Beobachtetes Signal · 4. Feb. 2026 · Policy Update · Quelle: Feedspot/RSS · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
IAB fordert Gesetz zur Vergütung von Publishern durch KI-Unternehmen
Auf der Annual Leadership Meeting betonte IAB-CEO David Cohen die fundamentale Bedeutung gesunder Publisher für das gesamte Werbeökosystem und kündigte den Accountability for Publishers Act an. Dieser Gesetzesentwurf sieht vor, dass KI-Modellbetreiber für die Nutzung von Publisher-Inhalten zahlen müssen; entsprechende Gespräche mit Kongressbüros und zwei Senatoren laufen bereits. Zudem rief das IAB das Projekt Eidos ins Leben, um die Standardisierung bei Measurement, Attribution – einschließlich Media-Mix-Modelling – und Connected TV voranzutreiben. Cohen kritisierte die kostenlose Nutzung von Publisher-Content durch KI-Konzerne scharf. Neben den KI-Herausforderungen bleiben die Harmonisierung von Connected TV-Werbeformaten, Conversion APIs und zukunftsfähige Measurement-Ansätze zentrale Prioritäten der Organisation, während Cookie- und Privacy Sandbox-Sorgen in den Hintergrund treten.
Vorgeschlagene Gesetzesinitiativen und vom IAB geleitete Standards könnten die Publisher-Monetarisierung sowie Connected TV- und Measurement-Praktiken grundlegend verändern und damit die Strategien von Buy- und Sell-Side direkt beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- IAB-CEO David Cohen kündigte den Accountability for Publishers Act an, der KI-Unternehmen zur Vergütung von genutzten Publisher-Inhalten verpflichten soll.
- Das IAB führt bereits Gespräche mit dem US-Kongress und verzeichnet Interesse von zwei Senatoren für den Gesetzesentwurf.
- Mit Project Eidos treibt das IAB die Standardisierung von Measurement, Attribution (inklusive MMM) und Connected TV voran.
- Cohen betonte die kritische Rolle von Publishern im Werbeökosystem und kritisierte die aus seiner Sicht kostenfreie Ausbeutung von Content durch KI-Firmen.
- Zu den IAB-Prioritäten gehören CTV-Standardisierung, Conversion APIs und neue Measurement-Ansätze in einer KI-dominierten Umgebung.
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Neue Protokolle zielen auf die Monetarisierung von KI-Inhalten ab
Der IAB Tech Lab hat Version 1.0 der Content Monetization Protocols (CoMP) zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht. Die Spezifikation schlägt einen standardisierten Weg vor, über den Publisher vor dem Crawling oder der Nutzung von Inhalten durch KI-Systeme Berechtigungen und kommerzielle Bedingungen übermitteln können. CoMP zielt darauf ab, interoperable Zahlungs- und Attributionswege zu schaffen, damit Publisher den KI-Zugriff ohne maßgeschneiderte Lizenzverträge monetarisieren können, vorausgesetzt, bestehende Zugriffskontrollen wie Paywalls und robots.txt bleiben intakt. IAB-Tech-Lab-CEO Anthony Katsur bezeichnete das Protokoll als Mechanismus zur Unterstützung von Vergütung und Nachhaltigkeit. Achim Schlosser von Bertelsmann unterstrich die Notwendigkeit skalierbarer Vergütungsmodelle. Die Konsultationsphase läuft bis zum 2. April 2026.
IAB warnt: KI-Scraping lässt Publisher-Traffic drastisch einbrechen
Publisher verzeichnen einen massiven Rückgang des realen Nutzer-Traffics bei gleichzeitigem Anstieg automatisierter AI-Bots, die Inhalte für Large Language Models scrapen. Auf dem IAB Annual Leadership Meeting in Palm Desert bezeichnete IAB-CEO David Cohen diesen Trend als existenzielle Krise und forderte eine gesetzliche Vergütungspflicht für KI-Unternehmen bei der Nutzung von Publisher-Content. Eine AdExchanger-Analyse unter Mitwirkung von Lynne D Johnson (Programmatic.ai, ehemals AdMonsters) beleuchtet die strategischen Prioritäten der Publisher bis 2026. Dabei erweitert sich die Definition von Content Creators zusehends von klassischen Publishern auf die breitere Creator Community. Zudem bleibt Supply-Chain-Transparenz ein zentrales Anliegen der Publisher, das auf der Konferenz jedoch hinter den drängenden KI-Debatten zurückblieb.
IAB Tech Lab veröffentlicht CoMP-Spezifikation zur Monetarisierung von KI-Inhalten
Das IAB Tech Lab hat Version 1.0 der Content Monetization Protocols (CoMP) zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlicht. Die Spezifikation schlägt einen standardisierten Mechanismus vor, mit dem Publisher KI-Systemen vor dem Crawling oder der Nutzung von Inhalten ihre Berechtigungen und kommerziellen Bedingungen signalisieren können. Ziel des Protokolls ist es, interoperable Zahlungs- und Signalisierungswege zu schaffen, damit Publisher den KI-Zugriff ohne individuelle Lizenzvereinbarungs-Verhandlungen skaliert monetarisieren können. IAB Tech Lab CEO Anthony Katsur betonte, CoMP unterstütze eine faire Vergütung, Verantwortlichkeit und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit für qualitativ hochwertige Inhalte. Auch Achim Schlosser von Bertelsmann unterstrich die Notwendigkeit skalierbarer Vergütungs- und Attributionsmodelle. Die Konsultationsphase für CoMP läuft bis zum 9. April 2026.
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