Beobachtetes Signal · 23. Sept. 2024 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
LinkedIn nutzt Nutzerdaten standardmäßig für KI-Training mit OpenAI-Modellen
Das Microsoft-Tochterunternehmen LinkedIn hat in aktualisierten Nutzungsbedingungen bestätigt, Daten von Hunden Millionen Anwendern zu verwenden, um eigene KI-Modelle sowie die von Partnerunternehmen zu trainieren. Die Änderungen treten am 20. November 2024 in Kraft. Aufgrund strengerer Datenschutzvorgaben sind Mitgliederdaten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und Großbritannien ausgenommen. Nutzer in anderen Regionen wie den USA, Japan und Indien können über eine neue Einstellung namens „Daten zur Verbesserung generativer KI“ widersprechen, wobei die Datennutzung standardmäßig aktiviert ist. LinkedIn führt aus, dass generative KI-Funktionen wie Schreibvorschläge und Beitragsempfehlungen personenbezogene Daten verarbeiten können. Einige generative KI-Modelle von LinkedIn werden durch den Azure OpenAI Service von Microsoft bereitgestellt; dort verwendete Ein- und Ausgaben, Embeddings sowie Trainingsdaten werden jedoch nicht an OpenAI übermittelt, in das Microsoft über zehn Milliarden US-Dollar investiert hat.
Wichtige Plattform-Richtlinienänderung: LinkedIn trainiert KI-Modelle standardmäßig mit Nutzerdaten und setzt auf ein Opt-out-Verfahren, wobei lediglich EU-/EWR-, Schweizer und britische Daten ausgeschlossen bleiben. Dies schafft einen Präzedenzfall für die Nutzung generativer KI-Daten auf Social-Plattformen und wirft erhebliche Datenschutzimplikationen für das AdTech- und MarTech-Ökosystem auf.
Marktsignale zu LinkedIn in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die aktualisierten LinkedIn-Nutzungsbedingungen, gültig ab 20. November 2024, erlauben die Nutzung von Nutzerdaten zum Training eigener und partnerseitiger KI-Modelle.
- Mitgliederdaten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und Großbritannien sind aufgrund strenger Datenschutzregeln vom KI-Training ausgeschlossen.
- LinkedIn hat die Opt-out-Einstellung „Daten zur Verbesserung generativer KI“ eingeführt; Nutzer außerhalb der ausgenommenen Regionen sind standardmäßig opt-in.
- Generative KI-Funktionen wie Schreibvorschläge und Beitragsempfehlungen können personenbezogene Daten verwenden.
- Einige LinkedIn-KI-Modelle basieren auf dem Azure OpenAI Service; Microsoft hat über 10 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert, die auf Azure gehosteten Daten werden jedoch nicht geteilt.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Die Microsoft-Tochter Linkedin hat in einer Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen offiziell bestätigt, dass es Daten von hunderten Milli...”
“Die Spur führt schnell zu OpenAI, wo die Linkedin-Mutter Microsoft mehr als zehn Milliarden Dollar investierte....”
“Die Spur führt schnell zu OpenAI, wo die Linkedin-Mutter Microsoft mehr als zehn Milliarden Dollar investierte; einige LinkedIn-Modelle werd...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Windows 11: Bessere Suche, Copilot mit Dateizugriff
Microsoft kündigte zwei kommende Updates für Windows 11 an: eine verbesserte Suche und erweiterte Copilot-Funktionen. Mit der neuen Suche lassen sich Einstellungen wie der Dark Mode direkt anpassen, Screenshots erstellen und die Lautstärke per Slider ändern. Künftig sollen sogar Nachrichten verfasst und an Kontakte gesendet werden können. Copilots 'Hybrid Intelligence'-Funktion, die bei einem Microsoft-Event vorgestellt wurde, ermöglicht der KI den Zugriff auf lokale Dateien und Aktionen im gesamten Betriebssystem, etwa das Finden, Umbenennen, Packen und Anhängen von Dokumenten an E-Mails. Jacob Andreou, EVP von Copilot, demonstrierte dies anhand eines Steuerbeispiels. Der Rollout erfolgt schrittweise und erfordert die Zustimmung der Nutzer. Das Such-Upgrade soll noch dieses Jahr erscheinen, ein genaues Datum nannte Microsoft nicht.
Grok Bot durchsucht X und nutzt Konkurrenzmodelle
SpaceXAI hat seinen AI-Agenten Grok Bot um die Fähigkeit erweitert, die gesamte X-Plattform kontinuierlich zu durchsuchen und zu analysieren. Nutzer können den Agenten nun für 24/7-Social-Listening, Markenüberwachung und Trendanalysen einsetzen, ähnlich wie bei Googles Information Agents. Grok Bot wird je nach Aufgabenstellung auch Modelle von Konkurrenten wie Claude Opus 5.5, Midjourney und Suno integrieren. Dieser Schritt signalisiert einen Wandel hin zu Multi-Modell-AI-Agenten und erweitert die Möglichkeiten der KI-gestützten Social-Media-Analyse.
OpenAI-Experte: Token-Effizienz für KI-Agenten optimieren
In einem Interview mit t3n erklärt Maximilian Hudlberger, Applied AI Engineer bei OpenAI, dass trotz sinkender Token-Preise die KI-Kosten für Unternehmen deutlich steigen können, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von KI-Agenten. Er argumentiert, dass das wahre Maß für Wirtschaftlichkeit nicht der Preis pro Token ist, sondern die Anzahl der erledigten Aufgaben mit einem gegebenen Budget. Unnötige Kosten entstehen oft dadurch, dass für jede Aufgabe das stärkste Modell verwendet wird, obwohl einfachere Modelle ausreichen würden. Unternehmen sollten daher in erledigten Aufgaben denken und ihre Modellwahl für wirtschaftliche Effizienz optimieren. Der Artikel betont, dass der wachsende Einsatz von KI-Agenten in Unternehmensworkflows den Token-Verbrauch erhöht und Kostenmanagement zu einem kritischen Geschäftsfaktor macht.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
