Beobachtetes Signal · 12. Jan. 2022 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
US-Gericht lässt FTC-Wettbewerbsklage gegen Meta zu
Ein US-Gericht hat die überarbeitete Kartellrechtsklage der Federal Trade Commission (FTC) gegen Meta zugelassen. Der Fall geht auf Dezember 2020 zurück, als die FTC gemeinsam mit 48 US-Bundesstaaten Meta vorwarf, eine Monopolstellung bei sozialen Netzwerken innezuhabenden und diese durch die Übernahmen von Instagram und WhatsApp unzulässig zu sichern. Die im August 2021 eingereichte, modifizierte Klageschrift wurde nun vom Gericht für das Hauptverfahren zugelassen. Meta hatte die Vorwürfe zuvor als haltlos zurückgewiesen und argumentiert, die Investitionen in Instagram und WhatsApp hätten den Wettbewerb und die Nutzer begünstigt. Das Verfahren geht damit in die nächste Instanz, während sich Meta vor Gericht gegen die Vorwürfe verteidigen muss.
Regulatorische und rechtliche Entwicklung bei einer dominanten Plattform (Meta), die erhebliche Auswirkungen auf den Wettbewerb im gesamten Ökosystem haben kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- FTC reichte im August 2021 eine überarbeitete Kartellrechtsklage gegen Meta ein.
- Ein Gericht hat die Zulassung der modifizierten Klage beschlossen.
- Die ursprüngliche Klage von 2020 wurde von der FTC und 48 US-Bundesstaaten eingereicht.
- Im Mittelpunkt stehen Metas angebliches Monopol bei sozialen Netzwerken sowie die Übernahmen von Instagram und WhatsApp.
- Meta bezeichnet die Vorwürfe als unbegründet und verweist auf wettbewerbsfördernde Investitionen in Instagram und WhatsApp.
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Meta verliert ersten US-Prozess zum Jugendschutz: 375 Millionen Dollar Strafe
Eine US-Jury in Santa Fe hat entschieden, dass Meta gegen zwei Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates New Mexico verstoßen hat, und verhängte eine Strafe in Höhe von 375 Millionen US-Dollar. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass der Mutterkonzern von Facebook und Instagram junge Nutzer unzureichend geschützt habe. Die 2023 von Generalstaatsanwalt Raúl Torrez eingereichte Klage warf dem Konzern vor, Profite über Nutzersicherheit gestellt und Risiken gegenüber Eltern sowie Kindern verschleiert zu haben. Meta kündigte bereits Berufung an. In einer für Mai angesetzten zweiten Verhandlungsphase wird ein Richter – ohne Jury – darüber entscheiden, ob Metas Plattformen eine öffentliche Gefährdung darstellen und ob der Konzern Hilfsprogramme finanzieren muss. Über 40 US-Bundesstaaten haben bereits ähnliche Klagen gegen Social-Media-Plattformen eingereicht.
Threads testet Gems und zeichnet täglich wertvolle Beiträge aus
Threads testet die neue Funktion Gems, die täglich bis zu 25 herausragende Unterhaltungen mit einem sichtbaren Diamant-Badge auszeichnet. Die Auswahl erfolgt algorithmenbasiert und berücksichtigt Originalität, Aktualität und authentische Diskussionen – unabhängig von der Followerzahl. Qualifiziert sind eigene Posts oder direkte Antworten, jedoch keine Reposts oder von Instagram übernommene Inhalte. Die Funktion ist vorerst auf öffentliche US-Accounts von Nutzern ab 18 Jahren beschränkt, die Auszeichnungen sind aber weltweit sichtbar, auch in Deutschland. Ausgezeichnete erhalten eine Benachrichtigung und können das Badge teilen. Nutzer können das Label auch ausblenden. Erste Hinweise gab es bereits im August durch App-Forscher Alessandro Paluzzi. Threads möchte so originelle und ansprechende Inhalte fördern; Nicht-Ausgezeichnete müssen keine negativen Auswirkungen auf die Reichweite befürchten.
Meta verbietet TikTok-Anzeigen auf eigenen Plattformen in mehreren Regionen
Meta hat Werbung für TikTok auf seinen Plattformen (Instagram, Facebook, WhatsApp) in mehreren Ländern untersagt, darunter USA, Japan, Vietnam, Kanada, Ägypten, Indonesien und Thailand. Diese Maßnahme, die von Meta-Sprecher Chris Sgro bestätigt wurde, verhindert sowohl ByteDance als auch Drittanbietern, TikTok innerhalb des Meta-Ökosystems zu bewerben. Das Verbot wird als Wettbewerbsmaßnahme angesichts der eskalierenden Rivalität zwischen Meta, ByteDance und YouTube gesehen. Es könnte auch mit Metas jüngstem Vergleich über 16,7 Milliarden US-Dollar mit US-Bundesstaaten zum Jugendschutz zusammenhängen, der Bedingungen enthält, die Wettbewerber wie TikTok und YouTube zur Umsetzung ähnlicher Schutzmaßnahmen verpflichten, was auf eine strategische Drucktaktik hindeutet, um die Kosten und Verantwortung für Kinderschutzinitiativen zu teilen.
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