Beobachtetes Signal · 27. Okt. 2023 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Ein Jahr Elon Musk: X verzeichnet signifikante Traffic-Rückgänge
Etwa ein Jahr nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk und dem Rebranding zu X belegen aktuelle Traffic-Daten von Similarweb deutliche Reichweitenverluste. Im Jahresvergleich sank der globale Web-Traffic von X um 14 Prozent, was den stärksten Rückgang seit über drei Jahren darstellt. In Deutschland verzeichnete die Plattform ein Minus von 18 Prozent, in den USA von 19 Prozent sowie in Großbritannien und Frankreich von 12 beziehungsweise 13 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres ging der weltweite Web-Traffic um 7 Prozent zurück, während die Nutzung der Mobile App um 14,8 Prozent sank. Allein im dritten Quartal nahm der globale User-Traffic nach dem Rebranding im Juli 2023 um rund 10 Prozent ab. Konträr dazu stieg der Traffic auf Elon Musks persönlichem Profil im September 2023 im Jahresvergleich um 96 Prozent. Während X behauptet, 90 Prozent der größten Werbetreibenden seien zurückgekehrt, zeichnen unabhängige Daten ein anderes Bild.
Signifikante Traffic-Metriken für eine große Social-Media-Plattform mit direkten Auswirkungen auf Werbedynamiken; die Daten widersprechen den offiziellen Aussagen des Managements.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Similarweb meldet weltweiten X Web-Traffic-Rückgang von 14 Prozent im Jahresvergleich.
- Traffic in Deutschland um 18 Prozent, in den USA um 19 Prozent, in UK um 12 Prozent und in Frankreich um 13 Prozent gesunken.
- Erste neun Monate: globaler Web-Traffic minus 7 Prozent; Mobile App minus 14,8 Prozent.
- Q3 2023: globaler User-Traffic seit Rebranding im Juli 2023 um ca. 10 Prozent rückläufig.
- Traffic auf Elon Musks Profil im September 2023 im Jahresvergleich um 96 Prozent gestiegen.
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X verzeichnet sinkende Nutzerzahlen und rückläufige Werbeumsätze in der EU
X (ehemals Twitter) verzeichnet sowohl in der EU als auch global einen anhaltenden Rückgang bei Nutzern und Werbeumsätzen. Laut DSA-Daten sank die Zahl der monatlich aktiven Nutzer in der EU auf 100,9 Millionen. Similarweb-Daten zeigen im Juli 2026 weltweit 123,7 Millionen täglich aktive Mobile-User, was einem Minus von 7 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Werbeumsätze im ersten Halbjahr 2026 beliefen sich auf 710 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 18,4 Prozent. Zugleich verschärft sich der regulatorische Druck: Die EU-Kommission verhängte im Rahmen des Digital Services Act (DSA) eine Geldbuße von 120 Millionen Euro. Der sinkende User-Engagement gefährdet neben dem klassischen Werbegeschäft auch die Datengrundlage für Musks KI-Unternehmen xAI, welches Grok mit den Beiträgen der Plattform trainiert.
Werbekunden-Basis von X nähert sich wieder dem Zustand vor der Musk-Ära an
Daten von Sensor Tower belegen, dass zahlreiche große Werbetreibende, die X nach der Übernahme durch Elon Musk verlassen hatten, im Jahr 2026 zurückgekehrt sind. Dennoch unterscheiden sich die Spending-Muster deutlich von der Ära vor Musk. Die volumenstärksten US-Werbekategorien auf X sind 2026 Medien & Entertainment (24 %), Shopping (13 %), Software (12 %), Finanzdienstleistungen (11 %) und Gaming (8 %), wobei Sensor Tower in jeder dieser Verticals Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich in den USA verzeichnet. Zu den Top-Werbetreibenden nach US-Spendings zählen Unternehmen wie Comcast, Amazon, die NFL, xAI, Google, Dell, AT&T, die NBA, SpaceX und American Express. Während X im Jahr 2024 einen Rückgang der Werbeumsätze um 595 Millionen US-Dollar verzeichnete, setzen Marken zunehmend auf eventgesteuerte Kampagnen statt auf Always-on-Präsenzen. Mit einer umfassenden Erneuerung der Werbeplattform und neuen KI- sowie Performance-Funktionen will X verlorene Werbebudgets nachhaltig zurückgewinnen.
Grok Bot durchsucht X und nutzt Konkurrenzmodelle
SpaceXAI hat seinen AI-Agenten Grok Bot um die Fähigkeit erweitert, die gesamte X-Plattform kontinuierlich zu durchsuchen und zu analysieren. Nutzer können den Agenten nun für 24/7-Social-Listening, Markenüberwachung und Trendanalysen einsetzen, ähnlich wie bei Googles Information Agents. Grok Bot wird je nach Aufgabenstellung auch Modelle von Konkurrenten wie Claude Opus 5.5, Midjourney und Suno integrieren. Dieser Schritt signalisiert einen Wandel hin zu Multi-Modell-AI-Agenten und erweitert die Möglichkeiten der KI-gestützten Social-Media-Analyse.
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