Beobachtetes Signal · 7. Aug. 2023 · Earnings Preview · Quelle: Quo Vadis News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Quo Vadis AdTech: Einblick in die Q2-23-Bilanzsaison
Dieser Bericht beleuchtet das AdTech-Marktumfeld im Vorfeld der Q2-Ergebnisse mit Fokus auf das AdTech Core10-Portfolio. Das Portfolio umfasst drei Demand-Side Platforms (The Trade Desk, Criteo, Viant), zwei Supply-Side Platforms (Magnite, PubMatic), zwei Ad Verification-Anbieter (DoubleVerify, Integral Ad Science), zwei Made-for-Advertising-Plattformen (Taboola, Outbrain) sowie einen Datenanbieter (LiveRamp), die gemeinsam über rund 3,8 Milliarden US-Dollar an Barmitteln verfügen. Das jährliche Nettoumsatzwachstum sank von rund 9,8 % während der COVID-Hochphase auf unter 1 % nach Q1-23. Nach einem Kursrückgang von rund 55 % im Jahr 2022 verzeichnete das erste Halbjahr 2023 ein Plus von etwa 60 %. Zudem werden Rokus starke Zahlen, die Marktführerschaft von The Trade Desk, die Insolvenzversteigerung von MediaMath sowie PubMatives Maßnahmen gegen Made-for-Advertising-Inventar analysiert.
Dieses Portfolio-Update vor den Quartalszahlen bietet eine essenzielle Analyse wichtiger AdTech-Akteure, makroökonomischer Trends und kurzfristiger Markttreiber wie M&A-Aktivitäten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das AdTech Core10-Portfolio umfasst 3 DSPs (The Trade Desk, Criteo, Viant), 2 SSPs (Magnite, PubMatic), 2 Ad Verification-Anbieter, 2 Made-for-Advertising-Plattformen und 1 Datenanbieter.
- Die Barmittel und Äquivalente der Core10 belaufen sich auf ca. 3,8 Milliarden US-Dollar.
- Das YoY-Nettoumsatzwachstum der Core10 sank von +9,8 % (COVID-Höchststand) auf unter 1 % nach Q1-23; das Quartalswachstum in 1Q-23 lag bei ca. 3,7 %.
- Das AdTech-Segment verzeichnete 2022 ein Minus von 55 % und im ersten Halbjahr 2023 Kursgewinne von rund 60 %.
- In 2Q24 erzielten die Core10 ein YoY-Umsatzwachstum von 17 % und eine EBIT-Marge von ca. 9 %; Cadent übernahm AdTheorent für 324 Mio. USD und MediaOcean übernahm Innovid für 500 Mio. USD.
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Deutsche bevorzugen KI-Beratung vor KI-Werbung
Laut einer aktuellen Studie von Criteo, die Commerce-Daten von Hunderten CPG-Marken und einer Befragung von über 6.300 Verbrauchern in sechs Märkten kombiniert, treibt ChatGPT zunehmend Traffic auf Produktseiten: Der Anteil an Einstiegen lag von Januar bis Juli durchschnittlich 60 Prozent über dem klassischer Suchmaschinen. Im Juli verzeichneten 86 Prozent dieser Kunden mindestens eine über ChatGPT vermittelte Transaktion. Deutsche Verbraucher sind jedoch bei automatischen Nachbestellungen zurückhaltend: 39 Prozent lehnen dies ab, im Durchschnitt der Märkte sind es 32 Prozent. Eine separate Umfrage von Censuswide für Verve unter 2.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass etwa zwei Drittel bereit sind, aufgrund von KI-Chatbot-Empfehlungen einzukaufen, insbesondere bei Reisen, Lebensmitteln und Mode. Die Reaktionen auf KI-generierte Werbung sind polarisiert: 35 Prozent verlieren Vertrauen in die Marke, während etwa 19 Prozent solche Anzeigen positiver bewerten. Jüngere Verbraucher (18-24) sind kritischer: 45 Prozent verlieren Vertrauen, aber 30 Prozent reagieren positiv.
Tubi und Roku Channel bleiben nach Fox-Übernahme getrennt
Die geplante Übernahme von Roku durch Fox Corporation im Wert von 22 Milliarden US-Dollar führt nicht zu einer Zusammenlegung von Tubi und The Roku Channel. Beide werbefinanzierten Streaming-Dienste werden weiterhin unabhängig operieren und ihre jeweiligen Marken, Bibliotheken und Nutzererlebnisse beibehalten. Der zentrale Integrationsschritt ist, dass Roku die Werbevermarktung für Tubi übernimmt und so eine einheitliche Verkaufsstruktur über beide Plattformen schafft. Werbetreibenden soll so ein einziger Ansprechpartner für live-orientierte und on-demand-orientierte Zielgruppen geboten werden. Fox begründet die Trennung mit unterschiedlichen Nutzungsmustern: The Roku Channel fokussiert auf Live-Kanäle, während Tubi auf On-Demand-Inhalte setzt. Der Deal soll voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und Regulierungsbehörden. Die Integration der Werbevermarktung wird erst nach dem Abschluss wirksam.
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