Beobachtetes Signal · 1. Nov. 2025 · Industry Insight · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Messung von Cross-Screen-Videowerbung erfolgreich meistern
Im Zeitalter fragmentierter Aufmerksamkeit über TV, Mobile, Streaming und Social Platforms stehen Werbetreibende vor neuen Herausforderungen. Die Branche wandelt sich von simplen Metriken wie Reichweite und TKP hin zur Messung der tatsächlichen Wirkung von Bewegtbild. Wegbereiter für crossmediale Messungen sind AGF Videoforschung und Nielsen, unterstützt durch Erkenntnisse von Audienceproject, Pilot, Havas und XAD Spoteffects. Zu den wichtigsten Themen zählen hybride Datenmodelle aus Panel- und Zensusdaten, die Bedeutung von Kontext und kreativer Exzellenz sowie Targeting-Signale jenseits simpler Demografie. Die Harmonisierung von Inventaren und Identity Management über alle Kanäle hinweg treibt den Markt voran. Echtzeit-Messung, deduplizierte Nettoreichweite und Attention-Metriken bilden den Kern eines einheitlichen Cross-Screen-Frameworks, wobei RTL+ und Joyn als Beispiele für laufende Harmonisierungsprozesse dienen.
Branchenweite Diskussionen zur Cross-Screen-Messung und -Harmonisierung unter Beteiligung wichtiger Marktteilnehmer spiegeln anhaltende Herausforderungen und technologische Fortschritte wider.
Marktsignale zu pilot in Echtzeit verfolgen
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- AGF Videoforschung und Nielsen entwickeln seit den 2010er-Jahren hybride Cross-Screen-Messansätze; die AGF hat ihren TV-Standard im vergangenen Jahr zu einem umfassenden Cross-Media-Standard ausgebaut.
- Sedat Polat von Audienceproject betont, dass Kampagnen mittlerweile in Echtzeit mit deduplizierter Nettoreichweite und Kontaktdosis während der Laufzeit gemessen werden können.
- Melissa Mergelsberg von Pilot hebt hervor, dass der Erfolg von der Balance aus Reichweite und Kontaktdosis sowie konsistentem Cross-Channel-Storytelling und Kontextintegration abhängt.
- Ellinor Klier von Havas betont die Notwendigkeit von Datensignalen jenseits klassischer Zielgruppensegmente und verweist auf die essenzielle Rolle kreativer Exzellenz für die Werbewirkung.
- Jasper Sasse von XAD Spoteffects stellt fest, dass Full-Screen-Ads wirksamer sind als inhaltsnahe Formate und kurze Online- sowie Social-Video-Blöcke das Engagement steigern, wobei 3 bis 4 Spots in VOD-CTV-Blöcken besonders gut performen.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ex-Telekom-Media-Chef: Werbetreibende müssen Bots einpreisen
Beim AGF-Forum in Frankfurt demonstrierte Norman Wagner, Managing Director von Pion3ers und ehemaliger Media-Chef der Deutschen Telekom, live, wie einfach es ist, ein vollständig KI-generiertes Magazin zu erstellen und mit Bots künstlichen Traffic zu erzeugen. Er argumentierte, dass ein Großteil der Online-Inhalte und des Traffics inzwischen von Bots stammt, was es für Werbetreibende extrem schwierig macht, echte Reichweite und Wirksamkeit zu messen. Wagner glaubt, dass Technologie allein das Problem nicht lösen kann, und plädiert stattdessen für 'gesunden Menschenverstand' und unabhängige Messungen. Er schlägt vor, dass Walled Gardens, die keine unabhängige Verifizierung zulassen, mit einem Preisabschlag belegt werden sollten. Er hob auch das Potenzial von KI für kontextuelle Brand Safety hervor und merkte an, dass keyword-basierte Negativlisten 70 % der News-Umfelder fälschlicherweise als ungeeignet einstufen.
Streaming-UX entscheidet über Abo-Kündigungen
Eine neue Analyse zeigt, dass eine schlechte User Experience (UX) ein Haupttreiber für Kündigungen von Streaming-Abonnements ist. Laut einer Studie von CTAM und Hub Entertainment Research haben 36% der Zuschauer bereits ein Abo wegen UX-Frustration gekündigt, bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 43%. Gracenote-Daten zeigen, dass Nutzer durchschnittlich 14 Minuten mit der Suche nach Inhalten verbringen, und 49% würden kündigen, wenn die Suche dauerhaft zu mühsam bleibt. Die Deloitte Digital Media Trends 2026 berichten, dass 39% der US-Nutzer in den letzten sechs Monaten ein Abo gekündigt haben, weil sie Inhalte nicht schnell genug fanden. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs wird Anbietern empfohlen, Content Discovery, Personalisierung und Navigation zu verbessern, um die Churn-Rate zu senken, die 2026 im Monatsdurchschnitt bei 6,3% liegt.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
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