Beobachtetes Signal · 10. Juli 2026 · Opinion / Analysis · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Meinung: Jingles und Sonic Branding brauchen ein Comeback
Jane Power plädiert dafür, dass Marken wieder in eigene Audio-Assets wie originale Jingles und konsistente Audio-Signaturen investieren, statt auf lizenzierte Musik zu setzen. Gestützt auf aktuelle Forschung von Mark Ritson, Andrew Tindall (System1) und Thinkbox zeigt der Beitrag, dass Audio bei geteilter Aufmerksamkeit besser im Gedächtnis bleibt und Sonic Branding den ROI sowie die mentale Verfügbarkeit vervielfacht. Der Rückgang maßgeschneiderter Jingles von rund zehn Prozent in den 1990er-Jahren auf heute etwa zwei Prozent wird anhand von Beispielen wie Jet2, Gillette, Intel, Netflix und Audi belegt. Der Artikel fordert ein strategisches, wiederholbares Sounddesign über alle Touchpoints hinweg, einschließlich Radio, Podcasts und Voice-Schnittstellen.
Der Beitrag beleuchtet vernachlässigte Audio-Assets und untermauert deren Effizienz mit Studien. Dies bietet wertvolle Impulse für Kreation und Mediaplanung, stellt jedoch eine Meinungsäußerung und keine plattformspezifische Richtlinie oder technische Neuerung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Mark Ritson und Andrew Tindall von System1 präsentierten in Cannes neue Studien zur Werbewirkung, wobei Ritson sich für Jingles aussprach.
- In den 1990er-Jahren verfügten etwa 10 % der TV-Kampagnen über ein markenspezifisches Sing-Jingle; aktuelle Schätzungen belaufen sich auf rund 2 %.
- Die 'Earning Attention'-Studie von Thinkbox aus dem Jahr 2023 ergab, dass sich abgelenkte Personen deutlich besser an Gehörtes als an Gesehenes erinnern.
- Analysen von System1 und TikTok zeigen, dass Musik, Jingles und Audio-Marker zu den wirksamsten Kreativ-Elementen in den ersten Werbesekunden zählen.
- Das britische Radio erreicht wöchentlich weiterhin über 50 Millionen Erwachsene (rund 87 % der Bevölkerung) und bietet Marken enorme Audio-Reichweiten.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen““Get a jingle, use a jingle; [it] is probably the single f**king best thing you can do for your advertising,” declared Mark Ritson at Cannes...”
“Brands such as Intel, Netflix and Audi show the value of a sound used consistently across touchpoints....”
“Brands such as Intel, Netflix and Audi show the value of a sound used consistently across touchpoints....”
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“Thinkbox’s 2023 ‘Earning Attention’ research found that when distracted, people were significantly more likely to remember what they heard t...”
“Separate analysis from System1 and TikTok points in the same direction, showing that some of the strongest-performing creative devices in th...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Sound Branding: Hochprofitables Asset wird von Marketern vernachlässigt
Ein Meinungsbeitrag von Rodger Morley, Sonic Branding Partner bei Epidemic Sound, argumentiert, dass Sonic Brand Cues das ertragreichste Element in Markenvideos sind, aber dennoch das am wenigsten investierte Marken-Asset bleiben. Eine Ipsos-Meta-Analyse zeigt, dass Sonic Cues 8,5-mal häufiger in Top-Performance-Werbespots vorkommen, aber nur 8% der verwendeten Marken-Assets ausmachen. Die Ursache ist operativer Natur: Die traditionelle Musiklizenzierung ist langsam und fragmentiert, was Marketingteams zu Kompromissen zwingt. Generative KI birgt Authentizitäts- und Urheberrechtsrisiken. Die Plattform von Epidemic Sound bietet eine Lösung mit weltweit lizenzierter Musik, KI-gestützter Suche und Anpassungstools, die skalierbare Audiostrategien ermöglicht.
Kars4Kids-Jingle demonstriert die enorme Wirkung klassischer Markenwerbung
Ein am 01.06.2026 veröffentlichter Marketecture-Newsletter von Ari beleuchtet, wie der bekannte Kars4Kids-Jingle eine nahezu flächendeckende Werbeerinnerung erreichte und leitet daraus zentrale Branding-Lehren für Werbetreibende ab. Der Beitrag argumentiert, dass massive Markenpräsenz, einprägsame Creative-Inhalte wie Jingles und langfristig konsistente Assets rein performance-fokussierte Strategien übertreffen können. Dabei werden audiorelevante Kanäle wie Connected TV und Podcasts hervorgehoben und aufgezeigt, dass kostengünstige Media-Buys in Kombination mit einer klaren Botschaft eine enorme Markenwirkung erzielen können. Zudem verweist der Autor auf generative KI-Tools zur Jingle-Erstellung und bewertet Podcast-Ads als unterbewertert. Abgerundet wird der Newsletter durch Event-Hinweise auf Marketecture Live am 23. September 2026 in Chicago sowie eine gemeinsame „Hot Takes“-Session mit dem IAB Tech Lab in Cannes am 24. Juni 2026.
Lo-fi-UGC-Inhalte schlagen polierte Anzeigen
Der Artikel diskutiert die wachsende Effektivität von Lo-fi- und UGC-Inhalten gegenüber polierten Markenwerbeanzeigen in sozialen Feeds. Unter Berufung auf Daten von TikTok, System1, Meta und Kantar wird berichtet, dass Creator-Content eine um 70 % höhere Klickrate und 159 % mehr Engagement erzielt als Nicht-Creator-Anzeigen bei gleichem CPM, und dass Zuschauer Influencer-Inhalte nach durchschnittlich 17,8 Sekunden überspringen, verglichen mit 7,9 Sekunden bei traditionellen Markeninhalten. Meta-Partnerschaftsanzeigen liefern laut Bericht 19 % niedrigere CPAs und 13 % höhere Klickraten. Der Artikel betont, dass Lo-fi-Inhalte zwar authentisch wirken, aber dennoch einer bewussten Strategie bedürfen, einschließlich klarer Markenhinweise innerhalb der ersten zwei Sekunden. Er empfiehlt Marken, Lo-fi-Produktion, echte UGC/Creator-Inhalte und eine Remix-Ebene aus vorhandenem Material zu kombinieren, um kreative Frische und Leistung auf Plattformen wie TikTok und Instagram Reels zu erhalten.
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