Beobachtetes Signal · 21. Juni 2026 · Survey · Quelle: t3n · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Mehr KI-Nutzer, sinkendes Vertrauen: Das KI-Paradoxon verschärft sich
Ein t3n-Bericht über eine groß angelegte Pew Research Center-Studie zeigt, dass inzwischen 49 % der US-Erwachsenen regelmäßig KI-Tools nutzen (Anstieg von 33 % im Jahr 2024). ChatGPT von OpenAI führt den Markt mit 44 % an, gefolgt von Google Gemini und Microsoft Copilot. Trotz der wachsenden Nutzung bleibt das Vertrauen gering: Nur 16 % erwarten in den nächsten 20 Jahren einen positiven gesellschaftlichen Einfluss von KI, während 40 % negative Folgen prognostizieren. Junge Erwachsene (18–29 Jahre) weisen mit 66 % die höchste Nutzung, aber mit 48 % auch den größten Pessimismus auf. Zudem ist das institutionelle Vertrauen schwach: 67 % bezweifeln eine effektive staatliche Regulierung, 61 % misstrauen den Entwicklern und 71 % sehen Risiken für ihre Datensicherheit. Die Kombination aus erzwungener Nutzung am Arbeitsplatz und Datenschutzbedenken birgt ökonomische Risiken für KI-Geschäftsmodelle.
Eine steigende Marktdurchdringung bei gleichzeitig schwindendem Vertrauen und massiven Datenschutzbedenken erhöht den regulatorischen Druck und gefährdet Geschäftsmodelle, die auf freiwilliger Nutzerakzeptanz und Datenteilung basieren.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Pew Research Center: 49 % der US-Erwachsenen nutzen regelmäßig KI-Anwendungen (2026).
- Der Anteil regelmäßiger KI-Nutzer stieg von 33 % (2024) auf 49 % (2026).
- ChatGPT führt mit 44 % Marktanteil unter den Befragten, gefolgt von Google Gemini und Microsoft Copilot.
- Lediglich 16 % erwarten eine positive gesellschaftliche Wirkung in den nächsten zwei Jahrzehnten; 40 % rechnen mit negativen Folgen.
- 71 % befürchten sinkende Datensicherheit durch KI; 67 % haben geringes oder kein Vertrauen in eine staatliche Regulierung.
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Pew-Studie: Nur 16 % der US-Bürger sehen KI-Zukunft positiv
Eine neue Pew-Research-Studie zeigt, dass die Mehrheit der US-Bürger den langfristigen Auswirkungen von KI trotz steigender alltäglicher Nutzung neutral bis negativ gegenübersteht. Lediglich 16 % der Befragten erwarten in den nächsten 20 Jahren einen positiven gesellschaftlichen Effekt, während rund 40 % negative Folgen prognostizieren. Zudem herrscht große Skepsis gegenüber Regulierung und Unternehmensverantwortung: 67 % bezweifeln, dass die US-Regierung KI wirksam regulieren wird, und 59 % vertrauen Unternehmen bei der sicheren Entwicklung nicht. Gleichzeitig steigt die Nutzung rapide – 44 % der Erwachsenen nutzen laut Pew OpenAIs ChatGPT, was einer Verdopplung seit 2023 entspricht. Vor allem ältere Kohorten nutzen Chatbots bislang kaum, während Erwachsene unter 30 Jahren besonders pessimistisch auf die gesellschaftlichen Folgen blicken.
Quinnipiac Poll: AI Use Up, Public Trust Down
A Quinnipiac University poll of nearly 1,400 Americans finds rising use of artificial intelligence alongside deepening distrust. Seventy-six percent of respondents said they trust AI rarely or only sometimes, while just 21% said they trust it most or almost all of the time. AI adoption increased (only 27% now say they’ve never used AI, down from 33% in April 2025), but excitement is low (6% very excited) and concern is high (80% very or somewhat concerned). Majorities expect negative labor impacts and oppose local AI data centers. Two-thirds of respondents said businesses and government are not doing enough on transparency and regulation. The poll reflects growing public unease about AI’s societal effects despite increased everyday use.
US-Öffentlichkeit wendet sich zunehmend gegen Künstliche Intelligenz
Eine Analyse von 13 US-weiten Umfragen durch Newcomer belegt eine wachsende Skepsis der US-Bevölkerung gegenüber künstlicher Intelligenz. Haupttreiber sind die Angst vor Arbeitsplatzverlusten und ein geringes Vertrauen in staatliche Regulierungsmaßnahmen. Erhebungen von Instituten wie Quinnipiac, Pew, YouGov und Gallup zeigen parteiübergreifend den Wunsch nach strengeren KI-Leitplanken. Während demoskopische und generationelle Unterschiede bezüglich der Vertrautheit mit der Technologie bestehen, klafft eine deutliche Wahrnehmungslücke zwischen KI-Experten und der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich des Beschäftigungsrisikos. Zusätzlicher Widerstand formiert sich lokal gegen den Ausbau von Rechenzentren. Industrielle Entwicklungen wie Googles Verhandlungen mit dem Pentagon sowie Anthropics Mythos-Modell könnten den regulatorischen Druck weiter erhöhen.
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