Beobachtetes Signal · 26. Aug. 2026 · Research Report · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Großinsolvenzen in Deutschland verharren im zweiten Quartal 2026 auf hohem Niveau
Die Zahl größerer Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 weiterhin auf einem erhöhten Niveau geblieben. Laut dem „5-nach-12“-Report von FalkenSteg verzeichneten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über zehn Millionen Euro 105 Insolvenzanträge – nahezu unverändert zum ersten Quartal mit 104 Fällen und rund zwölf Prozent über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2026 summierten sich die Anträge auf 209, womit das Quartal rund 40 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt. Besonders besorgniserregend ist die Verschiebung hin zu größeren Firmen mit über 100 Millionen Euro Umsatz. Klassische Insolvenzverfahren dominierten, während ESUG-Sanierungen ein Achtjahrestief erreichten. Von 70 abgeschlossenen Verfahren führten 45 zu einer Fortführung, wobei Asset Deals den häufigsten Ausgang darstellten. Die durchschnittliche Verfahrensdauer stieg auf 8,2 Monate an.
Anhalten hohe Insolvenzen bei größeren Industrie- und Handelsunternehmen beeinträchtigen Lieferketten und können Werbebudgets dämpfen; der Fokus liegt jedoch auf Sondersituationen und betrifft keine plattformspezifischen AdTech-Richtlinienänderungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- FalkenSteg-Report „5-nach-12“: 105 Insolvenzanträge im Q2 2026 bei Unternehmen mit >10 Mio. € Umsatz.
- Q2-Zahlen (105) blieben stabil ggü. Q1 (104) und liegen ca. 12 % über Q2 2025 (94).
- H1 2026 verzeichnete 209 Anträge (ca. 4 % weniger als im Vorjahr); Q2 liegt ~40 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.
- Von 70 abgeschlossenen Verfahren führten 45 (64 %) zur Fortführung; 37 endeten als Asset Deal.
- Durchschnittliche Verfahrensdauer stieg auf 8,2 Monate (vs. 5,4 Monate im Jahr 2020).
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Der Artikel wurde am 26. August 2026 von der Redaktion von Retail-News veröffentlicht.”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Deutschland bleibt Europas Hotspot für große Firmenpleiten
Laut Allianz Trade verzeichnete Deutschland im ersten Halbjahr 2026 mit 33 Großinsolvenzen von Unternehmen ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz einen Anstieg von zehn Prozent im Jahresvergleich. Dies knüpft an das Rekordjahr 2025 mit 94 derartigen Fällen an. Die Automobilindustrie führte mit sieben Pleiten das Branchenranking an, gefolgt vom Handel mit fünf Fällen. In den vergangenen vier Quartalen entfielen rund 30 Prozent aller westeuropäischen Großinsolvenzen auf Deutschland (97 Fälle), womit es vor Frankreich, Italien und Großbritannien liegt. Weltweit stiegen die Großinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 um 13 Prozent, wobei der Handel am stärksten betroffen war. Allianz Trade rechnet mit keiner nachhaltigen Entspannung und warnt vor anhaltenden Risiken für globale Lieferketten.
Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bleiben im Juli auf außergewöhnlich hohem Niveau
Der IWH-Insolvenztrend zeigt, dass die Unternehmensinspirat... insolvenzen in Deutschland im Juli 2026 auf einem historisch erhöhten Niveau verharrten. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) verzeichnete 1.689 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften — ein Rückgang von 1 % gegenüber Juni, aber ein Anstieg von 7 % im Vergleich zu Juli 2025 sowie 75 % über dem prä-COVID-Juli-Durchschnitt. Frühindikatoren des IWH erreichten im Juli einen neuen Höchststand, was darauf hindeutet, dass der Insolvenzdruck in den kommenden Monaten anhalten wird. Insbesondere unternehmensnahe Dienstleistungen sowie der Finanz- und Versicherungssektor verzeichneten die höchsten Insolvenzzahlen seit 2020, während der Hospitality-Sektor weniger Fälle als üblich meldete. Von den zehn Prozent der größten Insolvenzen im Juli waren mehr als 13.000 Arbeitsplätze betroffen.
Insolvenzen in Deutschland erreichen Höchststand seit 2013
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wird 2026 laut einer Prognose des Kreditversicherers Allianz Trade um acht Prozent auf rund 25.900 Fälle steigen – der höchste Stand seit 2013. Besonders betroffen sind Transport und Logistik, das Baugewerbe, die Gastronomie sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie. Allianz Trade hatte im Frühjahr noch mit einem Anstieg von zwei bis vier Prozent gerechnet. Für 2027 wird eine stabile Zahl erwartet, für 2028 ein Rückgang um fünf Prozent auf etwa 24.600 Fälle, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern und staatliche Konjunkturimpulse greifen. Weltweit steigen die Insolvenzen 2026 um fünf Prozent und 2027 um ein weiteres Prozent – das fünfte Jahr in Folge. Hohe Zinsen, Energiekosten und geopolitische Unsicherheiten gelten als Haupttreiber. Rund 2,7 Millionen Arbeitsplätze sind weltweit gefährdet, davon 239.000 in Deutschland.
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