Beobachtetes Signal · 5. Mai 2026 · Technical Release · Quelle: OpenAI Blog · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
OpenAI und Partner veröffentlichen MRC-Protokoll für KI-Supercomputer
OpenAI hat gemeinsam mit AMD, Broadcom, Intel, Microsoft und NVIDIA das Netzwerkprotokoll MRC (Multipath Reliable Connection) für das großskalierte KI-Training vorgestellt. Die über das Open Compute Project (OCP) veröffentlichte Spezifikation erweitert RoCE und nutzt SRv6-basiertes Source Routing, Multi-Plane-Topologien sowie adaptives Packet Spraying, um Durchsatz, Ausfallsicherheit und Berechenbarkeit in großen GPU-Clustern zu maximieren. Laut OpenAI kommt MRC bereits in den größten NVIDIA GB200-Supercomputern zum Einsatz, darunter ein Stargate-Standort von Oracle Cloud Infrastructure (OCI) in Abilene, Texas, sowie bei Microsofts Fairwater-Installationen. Das Design soll es ermöglichen, zweistufige Switch-Fabrics mit über 100.000 GPUs zu verbinden und dabei Energieverbrauch, Kosten sowie Ausfallrisiken signifikant zu senken. Die offene Bereitstellung zielt auf eine breite herstellerübergreifende Industrienahme ab.
Das von einem führenden KI-Akteur und Branchenpartnern gemeinsam entwickelte, Open-Source-basierte Netzwerkprotokoll kann die Effizienz, Ausfallsicherheit und Hardware-Auslastung beim Training großer Modelle drastisch verbessern und beeinflusst damit globale KI-Infrastruktur- und Deployment-Strategien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- OpenAI hat gemeinsam mit AMD, Broadcom, Intel, Microsoft und NVIDIA das MRC-Protokoll (Multipath Reliable Connection) entwickelt.
- Die MRC-Spezifikation wurde über das Open Compute Project (OCP) für die Industrie freigegeben.
- MRC erweitert RoCE durch SRv6-basiertes Source Routing, Multi-Plane-Netzwerke, adaptives Packet Spraying und Packet Trimming.
- Das Protokoll ist bereits in OpenAIs größten NVIDIA GB200-Supercomputern im Einsatz, darunter OCI in Abilene und Microsoft Fairwater.
- MRC ermöglicht zweistufige Switch-Fabrics zur Vernetzung von über 100.000 GPUs bei reduzierter Komplexität und höherer Stabilität.
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
AMD kooperiert mit Wissenschaftsministerium für Open-Weight-KI-Ökosystem
AMD hat laut einem MSN-Bericht eine Partnerschaft mit einem Wissenschaftsministerium geschlossen, um ein Open-Weight-KI-Ökosystem aufzubauen. Das Unternehmen stellt bereits vollständig offene Modelle wie OLMo und Instella zur Verfügung, die auf AMD Instinct MI300X Accelerators trainiert und auf Hugging Face gehostet werden. Mit der Open-Source-Software-Stack ROCm positioniert sich AMD als Alternative zu Nvidias geschlossenem CUDA-Ökosystem. Durch die Übernahme von ZT Systems im Jahr 2025 hat AMD zudem seine physische Infrastruktur für KI-Rechenzentren gestärkt. Konkrete Details zu Ländern, Investitionssummen oder Zeitplänen nannte der Bericht nicht. Die Allianz zielt darauf ab, Behörden, Universitäten und Forschern auditierbare, lokal ausführbare Modelle bereitzustellen und die ROCm-Adoption im öffentlichen Beschaffungswesen zu fördern, womit der Druck auf Nvidias Marktdominanz im Bereich Connected TV und Enterprise-KI steigen könnte.
OpenAI und Broadcom kooperieren bei der Entwicklung von KI-Beschleunigern
OpenAI und Broadcom haben eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit zur Co-Entwicklung und Bereitstellung von 10 Gigawatt an kundenspezifischen AI-Beschleunigern sowie zugehörigen Netzwerksystemen angekündigt. Während OpenAI für das Design der Beschleuniger und Systeme verantwortlich ist, liefert Broadcom Ethernet-, PCIe- sowie optische Verbindungslösungen und übernimmt die Installation der Racks. Der Rollout soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Beide Unternehmen haben ein entsprechende Term Sheet für den Einsatz in OpenAI-Einrichtungen und Partner-Rechenzentren unterzeichnet. Die Initiative unterstreicht die Bedeutung maßgeschneiderter Beschleuniger und Ethernet-basierter Scale-up- sowie Scale-out-Netzwerke für energieeffiziente KI-Cluster der nächsten Generation. OpenAI verzeichnet nach eigenen Angaben über 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer.
OpenAI und Cerebras kooperieren für 750 MW Low-Latency KI-Rechenleistung
OpenAI hat eine strategische Partnerschaft mit Cerebras bekannt gegeben, um die eigene Plattform schrittweise um 750 MW an extrem latenzärmerem KI-Computing zu erweitern. Die Systeme von Cerebras nutzen einen einzigen, großflächigen Chip, der Rechenleistung, Speicher und Bandbreite kombiniert, um die Inferencing-Prozesse signifikant zu beschleunigen. Laut OpenAI wird diese Kapazität phasenweise in den bestehenden Inference Stack integriert und ab sofort in mehreren Tranchen bis zum Jahr 2028 online gehen. Sachin Katti von OpenAI und Andrew Feldman, Mitgründer und CEO von Cerebras, betonten, dass die Kooperation darauf abzielt, schnellere, natürlichere Echtzeit-KI-Interaktionen zu ermöglichen und latenzsensitive Workflows für eine breitere Nutzerbasis zu skalieren. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte durch OpenAI am 14. Januar 2026.
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