Beobachtetes Signal · 1. Apr. 2026 · Partnership · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Jones Road nutzt Causal MMM zur Neuausrichtung der Media-Messung
Jones Road Beauty ist eine Partnerschaft mit dem Ad-Measurement-Startup Haus eingegangen und fungiert als Design-Partner für das neue Produkt Causal MMM. Dabei handelt es sich um ein Media-Mix-Modell, das Vorhersagen auf Basis echter Inkrementalitätstests anstelle historischer Korrelationen verankert. Die Marke führte diverse Spend-Level-Tests durch, darunter für Google Demand Gen, um gemessene Uplifts in das Modell einzuspeisen und Budgetallokationen zu optimieren. Inkrementalitätstests auf Meta zeigten, dass das Budget zu stark in Richtung Bestandskunden floss, was zu einer Umschichtung weg von Advantage+ Shopping hin zu Mid-Funnel-Taktiken führte. Ein separater Test ergab, dass Google Branded Search nicht-inkremental war, wodurch rund 3.000 US-Dollar pro Tag für eine Neuzuordnung frei wurden. Dieser experimentell verankerte Ansatz reduziert Multikollinearitäts-Rauschen und fundiert die Media-Planung kausal.
Experiment-gestütztes MMM stellt eine wichtige Messinnovation dar, die beeinflusst, wie Werbetreibende Inkrementalität bewerten, ist jedoch primär eine Vendor-Adoption statt einer marktverändernden Plattform-Richtlinie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jones Road Beauty arbeitet mit dem Ad-Measurement-Startup Haus zusammen und ist Design-Partner für Causal MMM.
- Causal MMM integriert reale Inkrementalitätstests in Media-Mix-Modelle, statt sich nur auf historische Korrelationen zu verlassen.
- Jones Road führte Demand-Gen-Tests bei 7.000 und 10.000 US-Dollar pro Tag durch, um Ertragskurven zu ermitteln.
- Meta-Inkrementalitätstests deckten Überinvestitionen bei Bestandskunden auf, was zu Budgetverschiebungen weg von Advantage+ Shopping führte.
- Ein Test zu Google Branded Search wies Inkrementalität nach, wodurch ca. 3.000 US-Dollar tägliches Budget umverteilt wurden.
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Attributionsprobleme im Marketing: Inkrementalitätstests als Lösung für Fehlallokationen
Trevor Testwuide, CEO und Mitgründer von Measured, analysiert in einem gesponserten Gastbeitrag die systemische Fehlallokation von Marketingbudgets durch herkömmliche, plattformbasierte Attributionsmodelle wie Last-Touch. Er plädiert für Inkrementalitätstests mittels Holdout- und Kontrollgruppen, um den tatsächlichen kausalen Uplift zu ermitteln und Doppelzahlungen für ohnehin bestehende Nachfrage zu vermeiden. Das rasante Wachstum von Retail Media Networks, Social Commerce, Marktplätzen und KI-gestützten Discovery-Tools verschärfe bestehende Messfehler weiter. Die Implementierung von Incrementality Testing senke häufig den ausgewiesenen ROAS und erfordere interne Reorganisationen – darunter angepasste KPIs, neue Vergütungsanreize sowie das Überwinden von Agenturwiderständen –, ermögliche Advertisern jedoch eine präzisere Budgetallokation und nachhaltiges Wachstum. Der Beitrag erschien am 2. Juli 2026 auf Modern Retail.
Google und DOJ reichen vorgeschlagene Maßnahmen im Ad-Tech-Fall ein
Google und das Justizministerium haben konkurrierende Vorschläge für die endgültigen Maßnahmen im Ad-Tech-Kartellverfahren eingereicht. Das 41-seitige Dokument enthält Maßnahmen wie die Verpflichtung von Google, AdX mit Prebid zu verbinden, Bid-Anfragen von Nicht-Google-Ad-Servern zu akzeptieren und DFP- und AdX-Verträge zu trennen. Beide Seiten stimmen in den Kernmaßnahmen überein, streiten jedoch über Details wie Umsetzungsfristen, Datenzugriffsbedingungen und die Auswahl und Befugnisse eines Compliance-Monitors. Das DOJ fordert schnellere globale Umsetzung und stärkere Datenrechte, während Google mehr Zeit und schwächere Überwachungssprache verlangt. Richterin Brinkema muss die Streitigkeiten nun beilegen, bevor sie eine endgültige Anordnung erlässt.
TikTok startet Werbenetzwerk zur Kampagnenerweiterung
TikTok hat auf der Advertising Week New York sein globales TikTok Ad Network (TTAN) für US-Werbetreibende gestartet, mit dem Kampagnen auf fast 400.000 Premium-Apps von Drittanbietern ausgeweitet werden können. Das Netzwerk, früher als Pangle bekannt, zielt darauf ab, TikToks Anteil an Werbebudgets zu erhöhen, indem es Daten und Algorithmen plattformübergreifend nutzt. Werbetreibende sind vorsichtig und fordern Transparenz, Kontrolle und den Nachweis von inkrementeller Reichweite. Sie verweisen auf Konkurrenz durch Google, Meta und Amazon und fragen, was TikToks Angebot einzigartig macht. Einige sehen Potenzial für niedrigere CPMs und bessere Performance, wenn Guardrails und Whitelisting verfügbar sind, andere bleiben skeptisch: Skalierung allein genüge nicht, Erweiterungen müssten wertvolle, messbare Zielgruppen liefern. TikTok meldete 2025 einen US-Werbeumsatz von 14,12 Mrd. US-Dollar, für 2026 werden 17,69 Mrd. US-Dollar prognostiziert.
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