Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Strategy · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Marketer sollten Geschäftsbeziehungen statt reiner Leads messen
Der Artikel argumentiert, dass das moderne Marketing über oberflächliche Metriken wie Klicks, Öffnungsraten, Downloads und das reine Lead-Volumen hinausgehen muss, um stattdessen den kommerziellen Wert von Geschäftsbeziehungen über die gesamte Customer Journey hinweg zu erfassen. Es wird dringend empfohlen, Signale am oberen Ende des Funnels direkt mit geschäftlichen Ergebnissen zu verknüpfen – darunter Pipeline-Qualität, Conversion-Raten, Deal-Velocity, Win-Rates, Kundenbindung, Expansion, Margen und den Customer Lifetime Value. Ein auf Beziehungen ausgerichtetes Wachstum nutzt Daten und Automatisierung, um das Vertrauen von Käufern zu stärken. Zudem bringt es Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung und Customer Experience strategisch in Einklang, um den messbaren Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung (P&L) nachzuweisen.
Ein Thought-Leadership-Beitrag, der eine Neuausrichtung der Messmethoden hin zu umsatzverknüpften Metriken fordert; relevant für MarTech und Measurement-Praxen, stellt jedoch keine Plattformrichtlinie, Produkteinführung oder regulatorische Änderung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- MarTech veröffentlichte am 15. Juli 2026 einen Artikel, der eine beziehungszentrierte Erfolgsmessung anstelle reiner Lead-Volumina fordert.
- Der Beitrag betont, dass traditionelle Metriken wie Klicks, Öffnungsraten, Downloads, Impressionen, Formular-Ausüllungen und Lead-Mengen den tatsächlichen kommerziellen Wert oft nicht widerspiegeln.
- Es wird empfohlen, Marketing-Signale direkt mit Kennzahlen wie Pipeline-Qualität, Conversion, Deal-Velocity, Win-Rate, Retention, Expansion, Marge und Customer Lifetime Value zu verknüpfen.
- Der Artikel weist darauf hin, dass MarTech im Besitz von Semrush ist, und enthält eine werbliche Erwähnung der Enterprise-SEO-Lösungen von Semrush.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Jenseits von Kampagnen: Warum Marketer auf Customer Value setzen müssen
Ein am 23. Juni 2026 veröffentlichter IAB-Blogbeitrag von Collin Colburn und Meghann Elrhoul plädiert dafür, die Marketingmessung von kurzfristigen Kampagnenmetriken wie Impressions, Klicks, ROAS und Sales Lift auf den langfristigen Customer Value auszurichten. Die Autoren definieren die zentralen Werttreiber als Neukundengewinnung, Kundenbindung und nachhaltiges Wachstum. Dabei wird betont, dass transaktionsbasierte und vernetzte Messframeworks unerlässlich sind, um zu bewerten, ob Kampagnen wertvollere und wiederkehrende Kunden generieren. Gestützt auf eine Studie von Bain & Company, die Analysen von Pyxis und Transaktionsdaten von Fetch einbezieht, zeigt sich, dass insbesondere Treueprogramme und das Verhalten nach dem Kauf den langfristigen Wert bestimmen. Marketer werden aufgefordert, Media-Exposures, Engagement und Transaktionen direkt mit dem langfristigen Kundenverhalten zu verknüpfen, um Werbeinvestitionen anhand ihres nachhaltigen Geschäftsimpakts statt nur nach unmittelbaren Abverkäufen zu steuern.
Performance-Marketing benötigt mehr als nur den ROAS
Der MarTech-Experte argumentiert, dass der Return on Ad Spend (ROAS) zwar für kurzfristige Effizienz nützlich ist, jedoch als alleiniger Maßstab für den Marketingerfolg nicht ausreicht. Marketer sollten von kampagnenbezogenem ROAS zu geschäftsorientierten Kennzahlen wie Customer Acquisition Cost (CAC), Customer Lifetime Value (LTV), Inkrementalität, Retention und Loyalty wechseln sowie ganzheitliche Messansätze wie Media Mix Modeling (MMM) und Multi-Touch Attribution (MTA) etablieren. Der Beitrag empfiehlt zudem Investitionen in First-Party Data, prädiktive Modelle und Experimentier-Frameworks, um Signalverluste und datenschutzbedingte Messherausforderungen zu bewältigen. Zudem wird eine funktionsübergreifende Abstimmung gefordert, um Marketingaktivitäten in Umsatz und strategische Geschäftsergebnisse zu übersetzen.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
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