuchtet zudem Bedenken hinsichtlich digitaler Lizenzierungen, dem Rückgang physischer Medien sowie regulatorische Initiativen wie das kalifornische Gesetz AB 2426, das klarere Offenlegungen bei digitalen Storefront-Verkäufen fordert.
Liefert messbare Daten zu Non-Streaming-Konsumausgaben und Kinotrends, die die Media-Planung und Werbechancen unterstützen, stellt jedoch keine plattformpolitische Änderung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- US-Verbraucher gaben zwischen Oktober 2025 und März 2026 insgesamt 5,7 Milliarden US-Dollar für Filme und TV außerhalb von Streaming-Abos aus.
- Kinos machten 65 % dieser Nicht-Abo-Ausgaben aus.
- 33 % der US-Amerikaner ab 16 Jahren tätigten in diesem Sechsmonatszeitraum mindestens einen Nicht-Abo-Kauf oder eine Leihe.
- Predictionist prognostiziert bei einer jährlichen Preissteigerung von 8,9 % einen durchschnittlichen Kinoticketpreis von 38 US-Dollar bis 2036.
- Kalifornien hat das Gesetz AB 2426 erlassen, das digitale Retailer verpflichtet, klarer darauf hinzuweisen, dass Kunden Inhalte nur lizenzieren statt besitzen.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Streaming-Wachstum kaschiert den rapiden Niedergang von Kabel-TV
Eine Prognose von Parks Associates beziffert das US-Videomarktvolumen bis 2030 auf 190,7 Milliarden US-Dollar. Dieses moderate Wachstum wird primär von Streaming angetrieben, während das klassische Pay-TV weiter schrumpft. Die Gesamtzahl der Abonnements soll auf rund 765 Millionen steigen, während sich die monatlichen durchschnittlichen Haushaltsausgaben für Videodienste bis 2028 auf fast 123 US-Dollar erhöhen werden (gegenüber knapp 101 US-Dollar im Jahr 2020). Laut Michael Goodman von Parks Associates bedeutet die Marktreife, dass weiteres Wachstum von der Wertschöpfung aus bestehenden Kunden abhängt, wobei sich das Verbraucherverhalten hin zu Service-Stacking und werbefinanzierten Tiers verlagert. Bis 2027 werden voraussichtlich weniger als 35 Prozent der US-Haushalte ein traditionelles Pay-TV-Paket nutzen. Dies veranlasst Medienunternehmen zu gezielten Churn-Reduktions-Taktiken wie App-Rebundling und Produktrestrukturierungen.
Kinobranche verzeichnet steigende Umsätze trotz sinkender Ticketverkäufe
Die US-Kinobranche verzeichnet für 2026 eine deutliche Erholung der Einspielergebnisse, getrieben durch höhere Ticketpreise, Premiumformate und Blockbuster-Releases, während die absoluten Besucherzahlen weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau liegen. Bis Anfang August 2026 erreichte das US-Box-Office rund 6,2 Milliarden US-Dollar (ca. 15 % über 2025). Allerdings wurden in den ersten sieben Monaten nur rund 471 Millionen Tickets verkauft – verglichen mit etwa 747 Millionen im Vorjahreszeitraum 2019. Premiumformate wie IMAX oder Dolby Cinema sowie gestiegene Durchschnittspreise fungieren als primäre Umsatztreiber. Auch in Deutschland zeigt sich ein Aufwärtstrend: 2025 wurden hierzulande 91,9 Millionen Tickets (+2,1 %) und 924 Millionen Euro Umsatz (+6,4 %) bei einem Durchschnittspreis von rund 10,05 Euro erzielt. Branchenbeobachter konstatieren eine Verschiebung hin zu weniger, aber zahlungskräftigeren Kinogängern, während Streaming das generelle Konsumverhalten nachhaltig verändert.
Filme treiben fast die Hälfte des US-Streaming-Umsatzes
Eine von State of Streaming veröffentlichte Analyse von Parrot Analytics zeigt, dass Filme im Jahr 2025 fast 50 % des US-Streaming-Umsatzes ausmachen – ein signifikanter Anstieg gegenüber rund 27 % im Jahr 2022. Verantwortlich für diesen Wandel sind vor allem ältere Lizenztitel: Pay-2/3- und Katalogfilme repräsentieren mittlerweile etwa zwei Drittel des gesamten Filmwerts, verglichen mit rund einem Viertel im Jahr 2022. Streaming-Plattformen setzen verstärkt auf lizenzierte Spielfilme, da diese eine kalkulierbarere Wirtschaftlichkeit für Profitabilität und Subscriber Retention bieten. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos betont, dass umfangreiche Filmkataloge eine verlässliche „Wochenendfilm“-Gewohnheit etablieren, die Churn effektiv reduziert. Während Live Sports für Streaming-Dienste das nächste große, jedoch wirtschaftlich komplexere Feld bleiben, fungieren Filme aktuell als stabile Umsatz- und Retention-Assets für die CTV-Strategie.
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