Beobachtetes Signal · 22. Nov. 2025 · Legal Proceedings · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral

Richterin wägt Googles Ad-Tech-Zukunft nach Plädoyers im Kartellverfahren ab

Zusammenfassung des Signals

Die Schlussplädoyers im US-Kartellverfahren gegen Google im Bereich Ad Tech sind abgeschlossen, und Richterin Leonie Brinkema entscheidet über das Schicksal von Googles Sell-Side Ad-Tech-Geschäft AdX. Das DOJ drängt auf eine strukturelle Maßnahme in Form einer Entflechtung von AdX und argumentiert, dass rein verhaltensbezogene Auflagen Google Spielraum lassen würden, das Urteil zu unterminieren. Google hingegen hält Vertrauen für den Kern der Angelegenheit und hält eine vollständige Trennung für unnötig. Googles Anwältin Karen Dunn verwies auf das Google Search-Kartellverfahren und plädierte für mildere Auflagen. Die Richterin äußerte Bedenken hinsichtlich der Umsetzungsgeschwindigkeit von Abhilfemaßnahmen angesichts der rasanten Innovation im Ad-Tech-Sektor. Ein potenzieller Käufer wie Microsoft wurde ins Gespräch gebracht, allerdings ohne konkreten Interessenten, und eine Entflechtung könnte weitere kartellrechtliche Prüfungen nach sich ziehen. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet, wobei Berufungen als wahrscheinlich gelten.

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Ein bedeutendes, laufendes Kartellverfahren, das die Marktdynamik auf der Sell-Side im Ad-Tech-Ökosystem grundlegend beeinflussen wird.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Schlussplädoyers im US-Kartellverfahren gegen Google Ad Tech beendet; Richterin entscheidet über das Schicksal von AdX.
  • Das DOJ fordert eine strukturelle Entflechtung von AdX, während Google verhaltensbasierte Auflagen bevorzugt.
  • Googles Anwältin Karen Dunn argumentierte gegen eine Veräußerung und zog Parallelen zum Google Search-Verfahren.
  • Richterin Leonie Brinkema äußerte Zweifel an praktischen Zeitplänen und der Durchsetzbarkeit von Abhilfemaßnahmen.
  • Microsoft wurde als potenzieller Käufer genannt, jedoch ohne konkreten Erwerber, was zusätzliche Kartellprüfungen auslösen könnte.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: AdExchanger•Veröffentlicht: 22. Nov. 2025
Ursprünglicher Berichttitel: “Closing Arguments Are Done In The US v. Google Ad Tech Case”

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Antitrust6. Nov. 2025

DOJ und Google streiten im Kartellverfahren über AdTech-Abhilfemaßnahmen

Das US-Justizministerium (DOJ) und Google haben im laufenden Kartellverfahren bezüglich Googles AdTech-Stack aktualisierte Schriftsätze zu den geplanten Abhilfemaßnahmen eingereicht und ihre Positionen vor den Plädoyers geschärft. Google argumentiert, dass eine Veräußerung der sell-side AdX zeitaufwendig und unnötig sei, und schlägt stattdessen vor, Prebid für Display-Anzeigen im Open Web in AdX zu integrieren, während für Video-, Connected TV- und In-App-Formate sowie bestimmte programmatische Verpackungen Ausnahmen gelten sollen. Das DOJ fordert dagegen strukturelle Maßnahmen zur Wiederherstellung des Wettbewerbs, darunter die mögliche Abtrennung von AdX und DFP sowie einen Treuhandfonds zur Entschädigung von Publishern. Zudem wurden die Offenlegung der Ad-Server-Logik und Vorkehrungen für Publisher vorgeschlagen. Die Richter Brinkema und Mehta äußerten Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität und der Auswirkungen auf Publisher, was die laufenden Verhandlungen über Durchsetzungsmaßnahmen maßgeblich prägt.

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Regulation8. Okt. 2025

Richterin Brinkema bleibt im Google-Kartellverfahren unnachgiebig

Bundesrichterin Leonie Brinkema leitet das Kartellverfahren des US-Justizministeriums gegen das Publisher-Ad-Tech-Geschäft von Google und zeigt sich skeptisch bezüglich der vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen. Die Plädoyers werden für Mitte November erwartet, sofern keine Einigung erzielt wird. Google strebt Berufung an und bevorzugt verhaltensbezogene Änderungen, während das Justizministerium strukturelle Reformen wie die Veräußerung des AdX Publisher Ad Servers fordert. Das Verfahren hat zudem Folgeklagen von Supply-Side-Plattformen wie OpenX, PubMatic und Magnite ausgelöst. Unterdessen positioniert sich Microsoft Invest als bevorzugter Migrationspartner für die Amazon DSP, und Amazons SSP erhält den Status eines 'Preferred SSP' in der Certified Supply Exchange. Zudem kündigt Mozilla an, programmatische Werbung auf der Firefox-New-Tab-Seite zu integrieren, wobei das Inventar über Index Exchange PMP-Deals bezogen wird. Eine neue Gesetzgebung in Kalifornien verpflichtet Streaming-Dienste zudem zur Absenkung der Lautstärke bei Werbeinhalten.

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Antitrust16. Okt. 2025

Google-Kartellverfahren: Die Remedies-Phase wirft entscheidende Fragen auf

Die Remedies-Phase im Ad-Tech-Kartellverfahren gegen Google ist nach elf Verhandlungstagen zu Ende gegangen und gibt Einblicke in den Ansatz von Richterin Leonie Brinkema. Der Vorschlag des DOJ für eine bis zu 14-jährige Desinvestition stieß auf Skepsis hinsichtlich laufender Kosten und technischer Auflagen. Brinkema hinterfragte, ob Käufer dieselben Produkte kostenlos anbieten könnten, und prüfte alternative Anreize wie Gutscheine oder die Verlagerung von Buy-Side-Produkten. Aussagen von Publishern und Ad-Tech-Managern beleuchteten Belastungen für kleine Publisher sowie Fragen zur Open-Source-Öffnung der Final Auction Logic. Beobachter halten verhaltensbezogene Auflagen für wahrscheinlicher als eine Totalspaltung. Nächste Schritte sind Vergleichsverhandlungen vor den Plädoyers im November, wobei eine Entscheidung für das späte erste Quartal 2026 erwartet wird.

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