Beobachtetes Signal · 1. Aug. 2026 · Report · Quelle: Retail-News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Studie: Dramatischer Anstieg von Trojanern und Online-Betrug in Deutschland
Der Gen Threat Report H1 2026 belegt einen massiven Anstieg der Cyberkriminalität in Deutschland. Angreifer verlagern ihren Fokus zunehmend von klassischer Malware auf Täuschungsmethoden, die vertrauenswürdige Plattformen und Prozesse ausnutzen. Die Untersuchung verzeichnet signifikante prozentuale Steigerungen bei Droppern (+160 %), Trojanern (+145 %) und Online-Shop-Betrug (+134 %) sowie Zuwächse bei Remote-Access-Trojanern (+69 %) und Phishing (+47 %). Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 2,3 Millionen Angriffe durch Tech-Support-Fraud blockiert, womit das Land weltweit den dritten Platz belegt. Global blockierten Analysten über 114 Millionen Fake-Shop-Angriffe und registrierten zudem steigende Web-Skimming-Aktivitäten, Identitätsbetrug, Tracking-Versuche sowie den zunehmenden Missbrauch von KI-Agenten als neue Angriffsvektoren.
Markante Zuwächse bei Malware, Betrug und dem Missbrauch von KI-Agenten beeinträchtigen E-Commerce, Zahlungsverkehrssicherheit und Verbrauchervertrauen – was für Händler, Payment-Dienstleister und digitale Plattformen von hoher Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Gen Threat Report H1 2026 zeigt einen signifikanten Anstieg der Cyberkriminalität in Deutschland im ersten Halbjahr 2026.
- Der Einsatz von Droppern stieg um 160 %, Trojaner nahmen um 145 % und Online-Shop-Betrug um 134 % zu.
- Im Berichtszeitraum stiegen Remote-Access-Trojaner um 69 % und Phishing-Angriffe um 47 %.
- In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 2,3 Millionen Tech-Support-Fraud-Angriffe blockiert (weltweit Platz 3).
- Weltweit wurden über 114 Millionen Fake-Shop-Angriffe blockiert; zudem verzeichneten Analysten massive Tracking-Versuche und mehr Web-Skimming.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Studie: Fast alle deutschen Online-Händler von Betrug betroffen
Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) in Zusammenarbeit mit CRIF zeigt, dass 93 Prozent der deutschen Online-Händler bereits Opfer von Betrug oder Betrugsversuchen geworden sind. Bei 48 Prozent der befragten rund 80 Online-Shops nahmen die betrügerischen Aktivitäten im vergangenen Jahr zu. Zu den häufigsten Betrugsformen zählen Identitätsdiebstahl mit 75 Prozent, manipulierte Adressdaten mit 67 Prozent sowie vollständig erfundene Identitäten mit 55 Prozent. Auch Account Takeover, Retourenbetrug und unbefugte Kartennutzung stellen erhebliche Probleme dar. Die finanziellen Schäden variieren stark: 45 Prozent der Händler verzeichnen jährliche Verluste zwischen 10.001 und 100.000 Euro, während 14 Prozent jährlich mehr als 100.000 Euro verlieren. Obwohl 75 Prozent der Händler Betrugspräventionen implementiert haben, kämpfen viele mit der Balance zwischen Sicherheit und Customer Experience. Zudem wird erwartet, dass Künstliche Intelligenz das Betrugsaufkommen durch synthetische Identitäten und automatisierte Angriffe weiter verschärfen wird.
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder neunte deutsche Internetnutzer wird Opfer von Cyberkriminalität
Eine repräsentative Studie des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) im Rahmen des Cybersicherheitsmonitors 2026 zeigt, dass elf Prozent der Internetnutzer in Deutschland im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität wurden und 27 Prozent bereits einmal betroffen waren. Die im Januar 2026 erhobene Befragung von 3.060 Personen identifiziert Online-Shopping-Betrug (22 Prozent), unautorisierten Kontozugriff (14 Prozent), Online-Banking-Betrug (13 Prozent) und Phishing (12 Prozent) als häufigste Delikte. Rund 88 Prozent der Opfer erlitten negative Folgen, darunter finanzielle Verluste bei 33 Prozent und ein gesunkenes Vertrauen in Online-Dienste. Gleichzeitig bleibt das proaktive Sicherheitsverhalten unzureichend: 55 Prozent schätzen ihr persönliches Risiko als gering ein, nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, und Basisschutzmaßnahmen wie sichere Passwörter (46 Prozent) oder Antivirensoftware (40 Prozent) werden unvollständig genutzt. BSI und ProPK fordern daher nutzerfreundlichere und sicherere Produkte von der Industrie.
Account-Betrug und Phishing verzeichnen drastischen Anstieg im Jahr 2025
Ein t3n-Bericht verzeichnet einen massiven Anstieg von Konto- und Kartenbetrug, angetrieben durch Phishing- und Smishing-Angriffe, die zunehmend KI zur Personalisierung von Nachrichten nutzen. Die deutsche Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registrierte 2025 rund 96.400 Fälle im Bereich Konto und Zahlungskarten, was einem Anstieg von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 2,25 Milliarden Euro (ein Plus von rund 65 Prozent). Aufklärungs- und Ermittlungsraten bleiben niedrig: Lediglich in rund 20 Prozent der Fälle wurden Tatverdächtige ermittelt, bei vermutlich im Ausland begangenen Taten lag die Aufklärungsquote bei mageren 1,4 Prozent. Verbraucherschützer kritisieren, dass Banken Erstattungen oft unter Berufung auf angebliche grobe Fahrlässigkeit verweigern; der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) meldete einen Anstieg der Cybercrime-Beschwerden im Finanzdienstleistungssektor um 54 Prozent. Behörden warnen vor einer hohen Dunkelziffer, da viele Opfer keine Anzeige erstatten.
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